Kommunikation im Job

Sieben Wörter, die erfolgreiche Menschen nie sagen würden

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Um sich im Job durchzusetzen, vermeiden erfolgreiche Menschen bestimmte Wörter.

Die richtige Kommunikation beeinflusst Karrieren ungemein. Erfolgreiche Menschen wissen um die Kraft bestimmter Wörter und lassen manche davon lieber ganz weg.

Worte können sehr mächtig sein. Wer gut mit ihnen umgeht, kann es in der Berufswelt weit bringen. Wer aber nicht die richtigen Worte findet, oder gar die "falschen" benutzt, redet sich auch schnell ins Aus. Erfolgreiche Menschen wissen um diesen Einfluss und vermeiden deshalb bestimmte Wörter, die ihnen im Job schaden könnten.

Anwältin und Strategin Avery Blank hat im US-Magazin Forbes eine Liste an Wörtern veröffentlicht, die erfolgreiche, mächtige Menschen vermeiden oder sogar nie sagen, um ihrer Aussagen nicht ungewollt abzuschwächen.

1. "Nur" (Schutzwörter)

Das Wörtchen "nur" setzt den Inhalt des Gesagten herab, es macht ihn "kleiner", als er wirklich ist. Ein ähnlicher Effekt, wie wenn sie mit hängenden Schultern etwas vortragen.  Es ist ein Schutzwort, das den Inhalt abschwächt. 

Wenn Sie zum Beispiel am Telefon sagen: "Ich melde mich nur, weil wir über mein Thema sprechen wollten", dann spielen Sie die Wichtigkeit Ihres Anliegens herunter. "Lassen Sie nichts unwichtig erscheinen, was Ihnen wichtig ist", schreibt die Autorin -  schließlich stecken Sie Zeit und Energie in Ihre Arbeit. "Das kann passiv-aggressiv wirken, was wiederum ihre Autorität verringert und Ressentiments schürt. 

2. "Sehr", "absolut", "total" (Dramatisierende Wörter)

Auch, wenn sie es anders empfinden: Wörter wie "sehr", "absolut" oder "total" tragen nicht dazu bei, den Inhalt ihrer Aussage aufzuwerten. Ob sie nun "Ich freue mich" oder "Ich freue mich total" sagen, spielt keine Rolle. Solche Adverbien oder Adjektive sind schlicht überflüssig und dramatisieren nur künstlich

Lassen Sie sie besser weg, denn je weniger Wörter Sie in einem Satz verwenden, desto besser werden die gesagten Worte von anderen wahrgenommen.

Mehr dazu: Kommunikation im Job - Diese vier Skills sollte jeder beherrschen.

3. "Ich denke / glaube" oder "wohl" (Schutzwörter)

Genau wie "nur" sind auch "Ich denke" oder "wohl sogenannte Schutzwörter: Sie schmälern Ihre Aussagen. Wenn Sie Ihren Satz mit "Ich denke, dass..." beginnen, wollen Sie sich vor Angriffen schützen. Wenn sie tatsächlich falsch liegen, haben sie ja schließlich nur gesagt, was sie glauben. 

Das fatale daran: Diese Schutzwörter untergraben Ihre Autorität. Wenn Sie sich den Respekt anderer verdienen möchten, müssen Sie Ihre Einschätzung frei heraus sagen - auch wenn die Gegenseite vielleicht anderer Meinung ist.

4. "Ich versuch's" und "Machen Sie sich keine Sorgen / Gedanken deswegen" (Fähigkeitswörter)

"Ich versuch es bis Ende der Woche zu schaffen" - kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? Damit zeigen Sie Ihrem Chef lediglich, dass Sie von Ihren Fähigkeiten nicht überzeugt sind oder dass Ihnen Selbstvertrauen fehlt. Streichen Sie diesen Satz am besten ganz aus Ihrem Wortschatz - denn etwas zu machen impliziert ja bereits, dass sie es versuchen. 

Das gegenteil von zu wenig Selbstvertrauen zeigen sie, wenn Sie "Machen sie sich keine Sorgen" sagen. Denn damit erniedrigen Sie Ihren Gegenüber. "Führungskräfte ermächtigen andere, statt ihnen Macht zu entziehen", schreibt Blank weiter.

5. "Tut mir leid" (Entschuldigungen)

Entschuldigungen wie "Es tut mir leid" sollten sie besser sparsam einsetzen, denn je öfter sie es sagen, desto weniger Wert haben Sie, so die Expertin: "Verwenden Sie es nur für die Fälle, an denen Sie wirklich Schuld haben, und nicht für Dinge, die außerhalb ihres Einflusses passiert sind." 

Wenn Sie zum Beispiel zu einem Meeting zu spät kommen, weil es einen Autounfall auf Ihrer Strecke gab, können Sie dies zwar so mitteilen - aber sparen Sie sich die Entschuldigung. Schließlich können Sie nichts dafür. 

6. "wie", "was auch immer", "et cetera", "und so weiter und so fort" (Füllwörter)

Reduzieren Sie Phrasen wie "was auch immer" oder "und so weiter" auf ein Minimum. Sie sind lediglich Füllwörter, die Menschen Zeit geben, über das nachzudenken, was sie als nächstes sagen wollen. Dabei verwässern sie jedoch den Inhalt. Nehmen Sie sich also besser Zeit, einen Gedanken richtig zu formulieren, statt ihn mit unnötigem Geschwafel aufzuweichen. 

7. "tatsächlich" und "offensichtlich" (Überlegenheitswörter)

Wer Wörter wie "tatsächlich" oder "offensichtlich" benutzt, unterstellt anderen indirekt, dass die Person ein Problem nicht versteht. Oder im Gegenteil, dass Sie etwas nicht verstehen, aber der Andere schon. Doch Blank warnt ausdrücklich davor, diese Überlegenheitswörter zu benutzen: "Annahmen über die Ebenen des Verstehens anderer Menschen zu machen zeigt Ihren Mangel an Verständnis und kann andere ärgern oder frustrieren und dazu führen, dass Menschen Sie nicht respektieren." 

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Von Andrea Stettner

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