Die eigene Einstellung hinterfragen

Unzufrieden im Job? In diesem Fall sollten Sie trotzdem nicht kündigen

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Wer nicht aus dem Bett kommt, weil die Motivation zum Arbeiten fehlt, denkt nicht selten schon über eine Kündigung nach.

Unzufriedenheit im Beruf ist für viele ein Kündigungsgrund. In einem ganz bestimmten Fall lösen Sie dieses Problem mit einem Jobwechsel allerdings nicht.

  • Die Gründe für eine Kündigung sind meist sehr verschieden.
  • Wer unglücklich im Beruf ist, lässt sich leicht zu einem solchen Schritt hinreißen.
  • Eine Kündigung ist aber nicht immer die richtige Lösung.

Viele haben es schwer die nötige Motivation zu finden, um tagtäglich den Aufgaben im Job nachzugehen – und oft hat das ganz verschiedene Gründe. Je nachdem was einem die Freude am Beruf entzieht, kann eine Kündigung oft die Lösung des Problems sein. In einigen Fällen ändert sie aber nichts an der Unzufriedenheit und das sollten Sie stets erkennen, bevor es zu spät ist.

Wann ist es sinnvoll zu kündigen?

Zu den wahrscheinlich häufigsten Kündigungsgründen zählen eine Über- oder Unterforderung. Die einen kommen mit der Menge und Schwierigkeit ihrer Aufgaben gar nicht zurecht, während andere sich mehrere Stunden am Tag förmlich langweilen. Beide Szenarien zeigen gute Gründe auf, der eigenen Selbstverwirklichung in einem anderen Job nachzugehen.

Ebenfalls ein Klassiker: die nervigen Kollegen* oder der anstrengende Chef. Wenn versöhnliche Gespräche nichts helfen und ein interner Abteilungswechsel keine Option ist, dann läuft es auch in diesen Fällen häufig auf eine Kündigung hinaus.

Weitere Hinweise, dass ein Jobwechsel angebracht ist, sind beispielsweise gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Arbeit*. Wer außerdem gar keinen Spaß an seinen tagtäglichen Aufgaben hat, sollte sich fragen, ob man nicht vielleicht sogar die falsche Branche gewählt hat.

Lesen Sie auch: Darum sollten Sie ohne Plan B Ihren Job kündigen.

In diesem Fall ist eine Kündigung nicht der richtige Weg

Eine Kündigung muss allerdings nicht immer des Rätsels Lösung sein. Im Gespräch mit dem Business Insider verrät die Wirtschaftspsychologin Mahsa Amoudadashi, dass man in einem Fall gar davon absehen sollte: Sofern Sie feststellen, dass Ihre Unzufriedenheit einer negativen Grundeinstellung geschuldet ist, muss ein Wechsel des Denkens und nicht des Jobs stattfinden.

Auch interessant: Kündigung schreiben - Wie kündige ich meinen Arbeitsvertrag?

Um der Ursache, weshalb Sie unglücklich sind, auf den Grund zu gehen, sollten Sie eben jene Unzufriedenheit hinterfragen: Was löst sie aus? Sind es die Leute um einen herum? Ist es der Druck in der Arbeit oder machen die Aufgaben keinen Spaß mehr? Lautet die Antwort, dass eigentlich alles in Ordnung ist, dann ist es womöglich die Grundeinstellung, an der man arbeiten muss – denn diese ändert sich auch im neuen Job nicht.

Erfahren Sie mehr: Kündigung wegen Krankheit - In diesen Fällen darf Ihr Chef Sie feuern.

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Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie Ihren Job hassen

Nervige Kollegen, ein mieser Chef oder undankbare Aufgaben: Wer seinen Job hasst, der muss laut Wissenschaftlern früher oder später mit gesundheitlichen Folgen rechnen. Der Grund: Verhasste Jobs lösen Stress aus.
Nervige Kollegen, ein mieser Chef oder undankbare Aufgaben: Wer seinen Job hasst, der muss laut Wissenschaftlern früher oder später mit gesundheitlichen Folgen rechnen. Der Grund: Verhasste Jobs lösen Stress aus. © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa
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Erhöhter Stress sorgt laut US-Psychologin Monique Reynolds dafür, dass sich bestehende psychische Krankheiten verschlimmern: "Bei jemanden, der sich viele Sorgen macht und in einem negativen Umfeld arbeitet, überschreiten diese Sorgen dann oft die Grenze zu einer psychischen Krankheit." © Oliver Berg/dpa
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Sie sind ständig müde? Auch das kann bereits ein Warnsignal Ihres Körpers sein. Das Ganze münde in einen Teufelskreis, so US-Psychologe Jeffrey Pfeffer: "Man ist überfordert, weil man zu lange arbeitet und man arbeitet zu lange, weil man überfordert ist." © Friso Gentsch/dpa
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