Höhepunkt erreicht?

Grippewelle 2015: Bisher 60.000 Influenza-Fälle

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Typisch für eine echte Grippe ist das plötzlich einsetzende Krankheitsgefühl mit Fieber, Halsschmerzen und trockenem Husten, begleitet von Muskel-, Glieder-, Rücken- oder Kopfschmerzen.

Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen -  die Zahl der Grippe-Patienten in Deutschland nimmt langsam ab. Noch ist das Influenza-Virus aktiv. Ist nun ein Ende der Grippewelle in Sicht?

Die letzte Grippesaison begann im Herbst. Bisher hat es offiziell mehr als 60.000 Menschen erwischt. Noch ist die Influenza-Aktivität laut dem aktuellsten Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) besonders im Osten stark erhöht. Doch die Zahlen der Grippe-Fälle gehen im Vergleich zur Vorwoche langsam zurück. 

Ende Februar und Anfang März war die Zahl der Infizierten in die Höhe geschnellt, doch nun scheint der Höhepunkt, laut Experten des Robert-Koch-Instituts, vorbei zu sein. 

Das Virus griff spürbar um sich, die Notaufnahmen waren zwischendurch überfüllt. Die Kliniken sprachen von einer angespannten Situation. Zwei Grippe-Tote gab es in München. Laut Medienberichten, litten die Patienten unter Vorerkrankungen. Doch in einigen Fällen verläuft die Grippe auch bei gesunden und jungen Menschen sehr schwer.

Grippewelle: Ist ein Ende in Sicht?

Bayern erlebt nach Behördenangaben derzeit die stärkste Grippewelle seit fünf Jahren. Seit Anfang Januar seien im Freistaat 13.661 Influenza-Erkrankungen nachgewiesen worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Und das seien deutlich mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres.

Symptome einer echten Grippe - Influenza

Typische Symptome der Grippe sind Husten, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die plötzlich auftreten. Die Patienten fühlen sich sehr schwach. Eine Grippe-Infektion kann aber auch mit leichten oder auch ganz ohne Beschwerden verlaufen. Erkältungserkrankungen mit Fieber werden als grippeähnlich bezeichnet. 

Wie kann man sich vor einer Grippeinfektion schützen?

Bester Schutz gegen eine Grippeinfektion ist, laut Meinung der Experten, eine Grippe-Impfung. Für Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr gibt es einen Impfstoff, der als Nasenspray verabreicht wird. Allerdings gibt es durch die Impfung auch keinen hundertprozentigen Schutz vor Grippe.

Das betrifft vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Deshalb kann es auch bei Geimpften zu einer Influenza-Erkrankung kommen, in der Regel aber mit milderem Verlauf. Zu einer Erkrankung kann es auch kommen, wenn sich jemand kurz vor der Impfung angesteckt hat oder der Impfschutz noch nicht vollständig aufgebaut wurde.

Deswegen ist Hygiene zur Grippesaison besonders wichtig.

  • 1. Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife! Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab.
  • 2. Vermeiden Sie mit ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase zu berühren
  • 3. Verzichten Sie während einer Grippewelle möglichst auf das Händeschütteln. Halten sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen.
  • 4. Vermeiden Sie, wenn es sich vermeiden lässt, engen Kontakt zu Erkrankten.
  • 5. Regelmäßig lüften.
  • Bleiben Sie Zuhause, wenn Sie krank sind!

Grippe: Bereits zwei Tote in Bayern

In einem Seniorenheim im oberbayerischen Neuburg an der Donau ist eine hochansteckende Grippe ausgebrochen. Wie das Gesundheitsamt mitteilte handelt es sich um das Influenza-A-Virus vom Subtyp H3. Das Virus grassiert dort schon seit Dezember 2014.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.  
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. 
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.  © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. 
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.  © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

ml

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