36 Grad und es wird noch heißer

Hitzefrei in Arbeit und Schule: Das sollten Sie wissen

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Wann bekommen Schüler und Arbeitnehmer eigentlich hitzefrei?

Wer bekommt eigentlich Hitzefrei? Nur Schüler? Oder auch Arbeitnehmer im Büro? Hier erfahren Sie alles zu den Regelungen.

Der Sommer ist da, das Thermometer klettert in die Höhe. Da kann es auch im Büro oder der Schule ganz schön heiß werden. Hitzefrei kennen wir noch aus Kindertagen, doch gilt das auch für Arbeitnehmer? Und ab welchen Temperaturen muss die Schule oder der Arbeitgeber Hitzefrei eigentlich erlauben?

Alle wichtigen Infos rund um Hitzefrei lesen Sie hier im Überblick:

Was ist Hitzefrei genau?

Ist es sehr heiß draußen, können Schüler aber auch selten Arbeitnehmern in den Genuss von Hitzefrei kommen. Dies bedeutet konkret einen Ausfall von Schulstunden, also verkürzter Unterricht oder kürzere Arbeitszeiten während der Arbeit. Bei hohen Außentemperaturen gibt es dann einen Hitzeplan, der vorsieht, ab welchen Temperaturen die herkömmliche Arbeitszeit nicht mehr zumutbar ist.

Lesen Sie hier: Hitze im Büro: Deshalb sollten Sie nie Ventilatoren nutzen.

Warum gibt es Hitzefrei?

Große Hitze kann die Produktivität beeinflussen und sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Sie bewirkt Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und manchmal sogar Bewusstlosigkeit. Daher ist ab einer bestimmten Temperatur das Arbeiten sowohl geistiger als auch körperlicher Art nicht mehr zumutbar.

Wer bekommt Hitzefrei im Büro und in der Schule?

In allen Bundesländern gilt: Hitzefrei bekommen hauptsächlich Schüler an Grund-, Mittel- und Oberschulen, wenn die Temperaturen über eine bestimmte Grenze klettern. Diese Grenzen liegt im Ermessen der Schulleitung. Dabei kann auch entschieden werden, ob bestimmte Klassen vom Hitzefrei ausgeschlossen werden, wenn sie beispielsweise in den späteren Schulstunden noch eine Klausur oder ähnliches schreiben müssen.

In Büros gibt es keine konkrete Regelung diesbezüglich. Auf dem Portal Arbeitsrechte.de heißt es, dass ab einer bestimmten Temperatur in einem Arbeits- oder Sozialraum unter gewissen Umständen von keinem Mitarbeiter mehr verlangt werden könne, sich dort zu Arbeitszwecken aufzuhalten. Der Arbeitgeber ist dann dafür zuständig, für ausreichend Abkühlung durch Jalousien, kühle Getränke oder eine Klimaanlage zu sorgen.

Wer entscheidet über Hitzefrei in der Schule?

Die Gewährung von Hitzefrei in Schulen liegt im Ermessen und Verantwortungsbereich der jeweiligen Schulleitung. Schätzt diese die Hitze als so groß ein, dass der Schulunterricht nicht fortgesetzt werden kann, kann sie Hitzefrei geben.

Wer entscheidet über Hitzefrei im Büro und der Arbeit?

Im Büro und auf der Arbeit entscheidet der Arbeitgeber darüber, ab welchen Graden die Arbeitszeit verkürzt werden kann. Dabei geht es im Büro vor allem darum, ob die Innentemperatur angemessen ist, der Arbeitnehmer also im Büro ohne größere Probleme seiner Arbeit nachgehen kann. Bei Arbeiten in der Hitze draußen müssen ausreichend Getränke und Möglichkeiten gegeben sein, im Schatten unterzukommen.

Wann gibt es Hitzefrei?

Hierbei gelten für das Büro und die Schule unterschiedliche Regelungen. Laut dem Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen werde je nach Temperatur entschieden, ob Hitzefrei gegeben wird. "Anhaltspunkt ist eine Raumtemperatur von mehr als 27° C. Bei weniger als 25° C ist Hitzefrei nicht zulässig", heißt es auf der Website.

Wie Merkur.de zum Thema Hitzefrei in Bayern berichtete, gebe es keine gesetzliche oder sonstige rechtsverbindliche Regelung, wonach den Schülerinnen und Schülern ab einer bestimmten Temperatur oder anderen Voraussetzungen hitzefrei bekämen.

Die Regelungen bezüglich Hitzefrei unterscheiden sich allerdings je nach Bundesland. Grundsätzlich ist dabei übergreifend wichtig, dass Erziehungsberechtigte sowie Schüler angemessen über die Vorgehensweise bei Hitzefrei informiert werden müssen.

In Büros und auf der Arbeit sieht es in puncto Hitzefrei ähnlich aus. Wird es zu heiß und der Arbeitgeber kann nicht mehr für ausreichend Abkühlung in den Büroräumen sorgen, muss er seine Mitarbeiter nachhause schicken. Laut Arbeitsrechte.de heißt es: "Die Arbeitsstättenverordnung schreibt vor, dass die Raumtemperatur nicht über 26 Grad steigen sollte, um Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden. Erklimmt sie einen Wert von 30 Grad und mehr, ist der Chef dazu verpflichtet, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um den Arbeitnehmer zu schützen.

sca

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Kurze Hosen gehen gar nicht - weder die Länge, noch die zur Schau gestellte Haut oder Beinbehaarung bei Männern. Personal-Shopperin Mischa Oexle aus München empfiehlt  als Alternative leichte Chino-Hosen. (Quelle: noz.de) © pixabay
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Wenn Sie einen Anzug tragen, dann bitte auch im Sommer niemals in der Farbe Weiß. Laut Stilberaterin Bettina Geißler kann der Anzug im Sommer aber durchaus etwas heller sein als sonst (Quelle: sueddeutsche.de). © pixabay
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Auch bei langen Kleidern und Röcken sollte nie nackte Haut hervorblitzen. Tragen Sie deshalb auch im Sommer immer Feinstrumpfhosen. © iStock / g-stockstudio
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