Medikamente, Hausmittel im Check

Influenza 2018: Was hilft schnell gegen Grippesymptome?

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Eine Grippe belastet den Körper häufig mehr als eine Erkältung.

Schnupfen, Gliederschmerzen und Fieber: Aus heiterem Himmel scheint die Grippe zugeschlagen zu haben. Doch mit diesen Tipps können Sie schnell für Abhilfe sorgen.

Winterzeit ist Grippezeit – wenn die Temperaturen unter null Grad wandern und der erste Schneeregen über Deutschland einsetzt, ist auch die Grippe nicht weit. Im Gegensatz zu einer Erkältung bricht sie plötzlich mit all ihren fiesen Symptomen über einen herein, wie

  • Schnupfen
  • Husten
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Mattigkeit
  • Appetitverlust oder
  • Fieber.

Wer sich einen grippalen Infekt eingefangen hat, weiß bereits aus früheren Episoden, dass dieser sehr hartnäckig sein kann – und es teilweise bis zu Wochen dauert, bis man ihn wieder loswird. Doch Arbeitnehmer können eine längere "Auszeit" vom Beruf gar nicht gebrauchen - entweder weil viel Arbeit auf ihrem Schreibtisch wartet oder auch, weil ein wichtiges Meeting bevorsteht. Welche Mittel helfen also, um die lästige Influenza schnell loszukriegen?

Influenza 2017: Schnelle Hilfe bei Grippe

Dabei ist es wichtig, erstmal zu verstehen, wie die Grippeviren überhaupt übertragen werden. Schließlich sind Nässe und Kälte im Winter nur "Mittäter" – sie schwächen zwar das Immunsystem, doch die wahren Übeltäter sind Viren, die in der Luft zirkulieren oder an Gegenständen haften.

Sehen Sie hier die aktuelle Grippe-Aktivität in Deutschland als Karte.

Sei es in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Büro – die warme, gestaute Luft sorgt dafür, dass die Schleimhäute austrocknen. Dadurch können sie die Erreger auch schlechter abwehren. Wenn (Job-)Stress und andere psychische Belastungen hinzukommen, ist die Immunabwehr anfälliger. Die Folge: Die Viren dringen in das Innere des Körpers ein und vermehren sich dort rasch.

Nicht krank zu werden ist einer der Gründe, warum Sie dringend öfters die Hände waschen sollten.

Daher gilt als erste Hilfe-Maßnahme: Füße hochlegen und Tee trinken – und das am besten auf dem heimischen Sofa oder im Bett. Zudem sollten Sie sich eine gehörige Portion Schlaf erlauben. Der Grund dafür: In der Ruhephase haben die Zellen im Körper genug Zeit, um sich zu regenerieren – und somit auch die so wichtigen Immunzellen, die dringend für die Abwehr benötigt werden.

Erfahren Sie hier, wie lange eine Grippe im Normalfall bei Erwachsenen andauert.

Medikamente, Vitamin C & Co.: Wovon Sie bei Grippe besser die Finger lassen sollten

Von starken Antibiotika sollten Sie allerdings besser die Hände lassen – diese helfen nur gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren. Genauso wie eine übermäßige Zufuhr von Vitamin C oder Zink als wissenschaftlich umstritten gilt. Studien zufolge bringt eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wenig bis gar nichts, wenn die Erkältung oder auch die Grippe bereits ausgebrochen ist. Dennoch schadet es sicherlich nicht, in dieser sensiblen Zeit viel frisches Obst und Gemüse zu essen sowie Kräutertees und (Hühner-)Suppen zu schlürfen. Doch was ist mit rezeptfreien Grippemitteln, die in der Apotheke erhältlich sind?

Alles, was Sie darüber wissen müssen, erfahren Sie hier im großen Influenza-Ratgeber.

Freilich gibt es dort für die unterschiedlichsten Symptome diverse Mittelchen wie Hustensäfte, Nasentropfen oder schleimlösende Präparate. Meist sind diese auf pflanzlicher Basis und daher auch nicht unbedingt verschreibungspflichtig. Ob sie allerdings wirken, bleibt ebenfalls fraglich. Sie können zwar kurzzeitig ein wenig die Beschwerden lindern - doch auch hier haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass die darin befindlichen Wirkstoffe nicht wesentlich zur Genesung beitragen.

Auch interessant: Wie lange ist man bei Grippe eigentlich ansteckend?

Influenza 2017: Diese Hausmittel helfen bei leichten Beschwerden

Wer allerdings nur mit leichten Grippesymptomen zu kämpfen hat, dem helfen auch Großmutters Hausmittelchen schnell darüber hinweg. Dazu gehören:

  • Wadenwickel
  • Gesichtsdampfbad
  • Nasenduschen
  • Kalten Lappen in Nacken oder auf Stirn
  • Heißes Erkältungsbad
  • Halsgurgeln mit kaltem Salbeitee
  • Feuchte Tücher nachts im Raum aufhängen

Wenn all diese Tipps nichts helfen und das Fieber sogar stetig ansteigt, empfiehlt es sich, besser gleich zum Arzt zu gehen. Er kann spezielle Medikamente verschreiben, die die Grippeviren bekämpfen.

Lesen Sie auch: Was steckt eigentlich hinter Grippesymptomen - wenn man gar kein Fieber hat?

Auch interessant: Ab wann ist eine Grippeschutzimpfung sinnvoll? Und wer übernimmt die Kosten dafür?

jp

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. 
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. 
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.  © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa
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