Europäische Impfwoche

Regierung klärt auf: Das steckt wirklich hinter Impf-Mythen

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Impfungen sollen schweren Erkrankungen vorbeugen. Die deutsche Bundesregierung rät eindrücklich, sich regelmäßig impfen zu lassen.

Impfen – ja oder nein? Die Bundesregierung räumt jetzt im Rahmen der Europäischen Impfwoche unter dem Motto "Impfungen wirken" mit den Gerüchten endgültig auf.

Für manche ist es ein notwendiges Übel, andere sind dagegen entschiedene Gegner – und geben ihm die Schuld für schwere Erkrankungen wie Autismus. Impfen ist in Deutschland ein umstrittenes und stark diskutiertes Thema – besonders jetzt, wo die Europäische Impfwoche (EIW) stattfindet.

Diese ist vom 24. bis 30. April 2017 und wird in der gesamten Europäischen Union begangen. Die Idee dahinter: Sie soll die Menschen über das Impfen informieren und aufzeigen, wie wichtig es im Kampf gegen die Ausbreitung von Erkrankungen ist.

Europäische Impfwoche: Bundesregierung will über Impfungen aufklären

2017 steht die EIW unter dem Motto "Impfungen wirken" – und will damit ein Umdenken bewegen, damit die Menschen in der Europäischen Union verstehen, dass Impfungen notwendig sind und jeden etwas angehen. Besonders diejenigen, die Halbwahrheiten und kuriose Behauptungen glauben, sollen endlich aufgeklärt werden.

Deshalb hat die deutsche Bundesregierung nun einen Faktencheck durchgeführt und will mithilfe einer Grafik fünf Mythen rund ums Impfen aufdecken. So bestätigt die Bundesregierung auf Facebook, dass Impfstoffe sehr wohl helfen, da sie lange genug auf ihre Wirksamkeit geprüft werden.

Deutsche Bundesregierung: Darum sind Impfungen so notwendig

Zudem wurden angeblich gefährliche Stoffe wie Quecksilber, das giftig und in Impfungen enthalten sein soll, zukünftig aus Schutzimpfungen verbannt. Außerdem seien diese sehr effektiv im Kampf gegen Masern & Co. oder können zumindest schwere Symptome lindern. 

Schließlich ist es gefährlich, davon auszugehen, dass besonders Babys und Kleinkinder von Natur aus genug Abwehrstoffe haben. Zwar stimmt es, dass Babys es leichter haben, da sie durch die Antikörper, die sich bereits im Blut der Mutter oder in der Muttermilch befinden, bereits versorgt werden.

Besonders Kleinkinder sollen von Impfungen profitieren

Dennoch sei es nicht genug, da der natürliche Schutz nur in den ersten Monaten gegeben ist – und auch nur bei einigen wenigen Krankheiten. Doch das sei auch nur der Fall bei denjenigen, die die Mutter bereits selbst gehabt oder dagegen Impfungen erhalten habe. 

Und auch der Mythos, dass Pharmakonzerne nur viel Geld mit Impfstoffen verdienen möchten, soll nicht haltbar sein, so die Bundesregierung. Schließlich machen Impfstoffe nur einen kleinen Prozentsatz vom Umsatz aus, da sie weniger verwendet werden und seien von der Herstellung viel teurer und aufwändiger als gängige Arzneimittel.

Von Jasmin Pospiech

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