So krass sind die Folgen

Das passiert mit Ihnen, wenn Sie mit dem Rauchen aufhören

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Wer das Rauchen aufhört, der tut dem Körper viel Gutes. Doch nicht jede Methode funktioniert.

Rauchen ist ungesund – das weiß jedes Kind. Doch wie sehr Sie Ihrem Körper damit wirklich schaden, wird erst nach der letzten Zigarette ersichtlich.

Wer raucht, der riskiert Lungenkrebs. Und wer raucht, lebt kürzer – starke Raucher verlieren im Schnitt etwa zehn Jahre Lebenszeit. Auch Herzinfarkt oder Schlaganfall können drohen. Laut dem Bundesgesundheitsministerium sterben jährlich 110.000 Deutsche an den Folgen von Tabak.

Doch kaum einer weiß: Auch der Körper von starken Rauchern erholt sich innerhalb kürzester Zeit wieder. Und das sogar, wenn Sie zuvor jahrzehntelang geraucht haben. Erstaunlich ist dabei, dass bereits wenige Stunden nach der letzten Zigarette der Körper mit dem Regenerationsprozess beginnt.

Besser atmen, laufen und essen: Wer raucht, riskiert sein Leben - aufhören, lohnt sich dagegen

Die Folge: Die Haut wird wieder schöner und praller, die Organe werden besser durchblutet und der Herz-Kreislauf verbessert sich. Aber auch der bekannte Raucherhusten lässt nach, da die Lungen wieder "atmen" können.

Bereits 20 Minuten nach der letzten Kippe sinkt der Blutdruck wieder auf ein normales Level. Nach acht Stunden sinkt auch der Kohlenmonoxid-Spiegel im Körper. Mit dem Ergebnis, dass Gewebe und Organe wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können.

Nach zwei Tagen ist der Unterschied deutlich: Denn nun funktionieren auch der Geschmacks- und Geruchssinn wieder einwandfrei. Das Essen schmeckt besser und subtile Gerüche wie zum Beispiel von Blumen oder Gras werden intensiver. Der Grund dafür: Die Nervenenden erholen sich.

Zwei Wochen später bekommen Sie wieder mehr Luft, da sich der Schleim in den Atemwegen löst. Sie werden zudem merken, dass sich Ihre Kondition beim Gehen oder Laufen verbessert und Sie nicht mehr so schnell aus der Puste kommen.

Neun Monate, nachdem Sie das Rauchen aufgehört haben, hat sich die Lunge soweit wieder selbst gereinigt, so dass Schmutzpartikel leichter aus den Atemwegen befördert werden können. Dadurch wird auch Ihr Immunsystem wieder robuster – und Sie sind nicht mehr so anfällig für Erkältungen oder Infektionen.

Doch vielen fällt es schwer, mit dem Rauchen ganz aufzuhören. Schließlich sorgt das in der Zigarette enthaltene Nikotin dafür, dass man sich entspannt – aber auch für einen Kick. Auf Dauer wird der Körper allerdings abhängig und wird süchtig.

Doch nicht nur Raucher, auch immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs. Hier erfahren Sie, warum.

Therapiemöglichkeiten im Vergleich: Was hilft gegen das ewige Qualmen?

Viele haben es schon einmal mit Hypnose probiert – mit mehr oder weniger Erfolg. Zudem ist diese Art der Rauchentwöhnung nicht gerade günstig – bis zu 200 Euro kostet eine Sitzung. Allerdings sind mehrere vonnöten, um das Verlangen nach dem Glimmstängel zu verlieren.

Andere glauben wiederum an Akupunktur. Die Behandlung mit den feinen Nadeln soll Gelüsten das Garaus machen. Hier müssen Sie mit Kosten von 25 bis 50 Euro pro rechnen. Auch hier ist der Erfolg allerdings wissenschaftlich nicht bewiesen.

Alt bewährte Methoden wie Nikotinpflaster oder –Kaugummi sind zwar günstiger, enthalten allerdings immer noch den süchtig machenden Stoff in geringer Menge. Manche wenden sich auch an Ratgeber und erlernen dadurch (Atem-)Techniken, um sich auch ohne Kippe zu entspannen.

Zudem werden von Psychologen Rauchentwöhnungsprogramme mithilfe von Gesprächen oder Gruppensitzungen angeboten. Meist sind diese kostenlos, da sie über ihre Krankenkasse abgerechnet werden können.

Doch am häufigsten zählen Raucher, die ihre Sucht loswerden wollen, auf kalten Entzug. Sie hören von einem Tag auf den anderen damit auf oder setzen sich ein bestimmtes Datum. Und obwohl es nicht alle lange durchhalten, gibt es doch wiederum einige, die es am Ende schaffen.

Außerdem sollen Medikamente wie Bupropion oder Vareniclin dabei helfen, das Verlangen nach Nikotin zu verringern. Allerdings ist diese Therapieform mit Risiken verbunden. Mögliche Nebenwirkungen können nämlich Übelkeit, Depressionen, Krämpfe und Schlaflosigkeit sein. Deshalb sollten sie immer nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden.

Falls Sie schon immer mal wissen wollten, ob Sie zu viel Alkohol trinken, sollten Sie auf diese Anzeichen besonders achten.

Von Jasmin Pospiech

Leid und Tod durch Drogen: 187 000 sterben durch Sucht

Ein Schlafmohnfeld in Myanmar. Laut UN hat der Anbau ein beispielloses Ausmaß erreicht. Foto: Nyein Chan Naing
Ein Schlafmohnfeld in Myanmar. Laut UN hat der Anbau ein beispielloses Ausmaß erreicht. Foto: Nyein Chan Naing © Nyein Chan Naing
Eine angeschnittene Schlafmohnkapsel, aus der Rohopium tritt. Foto: Humayoun Shiab
Eine angeschnittene Schlafmohnkapsel, aus der Rohopium tritt. Foto: Humayoun Shiab © epa Humayoun Shiab
Afghanistan ist die bei weitem wichtigste Opium-Quelle weltweit. Foto: Taj Wazir
Afghanistan ist die bei weitem wichtigste Opium-Quelle weltweit. Foto: Taj Wazir © epa Taj Wazir
Eine Kugel aus Rohopium in der Hand eines afghanischen Bauern. Foto: Barbara Walton
Eine Kugel aus Rohopium in der Hand eines afghanischen Bauern. Foto: Barbara Walton © Barbara Walton
Ein afghanische Bauer zeigt frisch geerntetes Opium. Foto: Humayoun Shiab
Ein afghanische Bauer zeigt frisch geerntetes Opium. Foto: Humayoun Shiab © epa Humayoun Shiab
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