Vorstellungsgespräch

Warum allen Bewerbern diese wichtige Frage gestellt wird

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Warum stellen Personaler immer wieder diese eine Frage?

Der Anzug sitzt, der Personaler lächelt Sie freundlich an, und dann kommt wieder diese eine Frage. Warum sie gestellt wird - und wie sie am Besten antworten.

Liest man sich Bewerbungsratgeber durch, könnte man meinen, Personaler seien das unkreativste Völkchen der Welt. Bewerbungsfragen scheinen sich gebetsmühlenartig immer und immer wieder zu wiederholen. Fällt den Unternehmen denn nichts Neues mehr ein? Oder welche Absicht steckt wirklich dahinter? 

Um eine Bewerbungsfrage kommen die meisten nicht herum

Die Frage nach den Stärken und Schwächen kann sicher niemand mehr hören, das haben inzwischen auch die meisten Unternehmen erkannt. Dennoch taucht eine Frage immer wieder auf - und das aus einem wichtigen Grund

"Warum bewerben Sie sich gerade bei unserem Unternehmen?" 

Weshalb diese Frage für Firmen so immens wichtig ist, weiß Bernd Schmitz, seines Zeichens Leiter des Personalmarketings beim Chemie-Konzern Bayer. Gegenüber dem Online-Portal BusinessInsider erklärt er den Hintergrund: "Das ist eine sehr offene Frage, die zeigt, was der Mensch will. Will er einfach nur einen Job, oder findet er gerade unser Arbeitsfeld hochinteressant".

Lesen Sie auch: Das sind die absoluten No-Gos im Vorstellungsgespräch.

Motivation: So sollten Sie auf die Frage antworten

Aber wie sieht nun die "richtige" Antwort auf diese Frage aus? Der Personal-Experte rät den Bewerbern, eine persönliche Geschichte zu dieser Frage zu erzählen, aus der die individuelle Motivation für die Bewerbung klar hervorgeht. "Wir wollen die Menschen kennenlernen, nicht auswendig gelernte Antwortvorschläge aus dem Internet hören", so Schmitz.

Das könne im Fall des Chemie-Konzerns etwa die Oma sein, die an Krebs gestorben ist, und man sich deshalb für die Rettung anderer Patienten einsetzen will. Ganz so dramatisch muss die Antwort sicherlich nicht bei jeder Bewerbung ausfallen. Dennoch wollen Personaler mit dieser Frage herausfinden, wie viel Herzblut der Bewerber wohl in den Job steckt. Eine gute Vorbereitung auf diese Frage ist deshalb vor jedem Bewerbungsgespräch Pflicht.

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Oft sind gar nicht die Fragen der Personaler entscheidend. Viel wichtiger sind die eigenen Fragen, die Sie im Vorstellungsgespräch stellen. Erfahren Sie außerdem, welchen Fehler fast jeder im Jobinterview macht. Übrigens: Alles, was Sie über die Bewerbung wissen müssen, erfahren Sie hier.

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © Simona Asam
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © Simona Asam
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © Simona Asam
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © Si mona Asam
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © Simona Asam
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © Simona Asam
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © Simona Asam
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © Simona Asam
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © Simona A sam
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © Simona Asam

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