Welche Mietwagen-Versicherung ist sinnvoll?

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Wenn es um die richtige Mietwagen-Versicherung geht, sind viele Verbraucher verunsichert. Sie werden mit einer Vielzahl an Versicherungspakten konfrontiert.

Doch welche davon sind wirklich sinnvoll? Lohnt es sich, eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung zu buchen? Und müssen Sie vor Ort noch eine Zusatzversicherung abschließen? Wir haben die wichtigsten Informationen zur Absicherung Ihres nächsten Mietwagens zusammengefasst.

Hier wollen wir Ihnen die verschiedenen Versicherungstypen für Mietwägen vorstellen. Jeder Mietwagen sollte über eine Vollkaskoversicherung verfügen. Diese deckt Schäden ab, welche durch selbstverschuldetes Verhalten des Fahrers entstehen. Kommt es durch Sie zu einer Beschädigung des gemieteten Fahrzeugs, springt die Versicherung ein. Preise und Leistungen dieser Leistung variieren stark. Informieren Sie sich vor Abschluss des Vertrags über die genauen Details Ihrer Versicherung. Sprechen Sie mit Ihrem Berater oder lesen Sie das Kleingedruckte. Gerade wenn es um die Höhe der Selbstbeteiligung geht, unterscheiden sich Verträge teilweise enorm.

Doch was bedeutet es eigentlich, einen Mietwagen mit oder ohne Selbstbeteiligung zu buchen? Entscheiden Sie sich für einen Mietwagen mit Selbstbeteiligung, zieht der Vermieter im Schadensfall einen vorher festgelegten Betrag, die Selbstbeteiligung, von Ihnen ein. Sie müssen sich also am Schaden beteiligen beziehungsweise dafür aufkommen. Buchen Sie hingegen ein Versicherungspaket ohne Selbstbeteiligung, verhält sich dies etwas anders. Der Vermieter zieht zunächst ebenfalls Geld von Ihnen ein, diese Summe wird Ihnen nach Ablauf einer Frist allerdings wieder gutgeschrieben. Da dieser Service für den Vermieter mit Kosten verbunden ist, sind Versicherungen ohne Selbstbeteiligung im Schnitt 12 Prozent teurer als mit Selbstbeteiligung. Wir empfehlen Ihnen dennoch, die etwas teurere Variante zu wählen und dafür auf der sicheren Seite zu sein.

Als nächstes wollen wir Ihnen die Haftpflichtversicherung vorstellen. Diese sollte für jeden Mietwagen obligatorisch sein. Die Haftpflichtversicherung deckt alle Schäden, die durch Ihre Einwirkung an anderen Gegenständen oder Personen entstehen. Diese Versicherung haftet damit nicht bei Schäden an Ihrem Fahrzeug. Da gerade durch Personenschäden sehr hohe Summen entstehen können, solle die Deckungssumme mindestens eine Millionen Euro betragen. Wenn Sie mit Ihrem Mietwagen im Ausland unterwegs sind, sollten Sie besonders achtsam sein. Hier sind die Deckungssummen häufig sehr gering oder die Versicherung wird gar nicht erst angeboten.

Gerade wenn es mit dem Wagen in „Risikogebiete“ geht, sollten Sie es in Betracht ziehen, eine Diebstahlversicherung abzuschließen. Sollte Ihr Mietwagen gestohlen werden, zahlt die Versicherung. Für Gegenstände, die sich im Fahrzeug befinden, gilt diese Regelung allerdings nicht. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Wertgegenstände immer mit ins Hotel genommen werden. Achtung: Auch bei der Diebstahlversicherung können Sie zwischen einer Selbstbeteiligung wählen. Wir empfehlen Ihnen erneut die Versicherung, welche mehr Schutz bietet.

Wenn Sie innerhalb Deutschlands unterwegs sind, können Sie über eine Insassenunfallversicherung (PAI) nachdenken. Hierbei sind sämtliche Passagiere des Mietwagens, das heißt Sie als Fahrer und Ihre Beifahrer, abgesichert. Sollte eine Person zu Schaden kommen, springt die Versicherung ein. Der Leistungsanspruch dieser Versicherung ist jedoch davon abhängig, wer den Schaden verursacht hat. So können Sonderregelungen die Zahlung einschränken.

Sie haben bereits online einen Mietwagen im Ausland gebucht, dennoch informiert Sie die Filiale über mögliche Zusatzversicherungen? Hier sollten Sie vorsichtig sein. Haben Sie die oben vorgestellten Versicherungen abgeschlossen, benötigen Sie keine weiteren Versicherungspakete. Viele Vermieter nutzen die Unwissenheit der Urlauber schamlos aus. Lassen Sie sich keine unnötigen Zusatzversicherungen andrehen.

Übrigens erlischt der Versicherungsschutz, wenn ein nicht angemeldeter Fahrer das Fahrzeug führt. Gleiches gilt für Fahrten auf unerlaubten Strecken. Sollten unter diesen Bedingungen Schäden am Mietwagen entstehen, tragen Sie diese in vollem Umfang selbst. Überlegen Sie im Vorfeld wie viele Personen als Fahrer eingetragen sein sollen. Auch die Route Ihrer Reise sollten Sie Ihrem Vermieter in etwa mitteilen. So kann es nicht passieren, dass Sie eine Grenze überfahren, die vertraglich nicht abgesichert ist. Halten Sie sich an unsere Tipps, sollte bei der Mietwagenbuchung nichts mehr schiefgehen. Wir wünschen eine gute Fahrt!

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