Wenn der Chef mitreist

E-Mails am Strand? Wie Sie im Urlaub besser abschalten

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Einfach mal abschalten - das können viele auch im Urlaub nicht.

124 E-Mails und drei Anrufe vom Chef: Der Urlaub fängt ja schon mal gut an. Wie Sie sich trotz Arbeitsflut im Urlaub gut erholen, erfahren Sie hier.

Sie liegen in Italien entspannt am Strand und das Handy vibriert - schon wieder trudelt eine E-Mail aus dem Büro ein. Gehören Sie zu den Menschen, die diese E-Mails auch im Urlaub beantworten? Dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft, wie eine Studie nun zeigt.

Lediglich die Hälfte der Deutschen lässt Arbeit im Urlaub kalt

Bei einer Umfrage der Reise-Suchmaschine momondo gaben lediglich 50 Prozent aller Deutschen an, im Urlaub bewusst auf Arbeit zu verzichten. Das klingt Ihrer Meinung nach immer noch zu wenig? Im internationalen Vergleich sind die Deutschen damit aber regelrechte "Faultiere". 

"Der internationale Vergleich zeigt, dass andere Nationalitäten deutlich weniger Wert auf eine strikte Trennung von Job und Freizeit legen", weiß die Momondo-Sprecherin für Deutschland, Sarah Kolind, zu berichten. "Beispielsweise schalten nur 29 Prozent der Niederländer ihr Firmenhandy im Urlaub aus." Auch Amerikaner und Norweger sind kaum besser: Rund ein Drittel von ihnen lässt das Business-Postfach auf privaten Reisen kalt.

Im Urlaub richtig erholen - so geht's:

1. Handy aus

Um sich im Urlaub richtig zu erholen, verzichten laut der Studie viele Deutsche auch auf ihre privaten E-Mails (22 Prozent) oder lassen das Handy sogar ganz aus (23 Prozent). Das ist eine gute Strategie, denn so nehmen Sie Stressfaktoren aus dem Alltag nicht mit in ihren Urlaub. 

2. Viel Zeit für Urlaub nehmen

Experten sind der Meinung, dass sowohl der Körper als auch die Psyche mindestens drei Wochen Zeit brauchen, um sich komplett zu erholen. Planen Sie also genügend Zeit für Ihre Auszeit ein. Gerade Fernreisen in andere Klimazonen sowie der aufkommende Jetlag stressen mehr als viele glauben. Wieso also nicht einmal Urlaub in Deutschland machen? 

3. Kontrastprogramm

Das Geheimnis guter Erholung liegt laut Experten auch im Gegensatz: Wenn Sie im Alltag acht bis zehn Stunden am Schreibtisch sitzen, sollten Sie einen Urlaub planen, in dem Sie sich viel Bewegen, zum Beispiel ein Wanderurlaub oder Städtetrip

Haben Sie dagegen beruflich viel mit Menschen zu tun, sollten Sie vor allem die Ruhe genießen und eine Reise ohne Trubel planen.

4. Nicht zu viele Pläne schmieden

Auch wenn Sie viel im Urlaub vorhaben: Planen Sie nicht zu viel und lassen Sie Ihre Auszeit ruhig angehen, um nicht auch noch in Freizeitstress zu geraten. Unternehmen Sie lieber kleine Spaziergänge, genießen Sie die Natur und beobachten Sie einfach Menschen und Tiere. Dann kommen Sie sicher gut erholt nach Hause zurück. 

Und so geht es nach dem Urlaub weiter:

Wie Sie nach dem Urlaub wieder ganz entspannt in den Job starten, lesen Sie hier.

Von Andrea Stettner

Ranking: In diesen Berufen gibt es die meisten Urlaubstage

In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei:
In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei: © pixabay
Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub) 
Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub)  © dpa
Platz 4: Chemie / Verfahrenstechnik (82 Prozent) 
Platz 4: Chemie / Verfahrenstechnik (82 Prozent)  © pixabay
Platz 3: Maschinenbau (85 Prozent)
Platz 3: Maschinenbau (85 Prozent) © dpa
Platz 2: Autoindustrie (86 Prozent)
Platz 2: Autoindustrie (86 Prozent) © dpa
Platz 1: Banken (87 Prozent)
Platz 1: Banken (87 Prozent) © dpa
In diesen Berufen bekommen dagegen viele Mitarbeiter nur die Mindestanzahl von 24 Tagen Urlaub: 
In diesen Berufen bekommen dagegen viele Mitarbeiter nur die Mindestanzahl von 24 Tagen Urlaub:  © pixabay
Hotel- und Gaststättengewerbe (23 Prozent)
Hotel- und Gaststättengewerbe (23 Prozent) © pixabay
Call-Center (21 Prozent)
Call-Center (21 Prozent) © iStock / Weavebreakmedia
Zeitarbeit (19 Prozent)
Zeitarbeit (19 Prozent) © dpa
e-Commerce (16 Prozent)
e-Commerce (16 Prozent) © pixabay
Werbung und PR (15 Prozent)
Werbung und PR (15 Prozent) © pixabay

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