Fatale Nebenwirkungen

Forscher warnen: Haarausfall-Mittel verursacht Impotenz 

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Medikamente gegen die Glatze lassen selbstbewusste Männer kalt. Der amerikanische Schauspieler Telly Savalas wurde in der Rolle des glatzköpfigen Polizisten "Kojak" weltweit bekannt.

Gegen Haarausfall bei Männern gibt es Medikamente. Doch diese Mittel können fatale Nebenwirkungen haben, wie Forscher jetzt berichten. Selbst noch Jahre nach dem Absetzen.

Haare auf dem Kopf, aber Flaute im Bett. Schlucken Männer gegen den Haarausfall ein Medikament mit den Wirkstoff Finasterid können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten: Erektionsstörungen, Libidoverlust und Ejakulationsstörungen.

Das Risiko dieser Probleme war bekannt. Nur, wie lang, schwer und häufig Männer unter einer sexuellen Dysfunktion aufgrund von Finasterid leiden, bislang nicht.

Ein Team von Forschern um Dr. Steven Belknap von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago haben in einer Studie die Nebenwirkungen von Finasterid und Dutasterid untersucht. Dutasterid wird Männern bei einer Prostatavergrößerung verschrieben und wirkt ähnlich wie Finasterid. Beide Medikamente greifen in den Testosteron-Stoffwechsel ein.

Das Ergebnis: Männer, die Finasterid gegen Haarausfall schluckten oder mit Dutasterid behandelt wurden, leiden auch nach dem Absetzen der Medikamente unter Impotenz. In einigen Fällen hatten die Männer jahrelang mit sexuellen Problemen zu kämpfen, wie die Forscher im Fachjournal „PeerJ“ berichten.  

Im Rahmen der Studie werteten die Forscher Daten von 12.000 Männer im Alter von 16 bis 89 Jahren, die einen der Wirkstoffe oder beide gemeinsam geschluckt hatten, aus. Auch lange und kurze Einnahmezeiten standen im Focus. Alle Männer hatten vorher keine sexuellen Probleme. Dazu verglichen die Wissenschaftler den Gesundheitszustand mit Männern, die keines dieser Medikamente geschluckt hatten. 

Sexuelle Probleme als Nebenwirkung

„Unsere Studie zeigt, dass es bei Männern, die Finasterid oder Dutasterid nehmen zu einer dauerhaften erektile Dysfunktion kommen kann, durch die sie auch nach dem Absetzen der Mittel für Monate oder Jahre nicht in der Lage sind, eine normale Erektionen zu haben", sagt Dr. Steven Belknap in einer Pressemitteilung der Universität.

Neben Diabetes, Bluthochdruck oder Rauchen gehören diese Medikamente, nach Ansicht der Forscher, nun auch zu den Risikofaktoren einer dauerhaften Impotenz.

Ärzte sollten deswegen Patienten über die möglichen Nebenwirkungen aufklären. Bei einer Therapie wegen Haarausfall sollte das Risiko berücksichtigt werden.

Haarausfall? Forscher lüften Geheimnis

Um Haarausfall zu stoppen, haben US-Forscher, eine radikale Kur getestet:Haare ausreißen. Das Ergebnis war verblüffend, wie Merkur.de berichtet. Was Sie sonst noch über Aufbau und Wachstum von Haaren wissen sollten lesen Sie hier: Die wichtigsten Fakten zum Thema Haare.

ml

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