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Bewerbungsgespräch: Darum sollten Sie nie in Gegenwartsform sprechen 

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Im Bewerbungsgespräch sollten Sie lieber in der Vergangenheitsform bleiben.

Im Bewerbungsgespräch reden sich viele um Kopf und Kragen. Besonders heikel soll es werden, wenn Bewerber in der Gegenwartsform sprechen. Das offenbart eine Studie. 

Schweißnasse Hände, der Puls fährt Achterbahn - diese Situation kennt wohl jeder, der schon einmal vor einem wichtigen Bewerbungsgespräch stand. Jetzt gilt es, sich kompetent und souverän zu präsentieren. Doch was viele nicht wissen: Im Vorstellungsgespräch kommt es scheinbar nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die richtige Zeitform an. 

Studie offenbart sprachliche Unterschiede zwischen "High-Performern" und "Low-Performern"

Das will nun eine Studie des amerikanischen Karriere-Experten Mark Murphy herausgefunden haben. Wie er in einem Gastbeitrag für das Forbes-Magazin berichtet, scheint es einen großen Unterschied in der Erzählweise von "High-Performern" und "Low-Performern" zu geben. 

Für die Studie wurden 1.427 Probanden gebeten, auf 15 Bewerbungsfragen schriftlich zu antworten. Diese wurden wiederum von Personalern und Managern danach bewertet, ob diese Bewerber eine gute Einstellungs-Wahl wären (also ein "High-Performer") oder eine eher schlechte Wahl (ein "Low-Performer").

Lesen Sie auch: Bewerbungsgespräch: Mit dieser Frage disqualifizieren Sie sich sofort.

High-Performer erzählen in der Vergangenheitsform - Low-Performer weniger

So würden High-Performer, die von vergangenen Erfahrungen berichten sollen, diese meist in der Vergangenheitsform wiedergeben - etwa so: "Ich hatte eine Kundin, die Probleme mit ihrem Server hatte und drauf und dran war, ihre Deadline zu verpassen." 

"Low-Performer" würden auf diese Bitte anders reagieren - und vorwiegend in der Gegenwartsform oder Zukunftsform erzählen. Zum Beispiel so: "Regel Nummer eins, wenn ein Kunde verärgert ist, lautet: Niemals zugeben, dass Sie die Antwort nicht kennen" oder: "Ich würde eine uneinsichtige Person beruhigen, indem ich ihr klar mache, dass ich mehr weiß als sie."

Murphy und seine Mitarbeiter der Studie schlussfolgern daraus, dass Low-Performer aus einem guten Grund in die Gegenwarts- bzw. Zukunftsform wechseln: "Im Gegensatz zu High-Performern können sie Ihnen nicht all diese wundervollen vergangenen Erfahrungen erzählen, weil sie sie einfach nicht haben." 

Auch interessant: Mit diesen zwölf Fragen beeindrucken Sie jeden Personaler.

Erfahrene Bewerber sollten Gegenwartsform meiden

Wenn Sie Erfahrungen also tatsächlich so gemacht haben, sollte Sie diese auch immer als Fallbeispiel aus der Vergangenheit wiedergeben - und nicht in die Gegenwarts- oder Zukunftsform abschweifen. Personaler könnten sonst davon ausgehen, dass Sie diese Erfahrungen nie gemacht haben - und Ihre Chancen auf den Job schwinden.

Sprache wichtiger Faktor im Bewerbungsgespräch

Bei der Studie kamen übrigens auch andere, erstaunliche Fakten zur Sprache im Bewerbungsgespräch heraus. So outen auch bestimmte Wörter Bewerber als "Low-Performer". Und auch diese Dinge sollten Kandidaten am Ende des Vorstellungsgesprächs nie sagen.

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Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

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Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
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Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
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Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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