Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Schlaganfall: Wer täglich Joghurt isst, kann sein Risiko senken

Viele Menschen beginnen den Tag mit einem Joghurt zum Frühstück. Damit tun Sie nicht nur Ihrem Immunsystem etwas Gutes: Er stärkt mitunter das Herz.

Um gesund und fit zu bleiben, sind die richtige Ernährung sowie Bewegung essenziell. So kann schnelles Gehen das Leben nicht nur um Jahre verlängern: Bestimmte Ernährungsweisen helfen zudem dabei, den Alterungsprozess aufzuhalten. Auch Joghurt gilt als echter Jungbrunnen und sollte daher jeden Tag auf dem Speiseplan stehen. Der weiße, proteinreiche Leckerbissen wirkt nicht nur entzündungshemmend und ist ein echter Booster für das Immunsystem. Nebenbei stärkt er auch noch das Herz und kann dadurch das Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfall senken.

Schlaganfall: Täglich Joghurt essen kann Risiko senken

Jeden Tag eine Portion Joghurt stärkt Herz und Immunsystem.

In Deutschland treten pro Jahr 200.000 erstmalige Schlaganfälle auf, deren Vorboten bereits zehn Jahre zuvor vorhanden sein können. Mit der richtigen Lebensweise und Ernährung kann dem Leiden allerdings vorgebeugt werden. Der Verzehr von Joghurt kann beispielsweise einen positiven Einfluss auf das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, haben. Er beinhaltet viele Nährstoffe, die der Körper benötigt und gilt somit zu Recht als sogenanntes Superfood. Neben Proteinen und Eiweißen ist er unter anderem mit Kalzium, Vitaminen und probiotischen Bakterien ausgestattet.

Bei einer 2018 im Fachmagazin The Lancet erschienen Studie von Wissenschaftlern der McMaster University in der kanadischen Stadt Hamilton zeigte sich ein deutlich positiver Effekt von Joghurt auf das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall. Demnach hatten Studienteilnehmer, die mehr als eine Portion Joghurt am Tag aßen, ein um 14 Prozent geringeres Risiko als diejenigen, die keinen Joghurt aßen. Die Milchsäurebakterien binden und verstoffwechseln im Darm überschüssiges Salz in der Nahrung. Dies hilft wiederum dabei, den Blutdruck auf ein gesundes Level zu regulieren.

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Joghurt wirkt entzündungshemmend und unterstützt das Immunsystem

Neben dem positiven Einfluss auf das Herz hat Joghurt aufgrund der probiotischen Milchsäurebakterien und deren hohen Menge an den Vitaminen B5 und B12 auch eine entzündungshemmende Wirkung. Chronische Entzündungen im Körper können zu Diabetes-Typ-2, Arthritis oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Der regelmäßige Verzehr von Joghurt kann hier sogar heilend wirken.

Schlaganfall vermeiden: Zehn Lebensmittel schützen

Nüsse bremsen die Arterienverkalkung.
Nüsse bremsen die Arterienverkalkung. Sie enthalten Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien – alles Bestandteile, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Vor allem in Mandeln, Hasel- und Erdnüssen ist reichlich Vitamin E enthalten, das die Aufnahme der schädlichen LDL-Fettpartikel im Blut verhindert und so vor Arteriosklerose schützt. (Symbolbild) © Achim Sass/Imago
Spinat ist reich an Folsäure, das vor Arterienverkalkung schützt.
Spinat ist reich an Folsäure, die vor Arterienverkalkung schützt. Es enthält viel Vitamin D und E, welche die Aufnahme des schlechten LDL-Cholesterin verhindert, wodurch weniger Ablagerungen entstehen und die Arterien nicht verengt werden. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutscher Herzstifung“ senkt Olivenöl nachweislich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose, ebenfalls vermindert wird. Die Gefahr, an einer Herzkranzgefäßerkrankung zu erkranken, reduziert sich erwiesenermaßen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Zwiebel und Knoblauch wirken als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen.
Zwiebel und Knoblauch geben unseren Gerichten nicht nur den nötigen Pfiff, sie wirken auch als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen. Vor allem Knoblauch kann das Herz gesund halten: Die Knolle regt die Stickstoffproduktion im Körper an und verbessert dadurch die Dehnbarkeit und Elastizität unserer Arterien. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern die Bildung von Blutgerinnseln und verhindern Arterienverkalkung.
Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und wirkt der Plaques-Bildung an den Wänden der Arterien entgegen. (Symbolbild) © foodandmore/Imago
Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen.
Laut „Medical Tribune“ reduziert der Verzehr von Avocado schädliche Lipoproteine. Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen. Also ruhig öfters mal Guacamole auf den Speiseplan nehmen, den auch hierzulande beliebten Avocado-Dip der mexikanischen Küche. (Symbolbild) © Artjazz/Imago
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine, die Blutgerinnseln und Arterienverkalkung vorbeugen.
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine. Das sind Stoffe, die die Fähigkeit besitzen, Blutgerinnseln vorzubeugen. Darüber hinaus können sie auch die Arterien elastisch halten und stärken. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Vor allem rote Grapefruits können erhöhte Blutfettwerte, ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, senken.
Grapefruits sind nicht nur reich an Vitamin C, sie helfen auch beim Abnehmen. Zudem haben israelische Forscher herausgefunden, dass vor allem rote Grapefruits stark erhöhte Blutfettwerte positiv beeinflussen können. Erhöhte Blutfettwerte stellen ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, so die „Deutsche Apotheker Zeitung“. (Symbolbild) © Lubo Ivanko/Imago
Anthocyane der Heidelbeere sollen die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen.
Blaubeeren gehen immer, als Dessert oder Snack zwischendurch – vor allen Dingen, weil sie durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoide, freie Radikale im Körper unschädlich machen. Anthocyane, die Wirkstoffe der Heidelbeere, sollen Entzündungen im Körper entgegenwirken, die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen. (Symbolbild) © Larissa Veronesi/Imago
Grüner Tee enhält Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert.
Wie Äpfel enthält auch grüner Tee Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert und den Sauerstoff sowie die Nährstoffe besser zu den Geweben, Muskeln und Organen transportieren kann. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Zudem hat Joghurt weitere Vorteile für das Immunsystem. Denn ein Großteil der Immunabwehr des Körpers findet im Darm statt. Die probiotischen Bakterien halten durch die Produktion von Milchsäure schädliche Fäulnisbakterien, die sich im Darm befinden, in Schach. Somit sorgt Joghurt mit seinen probiotischen Bakterien für eine gesunde Darmflora und eine Entlastung des adaptiven Immunsystems. Dieses kann sich dann umso besser gegen Viren und andere Eindringlinge wappnen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © tommyandone/IMAGO

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