381 Zika-Fälle in Florida

US-Behörden stoppen Blutspenden wegen Zika-Virus

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Der Zika-Erreger kann zu Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) führen.

Im US-Bundesstaat Florida haben die Gesundheitsbehörden in zwei Bezirken alle Blutspenden aus Angst vor dem Zika-Virus gestoppt.

Die US-Medikamentenbehörde (FDA) ordnete für die beiden Bezirke in Miami am Donnerstag an, sofort alle Blutspenden zu stoppen. Es besteht bei vier Zika-Patienten in Florida der Verdacht, dass sie sich in den USA selbst mit dem Virus infiziert haben könnten. Dies könnte bedeuten, dass Mücken mit dem Virus in den USA präsent sind.

Die Maßnahme bleibt in Kraft, bis es die Möglichkeit gibt, alle Blutspenden auf das Virus zu testen oder eine Technologie eingesetzt werden kann, die das Virus in den Blutspenden neutralisiert. Auch Menschen, die sich in den vergangenen vier Wochen in den Bezirken aufhielten, dürfen ebenfalls vorerst kein Blut mehr spenden. In Florida wurden bisher 381 Zika-Fälle registriert, doch infizierten sich alle bis auf vier bei Reisen in Zika-Gebieten im Ausland.

Zika-Virus gefährlich für Schwangere

Die Erkrankung durch das Virus, das von Mücken und in seltenen Fällen durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, verläuft für die meisten Infizierten relativ harmlos. Bei Schwangeren kann es jedoch dazu führen, dass die Babys mit Mikrozephalie geboren werden. In diesem Fall haben die Kinder einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsverzögerungen führen kann. Von der Epidemie sind vor allem die Länder Südamerikas betroffen.

Zika-Virus in Deutschland

Die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Zika-Virus in Deutschland ist auf 77 gestiegen. In fast allen Fällen handelt es sich bei den Erkrankten um Reiserückkehrer aus den Ausbruchsgebieten in Mittel- und Südamerika.

Mücken sammeln für die Forschung

Deutsche Forscher rufen auch in diesem Jahr dazu auf, bundesweit möglichst viele Stechmücken einzufangen und einzusenden. Der sogenannte Mückenatlas soll helfen, das Risiko für durch Stechmücken übertragene Krankheiten abzuschätzen. Als besonders gefährlich gilt die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die sich hierzulande ausbreitet.

AFP/dpa

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