Vorstellungsgespräch

Nach dem Vorstellungsgespräch sollten Sie dem Unternehmen eine Mail schreiben

Sich zu bewerben ist immer aufregend – wenn ein Vorstellungsgespräch ansteht, hat die Bewerbung überzeugt. Danach sollten Sie noch eine Mail schreiben.

Wenn Sie Bewerbungen schreiben, dann kann von der Stellensuche bis zum möglichen Vorstellungsgespräch viel Zeit vergehen. Sie müssen Ihren Lebenslauf anpassen, ein Anschreiben formulieren und gegebenenfalls eine Online-Maske auf der Webseite des Unternehmens für Ihre Bewerbung ausfüllen. Dann ist erst einmal warten angesagt – bis es im Idealfall zu einem Vorstellungsgespräch kommt. Dabei kann es allerdings nicht nur auf Ihr Auftreten bei dem Gespräch ankommen, sondern auch darauf, wie Sie sich danach verhalten. Mit einer E-Mail bekräftigen Sie beispielsweise noch einmal Ihr Interesse an dem Job.

Nach dem Vorstellungsgespräch sollten Sie eine Mail schreiben – das bekräftigt Ihr Interesse an dem Job.

Die Dankes-Mail nach einem Vorstellungsgespräch kann wertvoll sein

Stellen Sie sich vor, Sie hätten gerade ein positives Vorstellungsgespräch gehabt, Sie wünschen sich, diese Stelle antreten zu können und haben da vielleicht auch schon eine Nacht drüber geschlafen. Dann kann es sinnvoll sein, dass Sie eine Mail an die Personalerin oder den Personaler bzw. Ihren Kontakt für die Vermittlung des Vorstellungsgesprächs schicken. Job-Expertinnen und -Experten haben dem US-amerikanischen Portal Businessinsider Ihre Einschätzung verraten, warum der Kontakt nach dem Vorstellungsgespräch wichtig ist.

  • Die Jobsuche ist wie Dating, wenn Sie auf ein Date gehen und Ihnen gefällt es, dann melden Sie sich danach auch zurück, teilt Businessinder die Einschätzung von Julia Firestone, der Gründerin eines Coaching-Unternehmens. Damit drücke man unter anderem Dankbarkeit für die Zeit, die Personalerinnen und Personaler sich für das Gespräch genommen haben, aus.
  • Sie machen noch einmal auf sich aufmerksam und stechen mit einer Nachricht aus der Masse hervor. Damit bringen Sie sich und Ihre Bewerbung nach vorne und schinden Eindruck bei den Personalerinnen und Personalern.
  • Sie setzen mit einer Nachricht Ihre Kommunikationsfähigkeit unter Beweis und können, wenn Sie noch einmal auf das Gespräch eingehen, ebenfalls noch einmal den Fokus auf Ihre Fähigkeiten legen und wie Sie die ausgeschriebene Stelle passen.
  • Ebenfalls bekräftigen Sie noch einmal Ihr Interesse, die ausgeschriebene Stelle antreten zu wollen. Ken Coleman, ein Karriereexperte, sagt, dass Sie mit einer Nachricht positiv auffallen und Ihre Bewerbung eventuell eher beachtet wird – mit einer Nachricht drücken Sie Ihre Professionalität aus, berichtet Coleman.

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

Viele Personalerinnen und Personaler erwarten, laut der Einschätzung von den Expertinnen und Experten, keine Nachricht. Wenn Sie allerdings eine kurze Nachricht schicken, dann kann dies positiv auffallen. Sollten Sie keine Antwort darauf erhalten, dann sei dies auch ein Zeichen darauf, wie das Unternehmen kommuniziere. Es zeige mögliche Werte und Kapazitäten auf – auch das könne bei der Entscheidung helfen, in welche Art Unternehmen man arbeiten will.

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Wann sollten Sie sich nach dem Vorstellungsgespräch melden?

Wenn Sie nahbar und authentisch bleiben wollen, dann sollten Sie Ihrem Hauptansprechpartner innerhalb von 48 Stunden eine Nachricht zukommen lassen, wie das Portal Karrierebibel mitteilt. Achten Sie allgemein darauf, dass Sie in Ihrer Mail die direkte Anrede benutzen und Individualität zeigen. Beispielsweise können Sie auf bestimmte Ereignisse oder Erfahrungen aus dem Vorstellungsgespräch eingehen. Das kann die angenehme Atmosphäre sein oder die eindrucksvollen Einblicke in das Unternehmen. Zeigen Sie sich interessiert und fragen Sie nach, wie das Auswahlverfahren weitergeht.

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Rubriklistenbild: ©  Antonio Guillem/Imago

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