Allergene und Co.

Heuschnupfen: Birkenpollen haben es in sich 

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Besonders viele Allergiker reagieren auf Birkenpollen. Augentränen, Niesreiz und Fließschnupfen sind typische Reaktionen.

Die Nase läuft, die Augen jucken - Heuschnupfen geplagte haben es jetzt besonders schwer. Forscher haben nun die Reaktion auf Birkenpollen genauer untersucht und dabei etwas Erstaunliches festgestellt. 

Im April und Mai machen Birkenpollen vielen Menschen das Leben schwer. Fliegen diese Birkenpollen, reagiert der Körper auf deren Allergene. Verantwortlich für diese Abwehrreaktion ist ein Protein namens Bet v 1, das Hauptallergen der Birke.

Doch es sind nicht nur die Allergen, die einen Heuschnupfenattacke auslösen. Sondern auch weitere winzige Bestandteile der Polle, die bislang als nicht-allergen eingestuft wurden. 

In einer Pilotstudie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz-Zentrums München erstmals die Wirkung dieser besonders kleinen Moleküle auf Allergiker untersucht.

Das Ergebnis: Eine Kombination aus Allergenen und verschiedenen winzigen Moleküle der Birkenpollen lösten bei den Testpersonen eine besonders heftige Immunreaktion aus. Die niedermolekularen Substanzen allein zeigten dagegen keine Wirkung.

In Birkenpollen-Extrakt sind, laut den Forschern, gut 1000 verschiedene niedermolekulare Substanzen enthalten. Einige Stoffe, die allergische Reaktionen verstärken, haben die Forscher schon identifiziert.

Neue Therapie gegen Heuschnupfen?

Die Erkenntnis, dass auch nicht-allergene Substanzen in Pollen großen Einfluss auf die Reaktion des Körpers haben, könnte die Behandlung von Allergien nachhaltig verändern.

Bei einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) verabreichen Ärzte heute eine Flüssigkeit, die Pollen mit allen Bestandteilen enthält.

„Derzeit schlagen nur 60 bis 70 Prozent der Hyposensibilisierungstherapien an“, sagt Prof. Claudia Traidl-Hoffmann von der TUM in einer Pressemitteilung. Ein Grund dafür könnten nicht-allergene aber entzündungsfördernde Inhaltsstoffe sein, die sich negativ auf die Behandlung auswirken.

Die Wissenschaftler hoffen nun, dass sich aufgrund der Ergebnisse die Therapieansätze in Zukunft verbessern lassen. 

Gerade fliegen die Birkenpollen, doch was blüht dann - einen Überblick finden Sie hier: Pollenflugvorschau 2016: So fliegen die Pollen in diesem Jahr

ml

 

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