Ohne Nebenwirkungen

Süßes hilft gegen Husten bei Kindern

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Honig hilft bei Husten. Doch sollte man bei Babys damit vorsichtig sein.

Husten bringt oft nicht nur den Betroffenen um den Schlaf. Vor allem Eltern von Kleinkindern haben unruhige Nächte, wenn der Nachwuchs die ganze Nacht lang kaum Luft bekommt.

Viele greifen dann zu Hustenmitteln aus der Apotheke, nicht selten erhält das Kind auch Antibiotika. Doch das muss nicht sein: Wie eine neue Studie zeigt, gibt es nebenwirkungsärmere Mittel für einen ruhigeren Schlaf: Mediziner haben die Wirkung eines süßen Naturheilmittels getestet: Agavensirup. Zudem prüften sie, wie gut ein süßes Placebo, ein wirkstofffreies Scheinmedikament, hilft.

Viele Mittel nutzlos

Agavensirup und das süße Placebo – beide Mittel schnitten im Kampf gegen den Husten sehr gut ab. Die Mediziner veröffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „JAMA Pediatrics“.

Viele Experten halten die in Apotheken erhältlichen Hustenmittel für wenig wirksam. Die US-Arzneibehörde FDA rät wegen möglicher Risiken sogar von einer Anwendung in den ersten beiden Lebensjahren ab.

Sirup statt Honig

Als hilfreiches Hausmittel hat sich indes Honig erwiesen. Doch auch der gilt inzwischen als bedenklich, da er in seltenen Fällen Keime des gefährlichen Bakteriums Clostridium botulinum enthält.

Es kann sich im Darm des Babys ansiedeln und dort das Gift Botox produzieren – es kommt zu infantilem Botulismus. Im schlimmsten Fall droht eine Lähmung der Atmung. Die Forscher des „College of Medicine in Philadelphia“ suchten daher nach einer Alternative – und stießen auf Agavensirup. Er ist süßer als Honig und frei von gefährlichen Keimen.

Für ihre Studie teilten die Ärzte 120 Kinder im Alter von zwei Monaten bis vier Jahren – und deren Eltern – zufällig in drei Gruppen ein. In der ersten Gruppe bekamen die Kinder Agavensirup, in der zweiten ein karamelfarbenes Bonbon mit Traubenaroma. In der dritten Gruppe mussten die Eltern den Husten ihrer Kinder aushalten. Erhielten die Kinder Agavensirup, besserten sich Schnupfen und Husten deutlich schneller. Dies war aber auch beim Placebo der Fall. Nur bei den Kindern im ersten Lebensjahr wirkte Agavensirup besser. Doch könne dies ein Zufallseffekt gewesen sein.

Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann.
Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann. © dapd/dpa
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel. © dpa
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken. © dpa
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen. © TKK
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger. © obs /Tempo
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen.
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen. © dpa
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann.
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann. © dpa
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza).
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza). © dpa
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden.
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden. © dpa

sog

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