Smartphone-Game als Kalorien-Killer

Wie fit macht "Pokémon Go"?

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Pokémon Go jagt die Spieler von der Couch nach draußen.

Bei "Pokémon Go" jagen ehemalige Couchpotatos virtuelle Monster auf der Straße. Laufen statt Sitzen gehört zum Spiel. Dabei verbrennt der Körper natürlich auch Kalorien. Doch wie viele eigentlich?

"Pokémon Go" hat innerhalb von zwei Wochen einige Marken geknackt: Das Spiel wurde in Europa, den USA und Australien mehr als 15 Millionen mal heruntergeladen. Der durchschnittliche Nutzer verbringt dort 33 Minuten am Tag - elf Minuten mehr als bei Facebook.

Ziel des Spiel ist es, die virtuellen Pokémon in der realen Welt zu fangen. Mit Hilfe der Standortdaten lotst die App die Spieler draußen zu neuen Pokémon, Pokéstops und Kampfarenen. Wer während der Monsterjagd zwischen zwei und zehn Kilometer zurücklegt, kann außerdem noch Eier ausbrüten.

Die Kilometer werden aber nur gezählt, wenn der Spieler sich langsamer als Tempo 20 bewegt: zu Fuß, beim Joggen oder gemütlichem Radeln. Zwar kursieren im Internet schon zahlreiche Tipps, mit denen sich die App beschummeln lässt, spätestens zum Auffinden neuer Pokémon muss man aber das Sofa verlassen.

56 gefangene Pikachus entsprechen 1 Kilogramm Körperfett

"Pokémon Go" motiviert also die Spieler sich an der frischen Luft zu bewegen. Ob sich das auf die Gesundheit auswirkt, wollte das Fitnessportal meinbauch.net wissen und hat dabei folgende Formel aufgestellt: "56 Pikachus fangen, 1 Kilo abnehmen" 

Auf dem Weg ein Pikachu zu fangen, verbrennt ein Spieler etwa 125 Kalorien. Um ein Kilo Körperfett zu verlieren, muss man etwa 7000 Kalorien verbrennen - entspricht also 56 Pikachus. 

Das klingt einfach, aber "Pokémon Go"-Spieler wissen: Da muss man schon eine ganze Weile spielen.

10 Kilometer Gehen für einen Burger

So fit macht Pokémon Go - das zeigt die Grafik von meinbauch.net

Etwas anschaulicher wird folgendes Beispiel des Fitnessportals: Wer 10 Kilometer läuft, um ein Ei auszubrüten, verbrennt etwa 600 Kalorien. Das ist genauso viel wie bei einer anderthalb stündigen Tennispartie und entspricht etwa den Kalorien eines Burgers. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 km/h ist man dann zwei Stunden lang unterwegs. Auch die Daten von Fitness-Armbändern belegen, dass die Nutzer täglich einige tausend Schritte mehr am Tag zurück legen, seit "Pokémon Go" auf dem Markt ist. Die Spieler sind wesentlich aktiver und tun also beim Fangen auch etwas für ihre Gesundheit - vorausgesetzt, man macht unterwegs nicht bei jedem Kiosk halt.

Trotz aller Fitnessaspekte sollten die Spieler die Augen offen halten und nicht blind durch die Gegend laufen: Kürzlich erst liefen Spieler bei der Pokémon-Jagd auf ein Militärübungsgelände. Drogenbeauftragte sorgen sich außerdem um das Suchtpotential von "Pokémon Go".

ja

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