Studie enthüllt Unglaubliches

Süchtig nach Zucker? Dann steckt wohl Ihr sechster Sinn dahinter

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Ständig Heißhunger auf Süßes? Dann ist wohl Ihr Körper dran schuld.

Ständig Heißhunger auf Brot, Pasta und Süßes? Dann haben Sie wohl den sechsten Sinn. Wofür der ist – und warum Sie dadurch zunehmen, erfahren Sie hier.

Der Schokoriegel ruft bereits, obwohl sie erst zu Mittag eine große Portion Pasta verdrückt haben? Dann könnte es daran liegen, dass Sie einen sechsten Sinn haben. Damit brauchen Sie nicht mehr länger schlechtes Gewissen haben – schließlich können Sie nichts für Ihre Heißhungergelüste.

Wer besonders nach Zucker giert, könnte nämlich einen weiteren, besonderen Geschmackssinn haben, den andere nicht besitzen. Normalerweise haben Menschen nur fünf: salzig, süß, sauer, bitter und Umami. Doch australische Forscher haben nun Erstaunliches herausgefunden: Es soll tatsächlich einen sechsten Geschmacksinn geben – und zwar für Kohlenhydrate.

Viele Übergewichtige besitzen einen sechsten Sinn für Kohlenhydrate

Wer diesen besitzt, soll daher auch mehr stärkehaltige Lebensmittel verzehren und damit einhergehend einen größeren Taillenumfang aufweisen. "Wir haben uns das Verhältnis zum Bauchumfang deshalb genauer angeschaut, weil er oftmals ein guter Wert ist, um das Risiko, an einer ernährungsbedingten Krankheit zu erkranken, besser einschätzen zu können", so die mitwirkende Forscherin Julia Low.

Die Wissenschaftler vermuten, dass das Verlangen nach Kohlenhydraten bei Betroffenen deshalb so groß ist, weil sie schnell viel Zucker liefern. Die Forscher der Deakin University gehen sogar weiter: Sie glauben sogar, dass manche Menschen sogar Stärke aus der Nahrung herausschmecken können. Dazu haben sie in einer Studie, die jetzt im Fachmagazin "Journal of Nutrition" veröffentlicht wurde, 34 Erwachsene untersucht.

Dabei stellten sie fest, dass diejenigen, die diesen besonderen Geschmackssinn aufwiesen, zwei gängige Kohlenhydrate in Brot, Pasta und Reis erschmecken konnten. Zudem analysierten sie die Verbindung zwischen den Betroffenen, ihrem Kohlenhydratkonsum und ihrem Gesamtkalorienbedarf sowie ihrem Taillenumfang.

Süßer Geschmackssinn ist gestört - Betroffene essen daher mehr Zucker

Das Pikante daran: Obwohl ihr Verlangen nach Brot & Co. besonders ausgeprägt war, war der Geschmackssinn, der für süß zuständig ist, verringert. Das heißt: Die Betroffenen führten sich daher auch mehr Zucker als gewöhnlich zu, da sie einfach kein Gefühl dafür hatten. Die Forscher drücken es so aus: Je weniger jemand Süßes schmecken kann, desto mehr verlangt es demjenigen danach. Die kuriose Folge: Die Betroffenen fügten je einen Teelöffel mehr Zucker zu ihren Mahlzeiten hinzu als diejenigen, die keinen solchen sechsten Sinn besaßen.

Diese Mutter hatte genug von der Zuckersucht ihrer Tochter - und setzte sie auf Entzug. Wie es der Familie erging, lesen Sie hier.

Studienleiter, Professor Robin Dando von der Cornell University, ist sich sicher: "Bereits vergangene Studien haben gezeigt, dass Übergewichtige wohl süß nicht so intensiv wie Normalgewichtige erleben können. Auch unsere Untersuchungen sind zu dem Schluss gekommen, dass sie deshalb intensivere Stimuli benötigen, um denselben zufriedenstellenden Belohnungseffekt durch Zucker zu erhalten", schließt er.

Globale Epidemie: Übergewicht als Folge von sechstem Sinn?

Doch darin liege genau die Crux: Wer täglich zu viel Zucker oder zuckerhaltige Nahrungsmittel zu sich nimmt, der nimmt schnell an Gewicht zu. Und das sei laut Dando derzeit noch immer "der Hauptgrund für den massiven und globalen Anstieg von Fettleibigkeit".

So hat sich die Anzahl der Fettleibigen in vielen Ländern auf der Welt fast verdoppelt. Dazu können Sie mehr hier lesen.

Auch schockierend: Macht der gesunde Fruchtjoghurt Ihr Kind am Ende dick und krank?

jp

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © pixabay/ponce_photography
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © pixabay/Couleur
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Pixabay
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © pixabay/Pezibear
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt.
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Pixabay
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © picture alliance / dpa / Marijan Murat
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