UNO-Bericht

Kindersterblichkeit - Zu viele vermeidbare Todesfälle

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In 25 Jahre hat sich die Kindersterblichkeit halbiert. Trotzdem sterben immer noch viele Kinder an vermeidbaren Todesfällen.

Innerhalb der letzten 25 Jahre hat sich die Kindersterblichkeit halbiert. Trotzdem sterben immer noch viel zu viele Kinder weltweit an vermeidbaren Todesfällen. Sepsis ist nur einer von vielen Todesgründen.

Ein Bericht der UNO ist die Kindersterblichkeit weltweit gesunken. Sie hat sich seit 1990 sogar mehr als halbiert. Die Zahl der Kinder, die pro Jahr sterben ist trotzdem erschrecken: Fast sechs Millionen Kinder unter fünf Jahren werden im Jahr 2015 schätzungsweise sterben. 45 Prozent davon lassen bereits in den ersten 28 Lebenstagen ihr Leben.

Eine Erkrankung, die viele Kinderleben einfordert ist die Sepsis

Derzeit sei Sepsis nach Unfällen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern, betonte der Generalsekretär der Deutschen Sepsis-Gesellschaft, Frank Brunkhorst.

Ursache für eine Sepsis ist eine Infektion durch Bakterien oder Pilze. Dabei gerät die körpereigene Abwehr außer Kontrolle und greift eigenes Gewebe an. Das kann bis zum Versagen lebenswichtiger Organe führen.  „Die Krankheit wird oft zu spät erkannt“, berichtete Intensivmediziner Sasse. „Wenn sich die Behandlung um nur eine Stunde verzögert, dann steigt die Sterberate extrem an.“

„Bis zu 5 von 1000 Patienten in der Pädiatrie (Kinder- und Jugendmedizin) haben eine schwere Sepsis“, erläuterte Sasse. Tendenz steigend. Durch die moderne Medizin sei die Lebenserwartung von Kindern mit chronischen Krankheiten gestiegen - sie seien aber anfälliger für eine Sepsis. Krankheiten an denen Kinder häufig sterben sind neben einer Sepsis Frühgeburten, Komplikationen bei der Geburt, Lungenentzündungen, Durchfall, Blutvergiftung und Malaria. 

UNO-Milleniumziel wurde nicht erreicht

Und trotz der Mittel der modernen Medizin wurde auch das UNO-Milleniumziel, die Todesfälle von Kindern zwischen 1990 und 2015 um zwei Drittel zu reduzieren, nicht erreicht. Das zeigt ein im Fachmagazin ''The Lancet'' publizierte Bericht. Immer noch sterben Tag für Tag durchschnittlich 16.000 Kinder.

mpa/dpa

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