Innere Uhr

So ungesund ist die Zeitumstellung - vor allem auch für Kinder

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Zeitumstellung: Vor allem für Kinder eine Herausforderung.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird wieder die Uhr umgestellt - von drei Uhr nachts auf zwei Uhr. Das bringt nicht nur unseren Biorhythmus durcheinander.

Manche haben sich schnell daran gewöhnt, andere kämpfen tagelang mit der Zeitumstellung. Vor allem dann, wenn die Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt wird, ist das für unseren Körper wie ein kleiner Jetlag. Doch auch der herbstliche Dreh an der Uhr nimmt so manchen ganz schön mit. So reagieren viele empfindlich auf die Veränderung, weil der natürlicher Biorhythmus gestört wird.

Mehr Notarzteinsätze nach der Zeitumstellung

Langfristige Gesundheitsschäden entstehen durch die Zeitumstellung zwar nicht, wie das Portal Business Insider schreibt, jedoch kann es den Körper kurzfristig gesehen ziemlich durcheinander bringen. Die Folgen reichen von extremer Müdigkeit bis hin zu einem höheren Unfallrisiko nach der Zeitumstellung.

Dem Portal Medizinfo zufolge kommt es in der ersten Woche nach der Zeitumstellung nicht nur zu mehr Unfällen im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz, auch die Notarzteinsätze würden zunehmen. Eine Studie der DAK befasste sich ebenfalls mit den Auswirkungen der alljährlichen Umstellung mit dem Ergebnis, dass in den ersten drei Tagen nach der Zeitumstellung rund 25 Prozent mehr Menschen wegen Herzerkrankungen in deutschen Kliniken behandelt werden als sonst. Vor allem für vorbelastete und ältere Menschen bedeutet die Zeitumstellung eine Gefahr fürs Herz, weil sie Biorhythmus und das hormonelle Gleichgewicht durcheinander bringt.

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Was passiert bei der Zeitumstellung im Körper?

Vor allem die Umstellung auf die Sommerzeit hat es in sich. So ist bei vielen Menschen Blutdruck, Puls und Melatonin-Produktion (auch als Schlafhormon bekannt) morgens noch im Nachtmodus, wenn sich die innere Uhr der Zeitumstellung noch nicht angepasst hat. Das hat zur Folge, dass unser Stoffwechsel und damit das Herz-Kreislauf-System morgens nicht in Schwung kommt und man sich schlapp und gerädert fühlt.

Langschläfer, Kinder und Säuglinge bekommen die körperlichen Folgen der Umstellung auf die Sommerzeit am meisten zu spüren, weil sich ihre innere Uhr schlechter einstellen kann als die eines gesunden Erwachsenen beziehungsweise eines Frühaufstehers. Jedes zweite Kind würde nach der Zeitumstellung schlechter einschlafen und entsprechend schlechter gelaunt sein. Und auch die Nachtaktiven unter uns profitieren nicht von der Umstellung auf Sommerzeit: Sie würden dem Business Insider zufolge nach wie vor spät ins Bett gehen und so täglich weniger Schlaf abbekommen, bis im Herbst wieder auf die Winterzeit umgestellt wird.

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So meistern Sie die Umstellung auf die Sommerzeit

Am besten bereits eine Woche vorher jeden Tag zehn Minuten früher ins Bett, so kann man seine innere Uhr bereits auf die Zeitumstellung vorbereiten. Dabei helfen können folgende Hausmittel und Übungen:

  • nicht zu spät essen
  • Kaffee und Alkohol abends meiden
  • Entspannungsübungen wie autogenes Training
  • Tee mit Hopfen- oder Melissenextrakt

So meistern Sie die Umstellung auf die Winterzeit

  • Achten Sie auf ausreichend Bewegung
  • Auch viel frische Luft hilft, abends besser einzuschlafen

Umfrage zum Thema

Mehr zum Thema: Wer nicht mehr als diese Stundenzahl schläft, macht etwas grundlegend richtig.

jg

Mit diesen acht Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © pixabay
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen".
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen". © pixabay
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus.
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © pixabay
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen.
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © pixabay
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun.
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © pixabay
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -Verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan.
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © pixabay
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern.
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © pixabay
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen.
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © pixabay
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