Krankenkasse

Neues Hörgerät auch ohne Besuch beim Arzt

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Mit einem Hörgerät oder einer Hörhilfe beginnt für viele Patienten ein neues Leben.

Wer erstmals ein Hörgerät braucht, muss vorher zum Arzt gehen. Werden die Hörhilfen später durch andere ersetzt, ist nicht für alle Folgeverordnungen ein Arzt nötig.

In vielen Fällen reicht dann auch der Gang zum Hörgeräteakustiker. Grundsätzlich fachärztliche Expertise bleibt aber nötig bei Kindern und Jugendlichen oder bei neu aufgetretenem Tinnitus. Das legte der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken am Donnerstag in Berlin fest, wie der Ausschuss berichtete.

Der Ausschussvorsitzende Josef Hecken sagte, es sei im Sinne der Patienten, in manchen Fällen auch bei einer Folgeversorgung fachärztliche Expertise verpflichtend vorzusehen. Die Patienten könnten aber auch für alle Folgeverordnungen einen Arzt aufsuchen, wenn sie dies wollten.

Hörgeräte - Was zahlt die gesetzliche Krankenkasse

Bereits vor zwei Jahren hatte das Gremium die einschlägige Hilfsmittel-Richtlinie überarbeitet und dabei geregelt, in welchem Umfang Krankenkassen Hörhilfen erstatten müssen. Die gesetzliche Krankenversicherung kommt demnach für Hörgeräte auf, die nach dem Stand der Medizintechnik Funktionsdefizite des Hörvermögens möglichst weitgehend ausgleichen. Soweit möglich soll etwa erreicht werden, dass gesprochenes Wort auch bei Umgebungsgeräuschen und in größeren Personengruppen verstanden wird.

So schützen Sie Ihr Ohr: Die wichtigsten Tipps

Das Ohr ist ein Sinnesorgan. Zu viel Lärm, eine Beschallung ab 85 Dezibel, kann zu einem Hörschäden führen. Schützen Sie Ihr Gehör. Bei Konzerten (etwa 100 dB) können Ohrstöpsel und ein ausreichender Abstand zur Geräuschquelle Gehörschäden vermeiden.
Das Ohr ist ein Sinnesorgan. Zu viel Lärm, eine Beschallung ab 85 Dezibel, kann zu einem Hörschäden führen. Schützen Sie Ihr Gehör. Bei Konzerten (etwa 100 dB) können Ohrstöpsel und ein ausreichender Abstand zur Geräuschquelle Gehörschäden vermeiden. © dpa
Beim Musikhören über Kopfhörer die 60/60 Regel beachten: täglich nicht länger als 60 Minuten Musik über Kopfhörer hören und dabei nicht über 60 Prozent des Maximalvolumens des Gerätes aufdrehen.
Beim Musikhören über Kopfhörer die 60/60 Regel beachten: täglich nicht länger als 60 Minuten Musik über Kopfhörer hören und dabei nicht über 60 Prozent des Maximalvolumens des Gerätes aufdrehen. © dpa
Zur Regeneration bewusst akustische Pausen einlegen und alle Lärmquellen (Radio, Fernsehen etc.) abschalten. Dies gilt vor allem nach Diskobesuchen, der Arbeit in einem lauten Umfeld etc. – hier sollte man den Ohren mindestens 10 Stunden Ruhe gönnen.
Zur Regeneration bewusst akustische Pausen einlegen und alle Lärmquellen (Radio, Fernsehen etc.) abschalten. Dies gilt vor allem nach Diskobesuchen, der Arbeit in einem lauten Umfeld etc. – hier sollte man den Ohren mindestens 10 Stunden Ruhe gönnen. © dpa
Gehör regelmäßig durch einen Hörgeräteakustiker oder spezialisierten Arzt überprüfen lassen. © dpa
Falls es doch passiert und Symptome wie ein Druckgefühl im Ohr, ein dumpfer Höreindruck oder anhaltende Ohrgeräusche auftreten, sollten man dem Gehör dringend Ruhe gönnen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen und schnellstmöglich einen HNO-Arzt aufsuchen. © dpa
Bereits eine dauerhafte Lärmeinwirkung über 85 dB kann zu einem irreparablen Hörverlust führen. Das entspricht etwa einem elektrischen Rasenmäher. © dpa
Bei einem Lärmpegel von etwa 100 dB – wie sie bei Konzerten oder bei maximal aufgedrehtem MP3-Player erreicht werden – riskiert man schon bei 20 Minuten Beschallung pro Tag eine spätere Hörminderung. © dpa

dpa

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