Leser-Geschichte

Ärger mit Paketdiensten: Dieser Mann spricht allen aus der Seele

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Leser Heinz Jagemann ärgert sich über das Verhalten eines DHL-Boten.

Wer hat es selbst noch nicht erlebt? Pakete, die nicht abgegeben oder sang- und klanglos im Flur abgestellt werden. Davon kann auch Heinz Jagemann ein Lied singen.

Ständig tauchen neue Geschichten von verschwundenen oder in der Mülltonne deponiert werdenden Paketen. Noch ärgerlicher ist es jedoch, wenn der Kunde bei der Zustellung tatsächlich zuhause ist - das Paket aber trotzdem einfach im Hausflur abgestellt wird, anstatt es dem Besitzer zu geben.

Genau so ist es auch dem Münchner Heinz Jagemann kürzlich ergangen, als er die Bestellung seines Sohnes entgegennehmen wollte.

Paketbote klingelt - und haut dann ab

Der Paketbote klingelte sogar noch an der Tür - doch als Heinz Jagemann sie öffnete, war der DHL-Bote schon verschwunden. Das Paket hatte er unten im Treppenflur abgestellt und war sofort wieder in den Lieferwagen eingestiegen, um seine Tour zu vervollständigen.

Verärgert folgte Jagemann dem Zusteller zur nächsten Straßenecke und stellte ihn dort zur Rede: "Ich habe den Zusteller erreicht und ihn daraufhin angesprochenen, warum er läutet und das Paket nicht gegen Unterschrift bei mir im 2. Stock zugestellt hat, zumal sich ein nicht unerheblicher Wert darin befand", schrieb Jagemann später in seiner Beschwerde an die DHL. Die Bestellung war 400 Euro Wert.

Doch der Paketbote erwiderte nur, dass er so viel zu tun habe und es nicht anders ginge.

Passend dazu: Paketbote klingelt nie - jetzt flippt DHL-Kunde aus.

Später hatte Heinz Jagemann gleich mit dem nächsten Ärgernis zu kämpfen: Als er sein Paket online per Trackingnummer suchte, hieß es, es wäre persönlich an den Empfänger gegen Unterschrift zugestellt worden - was nicht der Fall war.

Jagemann fordert nun eine Erklärung von der DHL und überlegt sogar, Anzeige wegen Urkundenfälschung zu erstatten. Nach zwei Anrufen und einer Mail an die DHL hat sich der Sachverhalt immer noch nicht geklärt. Seit zwei Wochen hat Jagemann nun nichts mehr von dem Paketdienst gehört - der Ärger hat für ihn also bis dato noch kein Ende.

Krass: So dreist gingen Hermes-Boten mit Paketen um.

Darf der Paketbote in Ihrem Namen unterschreiben?

Einen ähnlichen Fall gab es bereits 2013 in Köln (Az. 1 RVs 191/13): Ein Paketbote unterschrieb regelmäßig auf seinem elektronischen Lesegerät im Namen der Empfänger, ohne die Pakete tatsächlich abzugeben. Das Oberlandesgericht Hamm entschied nach zwei Vorinstanzen letztendlich, dass bei einer Unterschrift auf einem digitalen Lesegerät keine Urkundenfälschung infrage kommt, weil es sich nicht hinreichend um eine menschliche Gedankenerklärung handelt. Trotzdem könne der Paketbote für die Fälschung beweiserheblicher Daten verurteilt werden, hieß es weiter.

Erfahren Sie hier, wie Paketkasten funktionieren und was ein Paketbote zu seinem Arbeitsalltag zu sagen hat.

Von Franziska Kaindl

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