Schneckenbekämpfung

Schlägt dieses Hausmittel im Garten Nacktschnecken in die Flucht?

Die Spanische Wegschnecke gehört zu den Nacktschnecken, die im Garten großen Schaden anrichten können.
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Die Spanische Wegschnecke gehört zu den Nacktschnecken, die im Garten großen Schaden anrichten können.

Nacktschnecken richten im Garten schon mal ein kleines Unheil an. Deshalb fragen sich Hobbygärtner stets, wie sie die Weichtiere von ihren Pflanzen fernhalten können.

Nacktschnecken sind vielen Hobbygärtnern ein Dorn im Auge. Die Kriechtiere treiben sich vor allem bei feuchter Witterung im Garten herum und machen sich über Gemüse und Blumen her. Da ist die harte Gartenarbeit schnell mal zunichte gemacht. Aber welche Methoden zur Schneckenvertreibung sind wirklich hilfreich?

Nacktschnecken bekämpfen: Was bringt Kaffeesatz?

Generell gibt es viele Möglichkeiten gegen Schnecken im Garten vorzugehen. Kaum eine sorgt für einen hundertprozentigen Erfolg und meist müssen mehrere Methoden gleichzeitig angewandt werden, bevor eine Wirkung zu erkennen ist. Doch es müssen nicht immer chemische Mittel aus dem Baumarkt sein, die den Schnecken etwas Unbehagen bereiten - auch Hausmittel helfen gegen die Kriechtier-Invasion.

Ein Beispiel dafür ist Kaffee. Eine US-Studie aus dem Jahre 2002 ergab, dass Kaffeekonzentrat die Schnecken abschreckte und bei gewissen Konzentrationen sogar tötete. Ein Koffeinanteil von über 0,1 Prozent - entsprechend einem starken Kaffee - sorgte für erstere Reaktion, während eine zweiprozentige Koffeinlösung den Kriechtieren den Garaus machte. Die Forscher vermuteten, dass das Koffein auf die Schnecken wie ein Nervengift wirke.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt deshalb, im Garten Kaffee oder Kaffeesatz in geringen Konzentrationen flächig auszustreuen oder ringförmig um Pflanzen auszubringen, die besonders geschützt werden sollen. Auch starker Bohnenkaffee kann auf die Blätter von Pflanzen gesprüht werden. Warum Hobbygärtner bei der Schneckenbekämpfung keine Bierfallen einsetzen sollten, erklärt 24garten.de*.

Auch interessant: Ameisen-Plage im Garten? Diese natürlichen Mittel helfen garantiert.

Schneckenbekämpfung im Garten: Das sollten Sie beachten

Zudem weist der NABU aber auch darauf hin, dass Hobbygärtner bei der Schneckenbekämpfung nicht übertreiben sollten. In der Regel erweisen die Tiere dem Garten auch einen Gesundheitsdienst, indem sie verwesende Pflanzenteile und tote Tiere fressen.

Außerdem richten längst nicht alle Schnecken Schaden im Garten an. Bänderschnecken sind zum Beispiel eine der am häufigsten vorkommenden Schneckenarten im Garten und stören das Gleichgewicht kaum. Die große Weinbergschnecke steht sogar unter Naturschutz und hilft Hobbygärtnern, indem sie Eigelege von Nacktschnecken auffressen.

Überraschend: So stark verändern sich Pflanzen durch eine einfache Berührung.

Sind diese in großer Anzahl im Garten vertreten, ist das natürliche Gleichgewicht gestört - dann kann es auch Sinn machen, die Nacktschnecken abzusammeln. Ebenfalls hilfreich: die Förderung von natürlichen Feinden der Nacktschnecke im Garten. Dazu gehören Igel, Kröten oder Blindschleichen. So bekommen Sie das Schneckenproblem auch ganz einfach auf natürliche Weise in den Griff. - *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Video: Was hilft gegen eine Schneckenplage?

Lesen Sie auch: So vertreiben Sie Wespen ganz einfach.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Frau gießt ihre Blumen. Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
Frau wässert Blumen mit Gartenschlauch. Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
Mann mäht seinen Rasen. Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
Kübelpflanzen auf einer Terrasse. Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
Mann gießt Jungpflanzen im Hochbeet. Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
Gartenbewässerung. Das Wasser sollte beim Gießen nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
Frau bearbeitet ihr Blumenbeet. Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
Blumenmeer. Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
Frau düngt ihren Salat mit Kompost. Zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihre Pflanzen düngen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

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