Der Umwelt zuliebe

Müll trennen: Welcher Abfall kommt in welche Tonne?

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Jeder Abfall hat seine eigene Tonne

Von Papier über Glas bis hin zu Lebensmitteln: Müll trennen ist manchmal gar nicht so einfach. Hier erfahren Sie, welcher Abfall in welche Tonne gehört.

Mehr als 40 Millionen Tonnen Hausmüll - und das jedes Jahr. Ob Bio-, Papier- oder Restmüll: In deutschen Haushalten kommt jede Menge Unrat zusammen. Und dieser will richtig getrennt werden. Das ist einerseits gut für die Umwelt, andererseits schonen Sie so auch Ihren Geldbeutel: Denn sortieren Sie Ihre Abfälle nicht ordentlich oder gar nicht, kann sich die Müllabfuhr weigern, Ihren Müll mitzunehmen. Im schlimmsten Fall müssen Sie dann für die Nachsortierung bezahlen - ganz gleich, ob Sie den Abfall absichtlich oder aus Versehen falsch entsorgt haben oder es einfach nicht besser wussten.

Eine alte Volksweisheit besagt "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht". Vermeiden Sie Ärger mit Entsorgungsunternehmen und denken Sie an die Umwelt: Hier lesen Sie, wie Sie Ihren Müll richtig trennen.

Auf den Müll, fertig, los!

Eine Umfrage des Statistik-Portals Statista ergab, dass im Dezember 2016 74 Prozent der 1.000 befragten Personen zu Hause ihren Müll getrennt haben - und zwar in folgende Müllarten:

  • Biomüll
  • Altpapier/Pappe
  • Altglas
  • Restmüll/Hausmüll
  • Grüner Punkt/Werkstoffe
  • Batterien/Sondermüll

Doch den Abfall allein zu trennen, reicht nicht. Er muss auch in der richtigen Tonne landen. Und Müll entsorgen ist manchmal gar nicht so einfach.

Wohin mit den Essensresten?

In die Biotonne kommen Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch und Wurst - egal, ob roh, gekocht oder verdorben. Auch Backwaren aller Art und Milchprodukte wie Käse oder Joghurt finden hier ihren Platz. Milch selbst jedoch nicht! Weiterhin unbedenklich im Bioabfall entsorgen können Sie Obst- und Gemüsereste, Teebeutel, Kaffeesatz sowie die dazugehörigen Filter.

Lesen Sie hierzu: So werden Sie lästige Fruchtfliegen los

Papier ist nicht gleich Papier

Im Altpapier beziehungsweise in der Papiertonne landen ausschließlich Papier (Zeitungen, Zeitschriften, lose Blätter), Kartons und Pappen. Nicht hinein gehören dagegen Tetrapack-Kartons, Styropor, Thermopapier wie Kassenzettel, Kohlepapier oder Tapetenreste.

Hygienepapiere wie Küchenrollen oder Servietten sollten Sie nur dann im Papiermüll entsorgen, wenn diese nicht zu arg verschmutzt sind. Andernfalls sind sie ein Fall für die Biotonne.

Scherben bringen Glück

Ihnen fällt ein Trinkglas herunter und Sie entsorgen die Scherben im Glascontainer: Leider falsch. Bleikristall ist Restmüll, genauso wie Fenster- oder Spiegelglas. Denn diese "Glasarten" bestehen aus Materialmischungen, die das Altglas zu stark verunreinigen würden. Auch Geschirr aus zum Beispiel Porzellan sollten Sie nicht in die Altglasbehälter, sondern in den Restmüll werfen - oder für den nächsten Polterabend aufheben.

Sortieren und entsorgen Sie Glasabfälle nach den Farben Weiß, Grün und Braun.

Glasmüll richtig trennen: Im Glascontainer entsorgen Sie bitte nur Glasflaschen und Glasbehälter für Konserven und Lebensmittel, zum Beispiel Senf- oder Essiggurkengläser. Auch kosmetische und pharmazeutische Verpackungen aus Glas sind erlaubt. 

So gehen Sie vor:

  • Leeren Sie zuvor alle Glasbehälter vollständig aus. Extra ausspülen ist nicht notwendig. 
  • Entfernen Sie außerdem sämtliche Verschlüsse wie Korken und Deckel und werfen Sie sie in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne.
  • Sortieren und entsorgen Sie den Glasmüll nach Farben: weiß, grün und braun. Rotes, blaues und gelbes Glas landet mit im Grünglas-Container.

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Verpackungsmüll sieht Gelb

Von Kunststoff über Verbundmaterial bis hin zu Metall: Verpackungsmüll gehört in die Gelbe Tonne beziehungsweise in den Gelben Sack. Folgende Tabelle bietet Ihnen eine Übersicht, welcher Müll im Einzelnen "gelb entsorgt" wird.

Kunststoff

Verbundmaterial

Metall

Joghurt- und Quarkbecher, Farbeimer, Plastikblumentöpfe, Kosmetikdosen

Getränkekartons für Milch und Säfte

Konservendosen aller Art

Süßigkeiten- und Nudelverpackungen, Pizzafolie

Kunststoffbeschichtete Kartons für Tiefkühlkost

Alufolie, Aluminiumdeckel und -schalen

Ketchup- und Mayonnaiseflaschen, Duschgel- und Shampooflaschen, Spül- und Waschmittelbehälter

Beutel für Instantprodukte

Leere Farb- und Haarspraydosen sowie Kosmetikdosen aus Metall

Aufgeschäumte Kunststoffe wie Styroporformteile oder Schalen

Butter- und Käsefolien

Kronkorken, Schraubverschlüsse

Gut zu wissen: In München gibt es aus Umweltschutzgründen weder den Gelben Sack noch die Gelbe Tonne. Hier müssen Sie Ihren Müll zu sogenannten Wertstoffinseln bringen.

Alles andere kommt in den Restmüll

In der Restmülltonne landet alles, was Sie nicht in den übrigen Tonnen entsorgen können. Dazu gehören nicht verwertbare Abfälle wie Windeln oder Damenbinden, Staubsaugerbeutel und kleine Kunststoffprodukte wie Kugelschreiber oder Zahnbürsten.

Auch medizinische Abfälle wie Spritzen und Verbände und sogar Asche und Zigarettenstummel finden in der grauen Tonne Platz. Ebenfalls zum Restmüll zählt, wie bereits oben erwähnt, Bleikristall, Fenster- und Spiegelglas sowie Keramik und Porzellan.

Übrigens: Elektroschrott hat im Hausmüll nichts verloren. Bringen Sie Batterien, alte Elektrogeräte und auch Musik-CDs am besten zum Wertstoffhof.

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sm

Weg damit! Diese sechs Dinge sorgen in der Wohnung für miese Laune

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Blumen an sich werten die Wohnung hervorragend auf und beleben die Umgebung. Sind die Pflanzen allerdings verwelkt, drücken Sie eher auf die Stimmung - selbst, wenn Sie das nicht unmittelbar bemerken. © pixabay
Kahle Fenster lassen zwar viel Licht in die Wohnung, wirken aber auch steril und lassen das Zimmer unfertig wirken. Mit den richtigen Vorhängen wirkt ein Raum warm und einladend.
Kahle Fenster lassen zwar viel Licht in die Wohnung, wirken aber auch steril und lassen das Zimmer unfertig wirken. Mit den richtigen Vorhängen wirkt ein Raum warm und einladend. © pixabay
Unordnung ist natürlich der größte Stimmungskiller in der Wohnung - dabei muss es nicht einmal ein offensichtliches Chaos sein. Schon ein Schreibtisch, an dem Akten und Papiere wild durcheinander gestapelt liegen, sorgt für Unruhe. Deshalb: sofort wegräumen, was nicht unbedingt gebraucht wird und nicht alles auf später verschieben.
Unordnung ist natürlich der größte Stimmungskiller in der Wohnung - dabei muss es nicht einmal ein offensichtliches Chaos sein. Schon ein Schreibtisch, an dem Akten und Papiere wild durcheinander gestapelt liegen, sorgt für Unruhe. Deshalb: sofort wegräumen, was nicht unbedingt gebraucht wird und nicht alles auf später verschieben. © pixabay
Licht hat einen enormen Einfluss auf unsere Stimmung. Deshalb darf es nicht zu dunkel und auch nicht zu hell sein - sonst fühlt man sich schnell wie in der Bahnhofshalle. Besser sind verschiedene Lichtquellen kombiniert aus Steh-, Wand- und Deckenlampen.
Licht hat einen enormen Einfluss auf unsere Stimmung. Deshalb darf es nicht zu dunkel und auch nicht zu hell sein - sonst fühlt man sich schnell wie in der Bahnhofshalle. Besser sind verschiedene Lichtquellen kombiniert aus Steh-, Wand- und Deckenlampen. © pixabay
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Auch Farben beeinflussen unbewusst unsere Laune. Grelles Rot macht zum Beispiel aggressiv und rein weiße Wände wirken hart und erinnern an Krankenhäuser. Nehmen Sie stattdessen Farbnuancen, wie ein Weinrot oder kombinieren Sie grellere Farben mit weicheren Tönen. © pixabay
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