Heimat für Igel

Igel anlocken: So wird Ihr Garten noch tierfreundlicher

Wenn man seinen Garten Igel-freundlich gestaltet, findet der Nützling dort seinen Lebensraum und frisst zum Dank viele Schnecken.

Der Herbst ist der Zeitpunkt für den Igel, um sich Reserven für den Winterschlaf zu futtern. Schnecken und Insekten findet der kleine Nützling im Garten in der Regel erstmal genug, aber für einen wärmeren Unterschlupf, der sie vor Feinden schützt, können sie die menschliche Hilfe gut gebrauchen.

Igel anlocken: Sieben Tipps für den tierfreundlichen Garten

Ein bisschen Unordnung im Garten gefällt dem Igel gut und bietet ihm Versteckmöglichkeiten.

Ab Mitte November bis in den März oder April verschlafen Igel die kalte Jahreszeit in einem Winterquartier. Bei milden Temperaturen werden sie manchmal auch zwischenzeitlich wach und machen sich auf die Suche nach Nahrung. Damit sie diese auch vorfinden, ist es sinnvoll, den Garten schon das ganze Jahr über tierfreundlich zu gestalten. Der Naturschutzbund Deutschland hat eine Menge Vorschläge, wie man die Igel in den Garten lockt und ihnen dort einen guten Lebensraum bietet:

  • 1. Ein Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub bietet den Tieren einen Unterschlupf. Auch sogenannte, mit Laub gefüllte Igelhäuser werden gerne angenommen.
  • 2. Insektenfreundliche Pflanzen vergrößern das Nahrungsangebot der Igel, auch wenn er im Winter wach wird und insgesamt weniger vorfindet. Im Herbst bieten sich Staudenbeete mit Anemonen, Schafgarbe, Fetthenne oder Storchschnabel an.
  • 3. Zugang zum Garten bieten: Mehrere bodennahe kleine Lücken im Zaun ermöglichen den Tieren, in und aus dem Garten zu schlüpfen.
  • 4. Umsicht bei der Gartenarbeit: Wenn überhaupt sollte man beim Mähen, Laubsaugen oder Hecken schneiden vorsichtig sein sowie Laub- oder Reisighaufen ab November nicht mehr umschichten. Stattdessen lieber ein bisschen Unkraut, Gräser und Laubhaufen stehen lassen.
  • 5. Fallen aller Art, wie Kellerschächte, Gruben können den Tieren zum Verhängnis werden und sollten daher regelmäßig kontrolliert oder am besten abgedeckt werden.
  • 6. Nicht nur Futter, auch Wasser anbieten: Die Trinkschale oder ein kleiner Teich sollten so gestaltet sein, dass die Tiere nicht hineinfallen. Wichtig ist auch die tägliche Reinigung der Tränken.
  • 7. Bei der Schädlingsbekämpfung unnötige Chemie im Garten vermeiden und stattdessen auf natürliche Maßnahmen zurückgreifen.

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Herbst im Garten: Zehn Arbeiten, die jetzt vorm Winter anstehen 

Blätter in einer Regenrinne.
Im Herbst sollten Sie unbedingt die Regenrinnen von Laub befreien. © Fernando Barozza/Imago
Mehrere Gartenschläuche auf einer Wiese.
Auch der (entleerte) Gartenschlauch überwintert besser im Warmen.  © Ferenc Kósa/Imago
Eine Seerose in einem Teich.
Wenn Sie einen Gartenteich haben, sollten Sie Technik wie Teichpumpe und Filteranlage ausschalten, reinigen und im Warmen lagern. © Imago
Ein Eisfreihalter in einem zugefrorenen Teich.
Eisfreihalter im Teich lassen das Wasser nie komplett zufrieren und ermöglichen, dass Fische auch in niedrigen Gewässern immer genügend Sauerstoff haben.  © Stock&people/Imago
Hände, die Laub in eine volle Laubtonne geben.
Laub sammeln Sie am besten nach dem ersten Frost ein.  © Harald-Biebel/Imago
Ein leicht verrosteteter Wasserhahn.
Auch die Wasserleitung zum Außenwasserhahn sollten Sie von innen absperren und den Hahn öffnen, damit kein Schaden entsteht. © Jimbophoto/Imago
Ein Mann, der eine Pflanze gießt.
Gießkannen sollten Sie vor dem ersten Frost entleeren und außerdem kopfüber aufbewahren, damit es nicht hineinschneien kann. © Angel Santana Garcia/Imago
Ein Apfelbaum wird beschnitten.
Im Oktober sollten Sie Obstgehölze noch einmal schneiden, damit diese Kraft für das Frühjahr sammeln.  © Ute Grabowsky/Imago
Endiviensalat in einem Gewächshaus.
Nutzt man ein Gewächshaus für mediterrane Pflanzen, so ist eine Isolierung vonnöten. © Stock&people/Imago
Rasen in der Sonne.
Der Rasen sollte im Herbst noch einmal gemäht werden. © George Mdivanian/Imago

Übrigens, wenn man in milden Wintern noch Igel auf der Suche nach Nahrung sichtet, sollte man diese am besten in Ruhe lassen. Nur auffallend unterernährte oder kranke Tiere sind ein Fall für eine Igelberatungsstelle oder Igelstation. Unterkühlte Igel wärmt man mit einer lauwarmen Wärmflasche, die man mit einem Handtuch umwickelt.

Rubriklistenbild: © Ikon Images/Imago

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