Gute Antworten reichen nicht

Bewerbungsgespräche scheitern, wenn diese Fähigkeit fehlt

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Im Bewerbungsgespräch beäugt Sie Ihr Chef kritisch? Dann sollten Sie geschickt kommunizieren, um das Ruder herumzureißen.

Wer denkt, allein sein Fachwissen bringt ihm den ersehnten Job ein, kann getrost einpacken: Oft entscheidet eine unscheinbare Fähigkeit, wer die Stelle bekommt.

Es ist zum Haareraufen: Egal, wie gut Sie sich auch auf das bevorstehende Vorstellungsgespräch vorbereiten oder wie klug und durchdacht Sie antworten - am Ende des Tages entscheidet oft das Zwischenmennschliche, wer die Stelle bekommt.

Die Chemie entscheidet über Erfolg des Vorstellungsgesprächs

Das haben Wissenschaftler aus den Niederlanden in einer Studie belegt, wie BusinessInsider berichtet. Stimmt die Chemie zwischen Ihnen und Ihrem potentiellen Chef nicht, dann können Sie sich noch so viel Mühe geben, Sie werden die Stelle vermutlich nicht bekommen.

Liegen Sie dagegen sofort auf einer Wellenlänge, spielen sich die Bälle zu und stimmen in vielen Ansichten überein, dann dürfen Sie sich berechtigte Hoffnungen auf Ihren Traumjob machen. 

Ob es mit dem Job klappt, ist also eng mit der Kommunikation verknüpft. Laut der Wissenschaftler der Universität Groningen, welche die Studie durchführten, müsse manunbedingt eine "enge soziale Verbindung" zueinander aufzubauen. Funkstille oder unangenehme Unterbrechungen seien dabei besonders fatal. Doch wie schaffen es Bewerber, diese Verbindung aufzubauen? 

Auch interessant: Zehn Fehler, die Sie bei der Jobsuche unprofessionell wirken lassen.

Bewerbung: Wie stelle ich eine Verbindung zum Gesprächspartner her?

Verhaltensforscherin Namjke Koudenburg, die das Team leitet, empfiehlt dafür, ein Gemeinschaftsgefühl herzustellen. Das gelingt am besten mit dieser Strategie:

1. Positive Körpersprache 

Während des Bewerbungsgesprächs sollten Sie unbedingt Ihren Körper sprechen lassen: lächeln, nicken und nach vorne lehnen. Das signalisiert eine positive Einstellung. 

Auch sehr hilfreich: Achten Sie auf Mimik und Körperhaltung Ihres Gegenübers und ahmen Sie sie nach. Finden wir jemanden sympathisch, geschieht das übrigens ganz automatisch.

2. Sprachrhythmus anpassen

Doch die wichtigste Lektion, wie Sie eine Verbindung zu anderen herstellen, ist diese: Passen Sie Ihren Sprachrhythmus an den Ihres Gegenübers an. Dafür werden Sie laut der Forscher mit Vertrauen und Verständnis Ihres Gegenübers belohnt. Eine gute Voraussetzung, um im neuen Job durchzustarten.

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Auch wenn Sie top vorbereitet zum Bewerbungsgespräch erscheinen, sind so manch andere Fettnäpfchen unverzeihlich. Erfahren Sie hier, welche Fehler im Vorstellungsgespräch fatal sein können. Weitere Infos rund um Bewerbung, Kündigung und Co. lesen Sie in unserem Bewerbungsratgeber.

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © Simona Asam
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © Simona Asam
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © Simona Asam
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © Si mona Asam
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © Simona Asam
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © Simona Asam
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © Simona Asam
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © Simona Asam
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © Simona A sam
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © Simona Asam

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