Wichtiger als gute Antworten

Bewerbungsgespräch: Mit Fragen beeindrucken Sie Arbeitgeber

+
Sie wollen im Bewerbungsgespräch punkten? Stellen Sie gute Fragen!

Im Bewerbungsgespräch muss man viele Fragen beantworten und so beim Personaler punkten. Eine Expertin verrät jetzt, warum Fragen im Gespräch noch wichtiger sind.

Oft sind es gar nicht die Fähigkeiten oder besonders durchdachte Antworten auf Fragen, die Bewerber zur ersehnten Jobzusage führen. Wie eine Expertin kommt es oftmals auf etwas ganz anderes an: Welche Fragen stellt der Bewerber zur ausgeschriebenen Stelle.

Myriam Brachinger, Senior Expertin Talentmanagement der Deutsche Post DHL Group, erklärt im Gespräch mit dem Newsportal Business Insider, warum das so ist:

Nicht die Antworten der Bewerber sind entscheidend - sondern ihre Fragen

Am wichtigsten seien Brachinger die Fragen, die der Bewerber oder die Bewerberin ihr stelle. "Eine gute Frage ist zum Beispiel, wie lange ich im Unternehmen bin und warum, was ich hier gut oder schlecht finde etc.", so die Expertin. Das zeige dann nämlich, ob sich der Kandidat mit dem Unternehmen auseinandergesetzt habe und inwieweit er sein Wissen nun ergänzen möchte. Dies zeige, ob er sich wirklich für die Stelle interessiert, so Brachinger.

Keine Hemmungen

Ein weiterer Punkt, warum Fragen im Vorstellungsgespräch so wichtig sind, erklärt Brachinger damit, dass sich dadurch das Selbstbewusstsein des Bewerbers zeige. Dies sei nötig, um im jeweiligen Job zu bestehen. Wenn Kandidaten das Bewerbungsgespräch nicht als Prüfung, sondern vielmehr als Chane wahrnehmen, etwas über das Unternehmen zu lernen, würde dies positiv vom Personaler wahrgenommen werden. Zudem ist eine Bewerbungssituation auch immer dafür da, dass der Bewerber den Arbeitnehmer genauer unter die Lupe nehmen kann.

"Ich rate den Kandidaten immer auch schon zum Einstieg, sich ihr Gegenüber sehr genau anzusehen", erklärt Brachinger. "Man sollte auch keine Hemmungen haben, zu sagen, nein, das kann ich mir nicht vorstellen."

Erfahren Sie hier alle wichtigen Infos rund um den Bewerbungsprozess.

Auch interessant: Warum Ihre Schwächen entscheiden, ob Sie den gewünschten Job bekommen. Erfahren Sie auch, warum diese sieben Fehler mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu einer Jobabsage führen werden.

sca

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © Simona Asam
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © Simona Asam
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © Simona Asam
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © Si mona Asam
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © Simona Asam
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © Simona Asam
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © Simona Asam
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © Simona Asam
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © Simona A sam
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © Simona Asam

Meistgelesen

Firma lacht sich schlapp: Ist das der faulste Bewerber aller Zeiten? 

Firma lacht sich schlapp: Ist das der faulste Bewerber aller Zeiten? 

Weder Fleiß noch Leistung zählen: Darum machen Mitarbeiter wirklich Karriere

Weder Fleiß noch Leistung zählen: Darum machen Mitarbeiter wirklich Karriere

90 Prozent aller Studenten scheiterten an dieser einfachen Mathe-Aufgabe

90 Prozent aller Studenten scheiterten an dieser einfachen Mathe-Aufgabe

Streitthema Bürohund: Sollten Hunde im Büro erlaubt sein?

Streitthema Bürohund: Sollten Hunde im Büro erlaubt sein?

Eulen starren seit Wochen in Büro - und Tausende rätseln, warum

Eulen starren seit Wochen in Büro - und Tausende rätseln, warum

Kommentare