Nebeneinkommen

Minijob: Verdienstgrenze wird im Oktober erhöht

Ab Oktober dürfen Sie bei Ihrem Minijob mehr verdienen. Die Verdienstgrenze wird auf 520 Euro gehoben. Künftig orientiert sich die Verdienstgrenze am Mindestlohn.

Zum 01. Oktober 2022 wird der Mindestlohn in Deutschland auf 12 Euro angehoben. Gleichzeitig gibt es auch Änderungen für Minijobs. Wie die aussehen und was Sie beachten müssen, wenn Sie einen Minijob haben, erfahren Sie hier.

Ab Oktober 2022 dürfen Sie in Ihrem Minijob 520 Euro im Monat verdienen.

Was ist eigentlich ein Minijob?

Bei einem Minijob arbeiten Sie monatlich einen bestimmten Stundensatz, insgesamt liegen Sie mit Ihrer Beschäftigung unter einem bestimmten Satz, der unter der Geringfügigkeitsgrenze liegt. Bis zum 30. September liegt der Satz bei 450 Euro. Im Oktober wird dieser auf 520 Euro angehoben, Sie dürfen in Ihrem Minijob also mehr verdienen. Die Anhebung der Geringfügigkeitsgrenze ist eine direkte Folge der Erhöhung des Mindestlohns. Die Deutsche Rentenversicherung begründet die Erhöhung auf ihrer Webseite: „Damit soll Minijobbern eine Beschäftigung mit Mindestlohnvergütung bis zu 10 Wochenstunden ermöglicht werden. Zukünftige Mindestlohnerhöhungen führen automatisch zu einer entsprechenden Erhöhung der Geringfügigkeitsgrenze.“ Weiter heißt es, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einem Minijob nachgehen, dann nicht mehr ihre Arbeitsstunden herunterschrauben müssten, um unter der Geringfügigkeitsgrenze zu bleiben.

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Überschreitung der Geringfügigkeitsgrenze

Sollten Sie die Vorteile des Minijobs behalten wollen, dann achten Sie darauf, dass Sie die Geringfügigkeitsgrenze nicht regelmäßig überschreiten. Wenn Sie die Grenze gelegentlich überschreiten, dann sollte das kein größeres Problem darstellen, in den Geringfügigkeitsrichtlinien der Deutschen Rentenversicherung heißt es, dass eine gelegentliche Verdopplung (1.040 Euro) der Geringfügigkeitsgrenze nicht zum Verlust des Status führt. Als gelegentlich gilt hier die Überschreitung von bis zu zwei Monatsverdiensten innerhalb eines Zeitjahres.

Was ändert sich für Rentner mit Minijob?

Wenn Sie bereits Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten, dann betrifft Sie die Änderung nur geringfügig. Sie dürfen ab Oktober auch 520 Euro verdienen, allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie im Jahr nur 6.300 Euro dazuverdienen dürfen, ohne, dass das auf Ihre Rente angerechnet wird. 520 Euro mal 12 Monate ergibt 6.240 Euro – das stellt für Sie also kein Problem dar. Die Rentenversicherung ergänzt, dass die Höhe des monatlichen Verdiensts nicht ausschlaggebend ist, sofern Sie täglich nicht mehr als drei oder wöchentlich nicht mehr als fünfzehn Stunden arbeiten.

Gehalt: Bei welchen Jobs Sie gut verdienen können

Das Durchschnittsgehalt in Deutschland beträgt 51.009 Euro brutto im Jahr.
Das Durchschnittsgehalt in Deutschland beträgt 51.009 Euro brutto im Jahr. Das Jahresmediangehalt (Mittelwert) liegt bei 44.074 Euro brutto. Das zeigt der gemeinsame Gehaltsreport 2022 der Portale Gehalt.de und Stepstone.de, für die mehr als 600.000 Gehaltsdaten analysiert wurden.  © IMAGO
Frauen verdienen jährlich 40.533 Euro brutto im Median, Männer 47.320 Euro brutto.
Frauen verdienen jährlich 40.533 Euro brutto im Median, Männer 47.320 Euro brutto. © Andrey Popov/Imago/Panthermedia
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Personalverantwortung wird belohnt: Das Gehalt von Führungskräften liegt bei 86.349 Euro brutto im Jahr, während Fachkräfte ohne Personalverantwortung im Median 43.628 Euro brutto verdienen. © IMAGO/donfiore
Das Ranking der Großstädte dominiert Frankfurt am Main mit 54.100 Euro. Es folgen München (53.900 Euro) und Stuttgart (53.600 Euro).
Das Ranking der Großstädte dominiert Frankfurt am Main mit 54.100 Euro. Es folgen München (53.900 Euro) und Stuttgart (53.600 Euro).  © Monika Skolimowska/dpa
Geldscheine. Der Gehaltsreport 2022 zeigt, wo Sie aktuell die besten Chancen auf ein gutes Gehalt haben.
Der Gehaltsreport 2022 zeigt, wo Sie aktuell die besten Chancen auf ein gutes Gehalt haben.  © Robert Michael/dpa
In Hessen liegt das Durchschnittsmediangehalt mit 47.840 Euro deutschlandweit am höchsten.
In Hessen liegt das Durchschnittsmediangehalt mit 47.840 Euro deutschlandweit am höchsten. Auf Platz 2 folgt Baden-Württemberg mit 47.806 Euro, Bayern landet auf dem dritten Platz (46.800 Euro).  © Lutz Wallroth/Imago
Der bestbezahlte Beruf in Deutschland kommt wie schon in den letzten Jahren aus der Berufsgruppe der Akademiker. Ärztinnen und Ärzte gehören mit einem Gehalt von 78.317 Euro im Median (Mittelwert) zu den Spitzenverdienern.
Der bestbezahlte Beruf in Deutschland kommt wie schon in den letzten Jahren aus der Berufsgruppe der Akademiker. Ärztinnen und Ärzte gehören mit einem Gehalt von 78.317 Euro im Median (Mittelwert) zu den Spitzenverdienern.  © IMAGO / YAY Images
Auf Platz zwei folgen Mitarbeitende im Vertrieb (zum Beispiel Key Account Management), die vor allem durch flexible Gehaltsbestandteile wie Boni im oberen Bereich des Rankings landen.
Auf Platz zwei folgen Mitarbeitende im Vertrieb (zum Beispiel Key Account Management), die vor allem durch flexible Gehaltsbestandteile wie Boni im oberen Bereich des Rankings landen. Ein Gehalt von 62.379 Euro Euro im Median (Mittelwert) kann sich hier durchaus sehen lassen.  © Katarina Premfors/Imago
Auch Unternehmensberater werden top entlohnt
Auch Unternehmensberater werden top entlohnt und landen dem Ranking zufolge auf Platz 3 – mit einem Gehalt von 62.119 Euro im Median (Mittelwert). © Thomas Trutschel/photothek/Imago
Bei den Berufen ohne akademische Ausbildung verdienen Finanzexpert/innen am besten: Ihnen winkt ein Jahresgehalt von 43.175 Euro brutto im Median, gefolgt von IT-Expert/innen (42.758 Euro) und Personaler/innen (42.011 Euro).
Bei den Berufen ohne akademische Ausbildung verdienen Finanzexpert/innen am besten: Ihnen winkt ein Jahresgehalt von 43.175 Euro brutto im Median, gefolgt von IT-Expert/innen (42.758 Euro) und Personaler/innen (42.011 Euro).  © Arno Burgi/dpa
Zu den bestbezahlten Branchen in Deutschland gehört laut des Gehaltsreports die Halbleiterbranche
Zu den bestbezahlten Branchen in Deutschland gehören laut des Gehaltsreports die Halbleiterbranche mit 62.963 Euro Jahresgehalt brutto (Median), der Bereich Biotechnologie mit 61.542 Euro brutto (Median) sowie Banken mit 58.341 Euro brutto im Median. © Kay Nietfeld/dpa
Der Einzelhandel schneidet dagegen mit 32.000 bis 35.000 Euro jährlich verhältnismäßig schlecht ab.
Der Einzelhandel schneidet dagegen mit 32.000 bis 35.000 Euro jährlich verhältnismäßig schlecht ab. Auch in Hotels und Gaststätten (31.2000 Euro) sowie in Callcentern (28.916 Euro) erwartet Mitarbeiter die niedrigsten Gehälter über alle Branchen hinweg. © Malte Christians/dpa

Was passiert, wenn Sie regelmäßig mehr als 520 Euro verdienen?

Wenn Sie ab Oktober mehr als 520 Euro verdienen, dann gehen Sie keinem Minijob mehr nach. Das bedeutet, Sie sind sozialversicherungspflichtig. Sollten Sie zwischen 520 und 1.600 Euro im Monat verdienen, dann haben Sie einen Midijob. Die Höhe des Sozialversicherungsbeitrags orientiert sich an der Verdiensthöhe. Sollten Sie nur knapp einen Midijob haben, dann liegt der Beitrag bei null Euro, sollten Sie sich an der oberen Grenze befinden, dann kommt ein voller Beitragsanteil auf Sie zu, wie die Deutsche Rentenversicherung berichtet.

Rubriklistenbild: © Lobeca/Imago

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