Finger weg von den Plastik-Latschen

Schleichende Gefahr: So ungesund sind Flip-Flops

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Bunte Vielfalt: Doch eines haben alle Flip-Flops gemeinsam: Sie verursachen auf Dauer Fehlstellungen der Füße

Er ist der Deutschen liebster Sommer-Begleiter: der Flip-Flop. Doch das Tragen dieser Schlappen kann zu Fehlstellungen des Fußes führen.

Jeder liebt sie, jeder hat sie: Flip-Flops sind im Sommer der Renner. Die luftig-leichten Plastik-Latschen, die es für jede Gelegenheit in unzähligen Ausführungen und quietschbunten Farben zum kleinen Preis gibt, sind nun eben genau die richtige Fußbekleidung, wenn die Temperaturen nach oben klettern. Keine Schnürsenkel, kein reibender Stoff, nur dieser schmale Zehenspreizer aus Kunststoff, der es einem im Freibad oder am Strand ganz einfach macht, hineinzuschlüpfen, wenn man noch Sand zwischen den Zehen hat. 

Ungesunde Fehlstellungen der Füße

Doch genau hier liegt das Problem: Beim Laufen reibt dieser dünne Plastikstreifen häufig, was auf Dauer zu Blasen führen kann. Wegen der kleinen Wunden, die dabei entstehen, können auch Keime leichter eindringen und beispielsweise Fußpilz begünstigen.

Doch nicht nur das: Flip-Flops können darüber hinaus ernstzunehmende Fehlstellungen des Fußes verursachen. 

Keine Schuhe besser als Flip-Flops

Dass so eine wenige Euro billige Plastik-Latsche natürlich ohne Fußbett daherkommt, muss nicht erst erwähnt werden. Erstaunlich ist jedoch, dass bei Flip-Flop-Trägern ein Vielfaches mehr an Körpergewicht auf den Fersen lastet als bei Barfuß-Läufern.

Insofern wären also keine Schuhe für die Fußgesundheit besser als die Kunststoff-Schlappen. Wissenschaftler der Auburn-University fanden zudem heraus, dass man beim Laufen in Flip-Flops kürzere Schritte macht, weshalb Flip-Flopper leichter stolpern oder umknicken

Mit Schmerzen verbundene Langzeitfolgen 

Doch das ist noch nicht alles: Weil der Flip Flop nur durch den dünnen Plastikstreifen gehalten wird, müssen die Zehen zusätzliche Arbeit leisten: Sie krümmen sich, um den Schuh nicht zu verlieren. Die Folge: Hammerzehen, bei denen das Mittelgelenk des Zehs so stark nach oben gebeugt ist, dass das Endglied wie ein Hammer auf den Boden zeigt. Betroffene haben mitunter starke Schmerzen und zeitlebens Probleme, Schuhe zu finden, die nicht wehtun.

Aus dem gleichen Grund können auch Ballenzehen entstehen. Hierbei verformt sich der Knochen des großen Zehs nach innen. Wird ein Ballenzeh nicht behandelt, kann sich die Fehlstellung im Laufe der Jahre verschlimmern. Schließlich kann es durch den ständigen Druck auf das Großzehengrundgelenk zu Arthrose (Gelenkverschleiß) kommen. Mediziner raten also dringend von Flip-Flops ab. Wer es also im Sommer luftiger mag, sollte seinen Füßen zuliebe besser auf Sandalen aus Stoff oder Leder ausweichen.

Von Franziska Grosswald

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