Klüger, beliebter, erfolgreicher

Darum sind Sie als Einzelkind im Job besser als die anderen

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Einzelkinder sind erfolgreicher, klüger und beliebter - doch stimmt das wirklich?

Einzelkinder haben meist keinen guten Ruf: Sie gelten oft als egoistisch und verwöhnt. Dabei sind sie Kindern mit Geschwistern in vielem weit voraus.

Haben es Einzelkinder schwerer im Leben? Das glaubt zumindest so manches Elternpaar – wie soll der Nachwuchs sonst ein gesundes Sozialverhalten erlernen? Nur wer Geschwister hat, weiß schließlich, was es heißt, Kompromisse zu machen.

Einzelkinder dagegen gelten oft als verwöhnt und egoistisch – schließlich gehen viele davon aus, dass Eltern doch ihre ganze Zeit und Liebe nur in den einen Sprössling stecken. Zumindest haftet dieses Vorurteil Einzelkindern schon seit langem an – auch wenn es sich oftmals als Irrtum erweist.

Einzelkinder sind später erfolgreicher im Job - aber haben Pech in der Liebe

Doch für Kinder-Psychologen steht fest, dass es sehr wohl einen Unterschied zwischen Einzel- und Geschwisterkindern gibt. So wollen Studien laut Huffington Post herausgefunden haben, dass Einzelkinder später schneller Karriere machen – aber dafür im Privatbereich weniger Glück haben als Personen, die Geschwister haben. So sollen sich am Ende sogar Einzelkinder viel öfter scheiden lassen.

Die verschiedenen Verhaltensweisen würden sogar Gehirnscans zeigen. Zumindest behauptet das ein Forscherteam um den Psychologen Jiang Qiu von der Southwest University in Chongquing, China. Dort wurden die Gehirne von 250 Studenten untersucht und analysiert. Zusätzlich mussten die Probanden verschiedene Tests in den Bereichen Intelligenz, Kreativität und Verhalten durchlaufen.

Das überraschende Ergebnis stützt die Thesen anderer Studien: Einzelkinder sind intelligenter und kreativer als Geschwisterkinder – aber gleichzeitig auch anfälliger für Eigenschaften wie Abhängigkeit und Egoismus.

So sollen sich besonders die Gehirnareale unterschieden haben, die für Flexibilität und Vorstellungskraft zuständig sind. Doch auch die Hirnregionen, welche die Gefühlskontrolle regeln, waren angeblich anders aufgebaut.

Einzelkinder: Gehirnstrukturen anders als bei Geschwisterkindern

Und damit würde die Studie wiederum dem Klischee des einsamen Egoisten entsprechen. "Diese Ergebnisse legen nahe, dass das Familienumfeld eine große Rolle in der Entwicklung des Verhaltens und der Gehirnstruktur von Individuen führt", bestätigen die Wissenschaftler.

Sie gehen davon aus, dass die volle Konzentration auf dem Einzelkind liegt – einerseits würde dieses dadurch besser gefördert, aber andererseits stände es ebenfalls unter großem Leistungsdruck. Und zeigen daher auch in einer Gemeinschaft ein größeres Konkurrenzdenken und –verhalten auf.

Dadurch seien Einzelkinder auch ehrgeiziger – und folglich auch erfolgreicher im Beruf. Sogar innerhalb der Geschwisterfolge soll dieser Unterschied schon bemerkbar und Erstgeborene oftmals klüger als die jüngeren Geschwister sein. Die Vermutung dahinter: Erstgeborene leben die ersten Jahre ebenfalls meist als Einzelkinder.

Sind Einzelkinder egoistischer? Ein Psychologe hält dagegen

Doch was das Sozialverhalten von Kindern angeht, sind Experten gespaltener Meinung. So erklärte der Münchner Entwicklungspsychologe Hartmut Kasten vor zwei Jahren gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass Einzelkinder oftmals beliebter in Gruppen seien.

Der Grund dafür: Sie sollen kompromissbereiter sein, weil sie es freiwillig wollen und im Gegensatz zu Kindern mit Geschwistern nicht ständig das Gefühl haben, es zu müssen. Zudem sind Einzelkinder nicht komplett gesellschaftlich isoliert – auch sie erlernen durch den Kontakt zu Gleichaltrigen (auf dem Spielplatz, in der Kita) ein gesundes Sozialverhalten.

Von Jasmin Pospiech

Die reichsten Deutschen 2017 - und wie sie erfolgreich wurden

Platz zehn - Udo und Harald Tschira (geschätztes Netto-Vermögen: 11 Milliarden Dollar). Die Söhne von Klaus Tschira, Mitgründer des Software-Riesen SAP, halten 7,5 Prozent am Unternehmen. Außerdem führen beide die Klaus Tschira Stiftung fort, welche sich für die Förderung von Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik einsetzt.
Platz 10: Udo und Harald Tschira (geschätztes Netto-Vermögen: 11 Milliarden Dollar). Die Söhne von Klaus Tschira, Mitgründer des Software-Riesen SAP, halten 7,5 Prozent am Unternehmen. Außerdem führen beide die Klaus Tschira Stiftung fort, welche sich für die Förderung von Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik einsetzt. © dpa / Uwe Ansbach
Platz neun - Hasso Plattner (geschätztes Netto-Vermögen: 11,2 Milliarden Dollar). Auch Hasso Plattner hat sein umfangreiches Vermögen mit SAP aufgebaut. Der Mitgründer des erfolgreichen Software-Konzerns trat allerdings 2003 als Vorstandsvorsitzender zurück und gründete das Hasso Plattner Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam. 
Platz 9: Hasso Plattner (geschätztes Netto-Vermögen: 11,2 Milliarden Dollar). Auch Hasso Plattner hat sein umfangreiches Vermögen mit SAP aufgebaut. Der Mitgründer des erfolgreichen Software-Konzerns trat allerdings 2003 als Vorstandsvorsitzender zurück und gründete das Hasso Plattner Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam.  © dpa / Uwe Deck
Platz acht - Klaus-Michael Kühne (geschätztes Netto-Vermögen: 12,4 Milliarden Dollar). Im Jahr 1966 übernahm Kühne die Leitung des Logistikunternehmens seines Großvaters. Inzwischen ist er Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats, sowie größter Einzelaktionär der Kühne + Nagel International AG. Viele Fußballfans kennen ihn als Investor bei seinem Lieblings-Fußballverein, dem HSV.
Platz 8: Klaus-Michael Kühne (geschätztes Netto-Vermögen: 12,4 Milliarden Dollar). Im Jahr 1966 übernahm Kühne die Leitung des Logistikunternehmens seines Großvaters. Inzwischen ist er Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats, sowie größter Einzelaktionär der Kühne + Nagel International AG. Viele Fußballfans kennen ihn als Investor bei seinem Lieblings-Fußballverein, dem HSV. © dpa / Angelika Warmuth
Platz sieben - Heinz Hermann Thiele (geschätztes Netto-Vermögen: 13,1 Milliarden Dollar). Der 75-jährige stieg bereits nach seinem Jura-Studium als juristischer Sachbearbeiter in der Patentabteilung von Knorr-Bremse ein. Ab 1985 führte er das Unternehmen als Chef und Mehrheitseigner zum Erfolg. Heute agiert Thiele als Aufsichtsratsvorsitzender von Knorr Bremse sowie Vossloh.
Platz 7: Heinz Hermann Thiele (geschätztes Netto-Vermögen: 13,1 Milliarden Dollar). Der 75-jährige stieg bereits nach seinem Jura-Studium als juristischer Sachbearbeiter in der Patentabteilung von Knorr-Bremse ein. Ab 1985 führte er das Unternehmen als Chef und Mehrheitseigner zum Erfolg. Heute agiert Thiele als Aufsichtsratsvorsitzender von Knorr Bremse sowie Vossloh. © Knorr Bremse AG
Platz sechs - Dieter Schwarz (geschätztes Netto-Vermögen: 17 Milliarden Dollar). Im Jahr 1973 eröffnete Dieter Schwarz die erste Lidl Filiale und übernahm wenige Jahre später das Unternehmen seines Vaters. Inzwischen gibt es rund 10.000 Lidl Filialen. Zur Schwarz-Gruppe zählt neben Lidl auch die Supermarkt-Kette Kaufland. Der erfolgreiche Gründer lebt allerdings sehr zurückgezogen.
Platz 6: Dieter Schwarz (geschätztes Netto-Vermögen: 17 Milliarden Dollar). Im Jahr 1973 eröffnete Dieter Schwarz die erste Lidl Filiale und übernahm wenige Jahre später das Unternehmen seines Vaters. Inzwischen gibt es rund 10.000 Lidl Filialen. Zur Schwarz-Gruppe zählt neben Lidl auch die Supermarkt-Kette Kaufland. Der erfolgreiche Gründer lebt allerdings sehr zurückgezogen. © dpa
Platz fünf - Stefan Quandt (geschätztes Netto-Vermögen: 18,3 Milliarden Dollar). Wieder ein Erbe: Der Bruder von Susanne Klatten (Platz drei) stammt aus der reichen Quandt-Familie. Ein Großteil seines Vermögens ist geerbt, nach dem Tod seines Vaters erhielt er 17,4 Prozent Anteile an der BMW Gruppe. Heute sitzt er im Aufsichtsrat bei BMW und besitzt zwei Holdinggesellschaften sowie Anteile an verschiedenen Unternehmen.
Platz 5: Stefan Quandt (geschätztes Netto-Vermögen: 18,3 Milliarden Dollar). Wieder ein Erbe: Der Bruder von Susanne Klatten (Platz drei) stammt aus der reichen Quandt-Familie. Ein Großteil seines Vermögens ist geerbt, nach dem Tod seines Vaters erhielt er 17,4 Prozent Anteile an der BMW Gruppe. Heute sitzt er im Aufsichtsrat bei BMW und besitzt zwei Holdinggesellschaften sowie Anteile an verschiedenen Unternehmen. © dpa / Rainer Jensen
Platz vier - Theo Albrecht jr. (geschätztes Netto-Vermögen: 18,8 Milliarden Dollar). Der Name Albrecht taucht mehrfach in der Forbes Liste auf. Zurecht, denn Theo Albrecht jr. übernahm von seinem verstorbenen Vater Theo-Albrecht die Leitung von Aldi Nord. Aldi (kurz für "Albrecht Diskont") ist die erfolgreichste Discounter-Kette weltweit. 
Platz 4: Theo Albrecht jr. (geschätztes Netto-Vermögen: 18,8 Milliarden Dollar). Der Name Albrecht taucht mehrfach in der Forbes Liste auf. Zurecht, denn Theo Albrecht jr. übernahm von seinem verstorbenen Vater Theo-Albrecht die Leitung von Aldi Nord. Aldi (kurz für "Albrecht Diskont") ist die erfolgreichste Discounter-Kette weltweit.  © obs / Unternehmensgruppe ALDI Nord / Juergen Nobel
Platz drei - Susanne Klatten (geschätztes Netto-Vermögen: 20,4 Milliarden Dollar). Die reichste Frau Deutschlands kam genau wie ihr Bruder Stefan durch das Erbe ihres Vaters Herbert Quandt zu Reichtum. Von ihm hat die Betriebswirtin Anteile an BMW sowie Altana geerbt. Mit nur 31 Jahren wurde sie Mitglied im Aufsichtsrat und stellvertretende Vorsitzende der Altana AG.
Platz 3: Susanne Klatten (geschätztes Netto-Vermögen: 20,4 Milliarden Dollar). Die reichste Frau Deutschlands kam genau wie ihr Bruder Stefan durch das Erbe ihres Vaters Herbert Quandt zu Reichtum. Von ihm hat die Betriebswirtin Anteile an BMW sowie Altana geerbt. Mit nur 31 Jahren wurde sie Mitglied im Aufsichtsrat und stellvertretende Vorsitzende der Altana AG. © dpa / Bernd von Jutrczenka
Platz zwei - Georg Schaeffler (geschätztes Netto-Vermögen: 20,7 Milliarden Dollar). Der studierte Anwalt besitzt zusammen mit seiner Mutter die Schaeffler Gruppe, die mit Autoteilen und Kugellagern erfolgreich wurde.
Platz 2: Georg F.W. Schaeffler (geschätztes Netto-Vermögen: 20,7 Milliarden Dollar). Der Betriebswirt besitzt zusammen mit seiner Mutter die Schaeffler Gruppe, die mit Autoteilen und Kugellagern erfolgreich wurde. © dpa
Platz eins - Beate Heister und Karl Albrecht jr. (geschätztes Netto-Vermögen: 27,2 Milliarden Dollar). Die Kinder das Aldi-Mitgründers Karl Albrecht sind zwar nicht direkt an der Unternehmensführung der größten Discounter-Kette beteiligt. Dennoch sichern sie sich mit ihrem gemeinsamen Vermögen den ersten Platz unter den reichsten Deutschen.
Platz 1: Beate Heister und Karl Albrecht jr. (geschätztes Netto-Vermögen: 27,2 Milliarden Dollar). Die Kinder das Aldi-Mitgründers Karl Albrecht sind zwar nicht direkt an der Unternehmensführung der größten Discounter-Kette beteiligt. Dennoch sichern sie sich mit ihrem gemeinsamen Vermögen den ersten Platz unter den reichsten Deutschen. © ALDI Süd

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