Bewerbungsgespräch

New York: Diese fiese Frage ist Chefs ab jetzt verboten

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In New York darf im Bewerbungsgespräch eine Frage nicht mehr gestellt werden.

Schwitzige Hände, nervöses Lächeln und dann diese fiese Frage im Bewerbungsgespräch. Im Big Apple ist bald Schluss damit - doch manche Arbeitgeber sind empört.

Die Deutschen sprechen nicht gerne über Geld. Erst recht nicht, wenn es darum geht, wie viel der alte Schulfreund oder Nachbar verdient. Im Bewerbungsgespräch gehört es aber dazu, sein Gehalt mit der neuen Firma zu verhandeln.

Dabei stellen Personaler häufig eine Frage, dessen Antwort die meisten Bewerber gerne für sich behalten würden: "Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?". Wer aber schon im vorherigen Job schlecht verdient hat, will dieses Gehalt nicht auch noch als Verhandlungsbasis für den neuen Job preisgeben. 

Neuer Gesetzesentwurf in New York verbietet Frage nach Gehalt

Auch in den USA stehen Bewerber vor diesem Dilemma. Deshalb hat der New Yorker Stadtrat Anfang April einen neuen Gesetzesentwurf, verabschiedet, wie die Washington Post berichtet.

Dieser verbietet Unternehmen zukünftig, im Vorstellungsgespräch nach dem Gehalt zu fragen. Freiwillig dürfen die Bewerber ihren alten Verdienst jedoch weiterhin angeben. Mit diesem Gesetz wollen die New Yorker Ungerechtigkeit beim Gehalt vermeiden

Warum die Frage nach dem Gehalt zu Ungerechtigkeit führt

Aber warum sorgt diese Frage dafür, dass Arbeitnehmer ungerecht bezahlt werden? Der Grund liegt auf der Hand: Viele Bewerber sind schon bei ihrem alten Gehalt benachteiligt worden - sei es aufgrund ihrer Hautfarbe oder weil der Bewerber eine Frau ist.

Dient dann das alte (zu niedrige) Gehalt als Verhandlungsbasis, springt im neuen Job sicher kein Top-Gehalt heraus. Die Diskriminierung setzt sich also weiter fort. "Wer schon einmal unterbezahlt wurde, sollte nicht zu lebenslanger Ungerechtigkeit verdonnert werden", erklärt Letitia James, öffentliche Rechtsanwältin der Stadt New York.

So reagieren die amerikanischen Arbeitgeber

Die Neuregelung tritt bereits in sechs Monaten in Kraft. Experten schätzen, dass sich dieses neue Gesetz auf das ganze Land auswirken und Unternehmen zum Umdenken zwingen wird. Zumal die Gehaltsfrage nun auch im US-Bundesstaat Massachusetts, in der Stadt Philadelphia und im Freistaat Puerto Rico verboten wird.

Einige New Yorker Unternehmen wie Kickstarter sollen die Frage bereits aus ihrem Interview-Katalog gestrichen haben - sogar schon, bevor die Abstimmung im New Yorker Stadtrat gelaufen ist. Andere Firmen instruieren ihre Recruiter, diese beliebte Frage in eine andere Richtung zu lenken. "Anstatt zu fragen wie hoch das aktuelle Gehalt ist, fragen wir, welche Erwartungen sie beim Gehalt haben", verrät Cindy Robbins vom Cloud-Computing-Riesen Salesforce.

Was für rund 3,8 Millionen Arbeitnehmer ein Segen ist, kommt bei vielen anderen Arbeitgebern in den USA nicht gut an. Die Industrie und Handelskammer in Philadelphia klagt bereits gegen das neue Gesetz der Stadt Philadelphia. Das Verbot verstoße gegen den ersten Zusatzartikel der Arbeitgeberrechte: Meinungsfreiheit. 

Bleibt abzuwarten, ob auch in Deutschland in naher Zukunft ein ähnliches Gesetz verabschiedet wird, um ungerechte Bezahlung zu verhindern. Wie viel Ihre Kollegen verdienen, können Sie bereits erfahren. Aber egal wie knifflig die Gehaltsverhandlung auch sein mag: Auf schwere Bewerbungsfragen müssen sich Jobsuchende auf jeden Fall einstellen.

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © Simona Asam
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © Simona Asam
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © Simona Asam
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © Simona Asam
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © Simona Asam
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © Simona Asam
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © Simona Asam
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © Simona Asam
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © Simona Asam
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © Simona Asam

Von Andrea Stettner

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