Kein Entkommen

Hatschi! Birken-Pollenbelastung steigt

Berlin - Hasel- und Erlenpollen sind bereits in der Luft unterwegs - Birke und Gräser starten bald. Sie könnten nach Einschätzungen des Polleninformationsdienstes Allergiker mehr plagen als 2015.

Allergiker könnten in diesem Jahr mehr Probleme mit Birkenpollen bekommen als zuvor. Nach Einschätzungen der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) werden die durch Birkenpollen ausgelösten Symptome wie Heuschnupfen und Asthma 2016 stärker ausfallen als noch im vergangenen Jahr.

Der Baum mit der schwarz-weißen Rinde ist in Deutschland sehr verbreitet. Eine Flucht vor den Birkenpollen sei kaum möglich, sagt Thomas Stützel, Professor für Evolution und Biodiversität der Pflanzen an der Ruhr Universität Bochum. „Nur an der Küste ist es besser, solange der Wind vom Meer her kommt.“

Die am weitesten verbreitete Art des Baums, die Hänge-Birke (Betula pendula Roth), komme praktisch überall vor. Nur in einigen Gebirgsregionen gebe es sie nicht. Der Baum sei sehr genügsam und habe sehr kleine Samen, erläutert Stützel. Da durch den stickstoffhaltigen Regen inzwischen in vielen Gebieten genügend Nährstoffe vorhanden seien, habe die Pionierpflanze gute Chancen zu keimen.

Einen Anstieg der Birkenpollen sieht auch PID-Vorstandsvorsitzender Karl-Christian Bergmann. Das sei jedoch von Region zu Region unterschiedlich. Für ihre Pollenprognose beobachten die Forscher die Wetterentwicklung über mehrere Monate hinweg sowie die jahreszeitliche Entwicklung der Bäume und vergleichen alles mit dem Pollenflug der vergangenen 15 Jahre. Mit Blick auf das absehbare Wetter kann dann ein Mittelwert für die Vorhersagen getroffen werden.

Bisher haben die Birkenpollen-Allergiker noch Schonfrist: „Es sind noch keine Pollen in der Luft“, sagt Bergmann. Da es derzeit viel regne, sei die Luftbelastung durch Pollen insgesamt nicht sehr hoch, bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst in Freiburg. Ab Mitte März beginnt nach PID-Angaben dann der Flug in Süddeutschland, bis Ende des Monats blühen dann die Birken im Norden des Landes. Die Stiftung rechnet im Juni mit dem Ende der Birkenpollen-Saison.

Die Pollen der weiß-schwarzen Bäume gelten als besonders aggressiv. Die Pflanzen geben innerhalb kurzer Zeit sehr viele davon frei. „Bei Umfragen geben Allergiker immer an, stark unter der Birke zu leiden“, sagt Bergmann. Die heftigen Symptome gleich zu Beginn des Jahres hätten aber vielleicht auch einen psychologischen Effekt. Auch die Konzentration der Gräserpollen nimmt nach PID-Angaben seit 2010 wieder zu. Davor sei die Belastung eher zurückgegangen. Die Gräserpollen fliegen von April bis September - auch hier können nach PID-Einschätzung die Beschwerden für Allergiker wieder steigen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Weitere interessante Gesundheitsthemen finden Sie auf:

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.


Es gelten die Datenschutzbestimmungen unserer Webseite.

Meistgelesen

Studie deckt auf: Darum werden Sie ständig von Mücken gestochen - und andere nicht

Studie deckt auf: Darum werden Sie ständig von Mücken gestochen - und andere nicht

Mann glaubt, er habe einen Ausschlag am besten Stück - Sie glauben nicht, wie es endet

Mann glaubt, er habe einen Ausschlag am besten Stück - Sie glauben nicht, wie es endet

Frau schwimmt mit Kontaktlinsen in Pool - dann kämpft sie um ihr Augenlicht

Frau schwimmt mit Kontaktlinsen in Pool - dann kämpft sie um ihr Augenlicht

Ekel-Alarm: Fußpflegerin erlebt grausige Überraschung unter Nagel von Patient

Ekel-Alarm: Fußpflegerin erlebt grausige Überraschung unter Nagel von Patient

Achtung: Darum sind Bananen das schlimmste Frühstück für Sie

Achtung: Darum sind Bananen das schlimmste Frühstück für Sie

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren