4-7-8-Atemtechnik

In einer Minute einschlafen: Mit diesem Trick klappt‘s

Nie wieder schlaflos umherwälzen - das klingt doch wunderbar. Mit der 4-7-8-Atemtechnik soll das ganz einfach gehen.

Es gibt Menschen, die können in jeder Situation in ein paar Sekunden in erholsamen Schlaf abdriften. Andere quälen sich teilweise stundenlang und wälzen sich schlaflos umher. Entweder es ist zu warm unter der Decke, das Kissen will sich einfach nicht dem eigenen Willen beugen und bequem sein, oder Sie führen mentale Streitgespräche mit dem Chef. Gehören Sie zur zweiten Gruppe? Dann bewundern Sie sicherlich die Menschen, die scheinbar so problemlos eindösen. 

4-7-8-Atemtechnik: Die Zauberformel für schnelles Einschlafen

Es gibt allerdings einen Trick, mit dem Sie ganz einfach vom Grübler zum Einschlaf-Künstler werden. Und zwar mit der sogenannten 4-7-8-Atemtechnik. Dafür stehen die Zahlen:

  • 4: Zählen Sie innerlich bis vier, während Sie tief durch die Nase einatmen.
  • 7: Zählen Sie bis sieben,während Sie die Luft anhalten.
  • 8: Zählen Sie bis acht,während Sie durch den Mund vollkommen ausatmen.

Es handelt sich hier nicht unbedingt um Sekunden: Wie schnell oder langsam Sie zählen, ist nicht wichtig. Hauptsache, Sie atmen doppelt so lange aus, wie Sie einatmen. Bei der Meditationsübung liegt Ihre Zungenspitze die gesamte Zeit locker hinter Ihren oberen Schneidezähnen am Gaumen.

Das bringt die 4-7-8-Atemtechnik

Mit der 4-7-8-Atemtechnik und etwas Übung sollen Sie bald innerhalb von 60 Sekunden einschlafen können. Sie senken Ihren Blutdruck und Puls, nehmen besonders viel Sauerstoff auf und schalten mental ab.

Der Trick hilft nicht nur dabei, schnell in tiefen Schlaf zu sinken. Er beruhigt auch bei Nervosität und Stress. Wenn Sie also das nächste Mal ein Vorstellungsgespräch vor sich haben oder unter Flugangst leiden, probieren Sie einfach mal die 4-7-8-Atemtechnik aus.

Woher kommt die 4-7-8-Atemtechnik?

Der amerikanische Mediziner Andrew Weil hat die 4-7-8-Idee entwickelt. Sie basiert auf uralten Yoga-Atemübungen, Pranayama genannt. Pranayama soll Körper und Geist in Einklang bringen und zu mehr Ruhe und Wohlbefinden führen. 

Das Prinzip finden wir auch in aktuellen Trends wieder, zum Beispiel im Konzept der „mindfulness“, das aktuell besonders in den USA beliebt ist. Dabei entschleunigen Sie und konzentrieren sich auf das Hier und Jetzt.

Der Grundgedanke der 4-7-8-Atemtechnik ist nicht neu. Auf das eigene Ein- und Ausatmen zu achten, löst Anspannung - das ist bekannt. Auch wirkt es generell entspannend, wenn Sie sich auf Ihren Körper konzentrieren und die Außenwelt sowie ablenkende, kreisende Gedanken ausblenden. Halten Sie sich jedoch an die 4-7-8-Atemtechnik, konzentrieren Sie sich besser auf diese bewusste Entspannung. Denn auch Meditation muss trainiert werden. 

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Rubriklistenbild: © dpa

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