Nach Kündigung

Dreizehntes Monatsgehalt und Kündigung: Darf ich es behalten, wenn ich das Unternehmen verlasse?

Bald ist es wieder so weit: Einige Arbeitnehmer hierzulande bekommen ihr Weihnachtsgeld ausbezahlt. Doch was ist, wenn ich gekündigt habe? Muss ich es jetzt etwa zurückgeben?

Weihnachtsgeld ist per se nicht verpflichtend. Es gibt also rechtlich gesehen keinen Anspruch auf das 13. Monatsgehalt. Dennoch beschenken einige Arbeitgeber hierzulande ihre Mitarbeiter und belohnen sie damit für ihre geleistete Arbeit und/oder Betriebszugehörigkeit. Hat jemand allerdings gekündigt, stellt er sich oftmals die Frage, ob er dann auch noch einmal Weihnachtsgeld erhält. Oder darf sich der Arbeitgeber weigern – oder noch schlimmer: es wieder zurückverlangen?

Bei Kündigung: Muss ich Weihnachtsgeld zurückzahlen?

Pünktlich zu Weihnachten wird in vielen Unternehmen ein Extra-Bonus ausgezahlt: das Weihnachtsgeld.

Schließlich ist das 13. Monatsgehalt eine freiwillige Jahressonderzahlung des Arbeitgebers. Haben Sie sie allerdings bisher immer erhalten, gibt es hier Entwarnung: Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat bereits 2013 in einem Urteil entschieden, dass Beschäftigte, die vor dem 31. Dezember des Jahres kündigen, einen anteiligen Anspruch auf Weihnachtsgeld haben können. Das bedeutet also auch infolgedessen, dass, wer aus dem Betrieb ausscheidet, auch die Sonderzahlung behalten darf. Arbeitnehmer müssen also keine Sorgen haben, dass sie sie im Kündigungsfall zurückzahlen müssen. Allerdings muss sie versteuert werden.

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Es gibt allerdings eine Ausnahme: Es ist zuvor im Vertrag eine entsprechende wirksame Klausel vereinbart worden, erklärt Uli Meisinger, Jurist bei der Arbeitskammer des Saarlandes, gegenüber FAZ Online. Diese muss besagen, dass mit dem Weihnachtsgeld nur die Betriebszugehörigkeit belohnt wird und nicht die geleistete Arbeit. Hinzu kommt auch die sogenannte Stichtagsregelung. Diese besagt, dass der Beschäftigte Weihnachtsgeld zurückzahlen muss, wenn das Arbeitsverhältnis vor dem Stichtag bzw. der Frist beendet worden ist, die für eine Rückzahlungspflicht für Sonderzahlungen gilt.

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixabay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

Dreizehntes Monatsgehalt: Stichtagsregelung beachten

Allerdings hängt das wiederum von einigen Bedingungen ab, schreibt die Kanzlei Hasselbach auf ihrer Webseite. Bekommt er weniger als 100 Euro, kann der Arbeitgeber dieses Geld nicht zurückfordern. Das gilt auch bei einem Betrag über 100 Euro, aber weniger als einem Monatsgehalt, wenn der Arbeitnehmer am 31. März des Folgejahres noch im Unternehmen weilt. Auch dann, wenn die Kündigung bereits vorliegt. Sind es ein oder mehrere Monatsgehälter, fällt der Stichtag auf den 30. Juni. Übrigens: Grundsätzlich gilt die Rückzahlungsvereinbarung auch, wenn der Arbeitgeber aus betriebsbedingten Gründen kündigt.

Rubriklistenbild: © McPHOTO/Imago

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