Verlauf und Dauer

Influenza: Wie lange ist man eigentlich ansteckend?

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Wer nicht an Grippe erkranken möchte, sollte sich gründlich die Hände waschen.

Die kalte Jahreszeit ist angebrochen – und überall schnieft und hustet es. Viele sind bereits mit Grippeviren infiziert - wissen es aber nicht.

Wen die Grippe erwischt hat, der sollte besser das Bett hüten. Das weiß jedes Kind. Aber was ist, wenn man sich nach einigen Tagen schon wieder fit für die Arbeit oder Schule fühlt. Sollte man besser dennoch zu Hause bleiben, weil die Ansteckungsgefahr noch zu groß ist? Oder ist dann schon alles überstanden?

Influenza 2017/2018: Wie erkenne ich eine Grippe - und wie lange bin ich ansteckend?

Grundsätzlich gilt es, zwischen einer Erkältung und einem grippalen Infekt zu unterscheiden. Während erstere meist schleichend kommt, beginnt eine Grippe plötzlich, "wie aus heiterem Himmel". Zwar ähneln sich die Influenza-Symptome und die einer herkömmlichen Erkältung, dennoch werden sie von Betroffenen viel heftiger empfunden. In beiden Fällen ist die Ursache eine Vireninfektion – allerdings durch verschiedene Typen. Häufige Anzeichen einer Influenza sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI):

  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • hohes Fieber
  • trockener Hustenreiz
  • Schüttelfrost
  • Mattigkeit
  • verstopfte oder laufende Nase

Wer sich nicht schont und zum Beispiel weiter Sport treibt, der läuft Gefahr, dass sich die Grippe zu einer schweren Lungenentzündung ausdehnt oder auch andere Organe angegriffen werden. Eine Influenza ist schließlich eine "ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Erkrankung", warnt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Zudem sei sie sehr ansteckend, erklärt sie.

Die Crux daran: Betroffene können schon einen Tag vor dem Ausbruch der Grippe ansteckend für andere sein und bis zu einer Woche nach dem Auftreten der ersten Symptome.

Erfahren Sie hier auch, wie lange eine Grippe bei Erwachsenen und Kindern dauern kann.

Video: Grippe - An wann ist man zu krank, um in die Arbeit zu gehen?

Wie Sie sich mit Grippeviren anstecken - und was Sie dagegen tun können

Der Grund dafür ist die sogenannte "Tröpfcheninfektion": Dabei werden beim Husten, Niesen oder Sprechen des Infizierten mit dem Virus versetzte Tropfen in die Luft abgegeben – und durch Nahestehende schließlich eingeatmet. Aber auch auf Türgriffen oder Treppengeländern können sie sich tummeln und über die Hände übertragen werden.

Wer sich danach die Augen reibt oder an Mund oder Nase fasst, bei dem können die fiesen Viren über die Schleimhäute in den Körper wandern. Daher ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen das A und O, um sich nicht mit den Grippeviren zu infizieren oder sie weiter zu verteilen. Am besten gehen Sie so vor:

  • Mit Wasser und Seife waschen
  • 30 Sekunden lang die Hände unter Wasser halten
  • Hände danach mit einem sauberen Tuch abtrocknen

Sehen Sie hier, wie die Grippe-Aktivität in Deutschland aktuell verbreitet ist.

Studie enthüllt: Viele Grippe-Infizierte merken gar nicht, dass sie bereits angesteckt sind

Außerdem sollten Sie möglichst versuchen, so wenig wie möglich Hände zu schütteln und sich von niesenden oder hustenden Personen fernzuhalten. Allerdings weisen viele gar keine Symptome auf – obwohl sie bereits erkrankt sind, so eine Studie von 2014. Die Forscher um Andrew Hayward vom University College in London fanden heraus, dass sich während einer Grippewelle jeder Fünfte mit Influenza-Viren ansteckt. Doch die wenigsten wissen davon – da sie nur bei einigen wenigen tatsächlich ausbricht.

Meist ist dies etwa ein bis zwei Tage nach einer Ansteckung der Fall. Daher geht die BzgA davon aus, dass Grippebeschwerden in der Regel mindestens zwei bis fünf Tage andauern. In schweren Fällen kann es sogar über Wochen oder Monate gehen, wenn sie verschleppt wird.

Lesen Sie auch: Das hilft schnell gegen Grippesymptome.

Auch interessant: Ab wann ist eigentlich eine Grippeschutzimpfung sinnvoll? Und wer übernimmt die Kosten dafür?

Schutzimpfung, Turbo-Tricks und Hausmittel: Alles zum Thema Influenza erfahren Sie in unserem großen Grippe-Ratgeber.

Video: Zwei-Klassen-Medizin bei der Grippe-Impfung

jp

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
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Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
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Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.  © picture alliance / Science Photo
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
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Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
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Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa
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