Vorstellungsgespräch

An diesen Formulierungen erkennen Personaler, dass Sie lügen

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Erfahrene Personaler erkennen recht schnell, ob Sie im Vorstellungsgespräch die Wahrheit sagen oder lügen.

Bewerber müssen sich im Vorstellungsgespräch von ihrer besten Seite zeigen. Doch wer denkt, ein bisschen flunkern zu können, unterschätzt Personaler gewaltig.

Im letzten Job ist es für Martin nicht sonderlich gut gelaufen: Mit dem Chef lag er ständig im Streit, die Quartalszahlen gingen unter seiner Verantwortung nach unten. Seinem Rauswurf wollte er deshalb lieber zuvor kommen und kündigte von sich aus. Doch was soll er nun sagen, wenn er im Vorstellungsgespräch nach seine Erfolgen gefragt wird? Soll er die Wahrheit sagen und damit eine Absage riskieren - oder lieber ein bisschen flunkern?

Wenn Bewerber lügen, erzählen sie sehr allgemein

Lügen sind im Vorstellungsgespräch keine gute Idee, denn erfahrene Personaler erkennen an bestimmten Formulierungen relativ gut, ob Bewerber die Wahrheit sagen - oder die Realität beschönigen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Blogs Leadership IQ von Karriere-Experte und Bestseller-Autor Mark Murphy. Demnach bewerten Personalverantwortliche Antworten, die sehr allgemein formuliert werden, als tendenziell unwahr. Beantworten Bewerber eine Frage dagegen sehr spezifisch, wirken sie überzeugend.

Das hat folgenden Grund: High Performer, die in ihrem alten Job richtig gut waren, lügen aller Wahrscheinlichkeit nach weniger - schließlich haben sie gar keinen Grund dazu. Und diese können wesentlich mehr Details und Beispiele nennen, in denen sie erfolgreich waren.   

Lesen Sie auch: Diese Fehler sind im Bewerbungsgespräch fatal.

Vorstellungsgespräch: Personalpronomen geben Hinweis auf Wahrheit oder Lüge

Ein zweiter Hinweis auf Lügen können die Personalpronomen sein, die der Bewerber verwendet, wenn er über ein Projekt spricht: Spricht er in der ersten Person - "ich", "wir" - (zum Beispiel: "Ich habe im Jahr 2015 die Verkaufszahlen um 34 Prozent steigern können"), zeigt dies tendenziell, dass er diese Erfahrung auch wirklich gemacht hat. 

Erfindet ein erfolgloser Bewerber dagegen ein Erlebnis, spricht er der Studie nach oft in der zweiten oder dritten Person ("Du steigerst / Man steigert die Follower-Zahlen, in dem du / man dieses und jenes machst / macht"). Diese Ausdrucksweise hat psychologisch Ursachen: Der Lügner will sich selbst von seinen Aussagen distanzieren und redet deshalb auch in gewisser Weise distanziert über sich. 

Außerdem neigen erfolglose Menschen auch dazu,mehr Adverbien wie "sehr", "wirklich", zu benutzen, um ihre Vergangenheit zu beschönigen ("Ich hatte sehr oft großartige Ideen"), während High Performer ganz simpel und schnörkellos von ihren Erfolgen erzählen. Das wissen geschulte Personaler natürlich - und achten auf solche Signale.

Mehr dazu: Lügen im Lebenslauf: Diese Tricks kennt jeder Personaler.

Außerdem:  Zehn Fehler, die Sie bei der Jobsuche unprofessionell wirken lassen.

Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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