Garten-Pflege

Oleander schneiden: Wer zu viel abschneidet, bringt sich um die Blüte im nächsten Jahr

Oleander ist eine recht pflegeleichter Strauch, der hin und wieder einen Rückschnitt braucht. Zu stark sollte dieser jedoch nicht ausfallen.

Der sonnenliebende Oleander hat längst auch in Deutschland seine Liebhaber gefunden. Der weiß, gelb, rosa bis rot blühende Strauch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum und verträgt auch deshalb richtig viel Sonne. Damit er weiterhin kompakt in Ihrem Garten wächst und auch im nächsten Jahr wieder herrlich blüht, braucht er ab dem zweiten Jahr gelegentlich einen Rückschnitt. Wie und wann Sie die beliebte Topf- und Kübelpflanze am besten schneiden, lesen Sie im Folgenden.

Damit Oleander weiterhin so prächtig wie hier blüht, braucht es einmal im Jahr einen Rückschnitt.

Wann schneidet man Oleander?

Oleander sind relativ leicht zu schneiden. Wie stark ein Rückschnitt ausfallen darf, hängt allerdings von dem gewünschten Effekt ab. Der Oleander bildet seine Knospen für das nächste Frühjahr nämlich bereits im Spätsommer. Wer da zu beherzt zur Gartenschere greift, bringt sich um die Blütenpracht im Folgejahr. Oleander sollte deshalb nur dann radikal zurückgeschnitten werden, wenn es sich um bereits ältere Pflanzen handelt, die dabei sind zu vergreisen. Für einen solchen radikalen Rückschnitt ist laut Mein schöner Garten das Frühjahr der beste Zeitpunkt, kurz vor dem Austrieb. Plantura empfiehlt einen radikalen Schnitt auch für den Herbst. Bedenken Sie dabei jedoch, dass die Pflanze bei solch einem harten Eingriff etwa ein Jahr braucht, um wieder zu alter Stärke zu gelangen und zu blühen.

Wollen Sie Ihren Oleander-Strauch lediglich etwas auslichten oder einen Erziehungsschnitt vornehmen, ist dafür das zeitige Frühjahr der ideale Zeitpunkt. Aber auch vor dem Überwintern darf der Oleander noch etwas ausgelichtet werden – dann aber nur sehr zurückhaltend.

Egal, wann Sie Ihren Oleander schneiden: Tragen Sie dabei unbedingt Handschuhe, denn Oleander ist giftig und sein Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen.

Anleitung: So nehmen Sie Auslichtungs- und Erziehungsschnitte vor

Im zeitigen Frühjahr werden beim Oleander Erziehungs- und Auslichtungsschnitte vorgenommen, um seinen Wuchs in die richtigen Bahnen zu lenken. So gehen Sie laut dem Garten-Portal Plantura vor:

  • Schneiden Sie schwache oder zu lange Triebe bis zum nächsten Haupttrieb zurück.
  • Auf keinen Fall die Spitzen oder Fruchtstände kürzen, sonst entfernen Sie die Blütenknospen gleich mit.
  • Treibt der Oleander an der falschen Stelle aus, können Sie unerwünschte Triebe auch während des Sommers zurückschneiden.

So schneiden Sie Oleander radikal zurück

Zu alte Oleander-Sträucher vergreisen zunehmen und verlieren dann an Blühkraft. Damit Sie sich wieder an einem wunderbar blühendem Strauch erfreuen, dürfen Sie Oleander idealerweise im März oder im Herbst vor der Überwinterung kräftig bis auf den Stock stutzen. Keine Angst, der Oleander treibt danach wieder umso kräftiger aus! So gehen Sie vor:

  • Schneiden Sie die Äste auf 10-30 cm zurück.
  • Dünne Zweige dürfen bis zur Basis zurückgeschnitten werden.
  • Bei schwachen Wurzeln empfiehlt es sich, den Oleander zusätzlich in frische Erde umzupflanzen.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

Oleander vor der Überwinterung auslichten

Oleander sind nicht zu hundert Prozent winterhart, deshalb müssen sie im Spätherbst, etwa Mitte bis Ende November, in ein Winterquartier umziehen. Wer es mit einem besonders üppig wuchernden Strauch im Topf oder Kübel zu tun hat, kann seine Pflanze vor dem Umzug auch noch etwas auslichten. Schneiden Sie dabei jedoch nur bis zur ersten Knospe, um die Blütenknospen nicht gleich mitzuentfernen. Auch kranke und beschädigte Triebe sollten jetzt entfernt werden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jürgen Held

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