Schutz vor Influenza

Grippewelle 2017: Wirkt der Impfstoff dieses Jahr? 

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Wie gut wirkt der Grippeimpfstoff der Saison 2016/2017?

Die Grippewelle 2017 ist da. Der beste Schutz vor einer Influenza ist nach Ansicht von Experten eine Grippe-Impfung. Doch wirkt der Impfstoff dieses Jahr überhaupt? Erste Zahlen sind eher enttäuschend.  

Die Influenza gilt als eine gefährliche Virusinfektion. Influenza-Viren sind extrem ansteckend und tückisch. Sie verbreiten sich durch kleinste Tröpfchen beim Reden, Husten oder Niesen. Grippe-Patienten sind schon ein bis zwei Tage vor den ersten typischen Krankheitssymptomen ansteckend. Obendrein verändern sich die zirkulierenden Grippe-Viren ständig. 

Ist die Grippewelle einmal unterwegs, ist das Risiko sich eine Grippe einzufangen groß. Bester Schutz vor einer Influenza ist eine Impfung, raten Experten. Viele misstrauen der Grippeimpfung, schon aus Angst vor Nebenwirkungen. 

Aber eine Frage beschäftigt uns jedes Jahr aufs Neue: Schützt der aktuelle Impfstoff wirklich wirksam vor Grippe? 

Grippe 2017: Wirkt der aktuelle Grippe-Impfstoff? 

„Die Grippeimpfung wirkt nie so gut, wie man es gerne hätte“, sagt Pressesprecherin Susanne Glasmacher Robert Koch-Institut (RKI) im Gespräch mit unserem Nachrichtenportal. 

Erste Daten aus Skandinavien seien verfügbar. Sie zeigen ein erstes Bild über die Wirksamkeit des aktuellen Grippeimpfstoffs bei älteren Menschen. Demnach wären 25 Prozent der Geimpften geschützt gewesen. In dieser Altersgruppe sollte, bei einer optimalen Grippeimpfung, der Wert bei 60 bis 70 Prozent liegen.

„Ein mäßiger Impfschutz ist besser als gar keiner“, sagt Glasmacher. „Wenn es draußen in Strömen regnet, hilft ein löchriger Schirm auch ein bisschen.“ 

Schwere Krankheitsverläufe hätten aber demnach verhindert werden können. „Der Grippe-Impfstoff ist wie er ist, aber noch die beste Möglichkeit das Risiko zu verringern“, sagt die RKI-Sprecherin. 

Derzeit zirkulieren neben H1N2- (Schweinegrippe) H3N2-Virustypen, die gerade bei älteren Menschen häufig schwere Komplikationen verursachen würden.

Warum wirkt der Grippe-Impfstoff nicht immer?

In den vergangenen Jahren wirkte der Impfstoff auch nicht optimal und schützte nur eingeschränkt. Das sorgte für Diskussionen. Jedes Jahr spricht die WHO im Februar eine Empfehlung für den jeweiligen Impfstoff für die nächste Grippesaison aus. Grippe-Viren können sich jedoch schnell verändern, ständig entwickeln sich neue Varianten. So sei es nicht ungewöhnlich, dass sich Subtypen verändern während der Impfstoff noch produziert würde, sagt Glasmacher. 

Symptome einer echten Grippe

Bei einer echten Grippe reagiert der ganze Körper auf das Virus: Plötzlich quälen einen Kopfweh, Rücken-, Muskel- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Reizhusten und hohes Fieber (über 38,5 Grad Celsius). Hier finden Sie die wichtigsten Fragen, Antworten zu Symptomen einer Grippe-Viren-Infektion.

Gesunde überstehen eine Grippe-Infektion. Das Immunsystem kommt mit den Viren klar. Das Schlimmste ist dann nach etwa fünf bis sieben Tagen überstanden. Grippekranke sind jedoch oft noch länger erschöpft und husten. 

Bei Menschen mit schwachen Abwehrkräften oder chronisch Kranken kann es bei einer Infektion jedoch zu gefürchteten Komplikationen kommen. Jedes Jahr sterben in Deutschland 300 Patienten an Influenza. 31 Todesfälle wurden bislang nach Angaben des RKI in der Grippesaison 2017 labordiagnostisch bestätigt. 

So schützen Sie sich vor der Grippewelle

Neben einer Grippe-Impfung ist es jetzt besonders wichtig auf Hygiene zu achten. Vor allem richtiges Händewaschen ist das A&O.

  • Mindestens 20 bis 30 Sekunden
  • Mit Seife
  • Hände dabei reiben
 

Wie lange dauert die Grippewelle 2017

Eine Grippewelle dauert erfahrungsgemäß zwölf bis 16 Wochen. Die aktuelle Grippesaison startete dieses Jahr vergleichsweise früh und besonders heftig. Ob und wann der Höhepunkt der Grippewelle 2017 erreicht ist, lässt sich immer erst später feststellen. Aktuell nehmen die Grippe-Fälle von Woche zu Woche in Deutschland zu, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza berichtet. Der Anstieg der Meldedaten ist jedoch für die Jahreszeit typisch.

Eine Grippe-Impfung lohnt sich noch. „In zwei Wochen wird die aktuelle Grippewelle noch nicht vorbei sein“, sagt Susanne Glasmacher. Bis ein ausreichender Schutz aufgebaut ist, dauert es bis zu 14 Tage. Normalerweise ist der Herbst nach Ansicht von Experten die beste Zeit für eine Grippe-Impfung.

Grippe: Wer sich impfen lassen sollte

Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen, empfiehlt die STIKO. Darunter fallen:

  • Ältere Menschen ab 60 Jahren 
  • Chronisch Kranke mit Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • Medizinisches Personal 
  • Schwangere

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Grippewelle 2017: Ende zeichnet sich langsam ab

So läuft die Grippewelle 2016/2017.
40. Woche 2016: Die Influenza-Aktivität ist noch schwach. Jede Woche in der Grippe-Saison stellt die Arbeitsgemeinschaft Influenza eine Zusammenfassung über die aktuelle Lage ins Netz. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
41. Woche 2016. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
42. Woche 2016. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
43. Woche 2016. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
44. Woche 2016. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
45. Woche 2016.  © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
46. Woche 2016. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
47. Woche 2016. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
48. Woche 2016. © Robert Koch-Institut.
So läuft die Grippewelle 2016/2017.
49. Woche 2016. Bislang bestätigte sind 275 labordiagnostisch Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand: 13.12.2016) worden. © Robert Koch-Institut.
Grippe Aktivität in der 50. Woche.
50. Woche 2016: Im Vergleich zur Vorwoche ist die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) gestiegen. © Robert Koch-Institut.
Die Grippewelle der Saison 2016/17 hat nach Definition der AGI in der 51. KW 2016 begonnen.
51. Woche 2016: Die Grippewelle der Saison 2016/17 hat nach Definition der AGI in der 51. KW 2016 begonnen. © RKI
52. Woche 2016. Grippeaktivität Influenza 2016/2017
52. Woche 2016.: Für die 51. und 52. Meldewoche 2016 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 2.601 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 03.01.2017), teilt die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) mit. © RKI
Grippe: 01. Woche 2017
01. Woche 2017: Für die 1. Meldewoche 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 2.039 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 10.01.2017). © RKI
Grippewelle: 02. Woche 2017
Für die 2. Meldewoche 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 3.742 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 17.01.2017). © RKI
Für die 3. Meldewoche 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 5.696 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 24.01.2017).
Für die 3. Meldewoche 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 5.696 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt (Datenstand 24.01.2017). © Arbeitsgemeinschaft Influenza
Die Grippewelle in Deutschland: Für die 4. Meldewoche 2017 wurden bislang 9.422 labordiagnostisch bestätigte Influenzainfektionen an das RKI übermittelt.
Die Grippewelle 2017 in Deutschland: Für die 4. Meldewoche 2017 wurden bislang 9.422 labordiagnostisch bestätigte Influenzainfektionen an das RKI übermittelt. © AGI/RKI
Grippewelle 2017: Aktivität in der 05. Woche 2017
05. Woche 2017: Bislang wurden in der fünften Meldewoche 14.242 Influenzainfektionen bestätigt. Die Zahl der Grippefälle in dieser Saison steigt damit auf insgesamt 43.288 (Datenstand: 7. Februar. 2017). © AGI/RKI
Grippewelle 2017 in Deutschland: Die linke Karte zeigt die Influenza-Aktivität in der 3. Meldewoche 2017. Rechts zeigt die Lage zu Beginn der Grippesaison im Oktober 2016 (40. Kalenderwoche).
Grippewelle 2017 in Deutschland: Die linke Karte zeigt die Influenza-Aktivität in der 3. Meldewoche 2017. Rechts zeigt die Lage zu Beginn der Grippesaison im Oktober 2016 (40. Kalenderwoche). © AGI/RKI
Grippewelle 2017: Aktivität in der 06. Woche 2017
Flaut die Grippewelle 2017 ab? Ein Blick auf die Karte zeigt es. Die Zahl der Influenza-Fälle ist auf 62.773 gestiegen (Datenstand: 15. Februar 2017). © AGI/RKI
Die Grippewelle 2017 flaut langsam ab. In der siebten Meldewoche 2017 sind 14.900 bestätigte Influenza-Fälle gemeldet worden. 
Die Grippewelle 2017 flaut langsam ab. In der siebten Meldewoche 2017 sind 14.900 bestätigte Influenza-Fälle gemeldet worden.  © RKI
Karte in der 8. Meldewoche der Grippewelle 2017
Noch hält die Grippewelle an, doch die Influenzafälle nehmen weiter ab. In der achten Meldewoche wurden bislang 12.187 Grippe-Fälle an das RKI übermittelt (Datenstand 28.02.2017). © RKI/AGI
Grippewelle 2017: Die Karte in der 9. Meldewoche zeigt weniger Influenza-Fälle.
Die Influenza-Fälle nehmen langsam ab, wie die Karte in der 9. Meldewoche der Grippewelle 2017 (25.02. bis 03.03.2017) zeigt. © Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI)/ RKI
Grippe: Aktuelle Aktivität der Grippewelle 2017 in der 10. Meldewoche
Die Grippewelle 2017 ebbt ab. In der 10. Meldewoche wurden bislang 3.623 Grippe-Fälle labordiagnostisch bestätigt.  © Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI)/ RKI
Noch hält die Grippewelle 2017 an, doch die Zahl der Grippe-Fälle ist weiter gesunken. In der 11. Meldewoche 2017 wurden bislang 1766 Influenzafälle bestätigt.
Noch hält die Grippewelle 2017 an, doch die Zahl der Grippe-Fälle ist weiter gesunken. In der 11. Meldewoche 2017 wurden bislang 1766 Influenzafälle bestätigt. © RKI
Für die 12. Meldewoche (MW) 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 1.084 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt (Datenstand 28.03.2017).
Für die 12. Meldewoche (MW) 2017 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 1.084 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt (Datenstand 28.03.2017). © RKI

   

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