Studie

Bewerbung: Ihre Schwächen entscheiden, ob Sie den Job bekommen

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Im Vorstellungsgespräch scheitern viele Bewerber an einer Frage: Was sind Ihre Schwächen?

"Was sind Ihre Schwächen?" So lautet eine der meistgestellten Fragen im Bewerbungsgespräch. Forscher fanden heraus: Seine Schwächen genau kennen, führt zum Erfolg.

Im Vorstellungsgespräch wird man als Bewerber viel gefragt: Nach Fähigkeiten, der bisherigen Laufbahn und den Gehaltsvorstellungen. Doch eine Frage taucht fast immer im Bewerbungsgespräch auf: "Wo sehen Sie Ihre Schwächen?"

Sich seiner Schwächen bewusst sein

Ebenso oft stehen Bewerber dann vor dem Rätsel, wie sie auf diese Frage antworten sollen. Wie Forscher des University College London nun herausfanden, sind Bewerber erfolgreicher, je selbstkritischer sie waren.

Bei der Studie wurden 2.000 Bewerber verglichen, die sich auf unterschiedliche Jobs bewarben. Sich seiner Schwächen bewusst sein und sie klar kommunizieren: Das sei der richtige Ansatz, um erfolgreich zu sein.

In der Studie betrachteten die Forscher verschiedene Bewerbungsprozesse unterschiedlicher Berufe: Lehrer, die sich um einen Job in den Vereinigten Staaten beworben, und Anwälte, die eine Stelle beim Militär ergattern wollten.

Ergebnis: Die Forscher fanden heraus, dass die Anwälte, die im Gespräch zu ihren Schwächen standen und sie klar äußerten, fünfmal wahrscheinlicher eine Stelle bekamen als diejenigen, die sich ohne Schwächen darstellten. Ebenso verhielt es sich bei den Lehrern: Hier war die Wahrscheinlichkeit, einen Job zu bekommen, 22 Prozent höher, wenn sie im Bewerbungsgespräch ihre Schwächen klar benennen konnten.

Präsentieren Sie sich selbstsicher

Die Studie untersuchte auch, wie Selbstverwirklichung auf Bewerbungsprozesse Einfluss nimmt. Dabei kam heraus, dass Arbeitgeber es zu schätzen wissen, wenn sich jemand authentisch selbst zu präsentieren weiß.

Der Grund dafür könnte sein: Selbstverwirklichung bedeutet, dass man von seinem Gegenüber so gesehen werden will, wie man sich selbst sieht. Und genau das hat auf Arbeitgeber einen positiven Effekt: Sie waren laut Studie beeindruckt, wenn es jemand verstand, sich authentisch und selbstbewusst darzustellen - und auch zu seinen Schwächen zu stehen.

Vorausgesetzt natürlich, der Bewerber ist für die Stelle auch qualifiziert und verfügt über alle Fähigkeiten, die er im Job benötigt. Ansonsten sollte man seine Schwächen besser nicht allzu offen preisgeben.

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Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © Simona Asam
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © Simona Asam
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © Simona Asam
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © Simona Asam
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © Simona Asam
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © Simona Asam
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © Simona Asam
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © Simona Asam
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © Simona Asam
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © Simona Asam

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