Symptome vielfältig

Gefährliche Erkrankung: Deuten Sie diese Alarmsignale richtig

+
Bauschmerzen oder Durchfall können eine schwere Erkrankung anzeigen.

Manche leiden seit Jahren an quälenden Symptomen, wissen aber nicht, warum. Dahinter kann eine Unverträglichkeit stecken, die böse gesundheitliche Folgen hat.

Fühlen Sie sich öfters ausgelaugt oder gar wie in Watte gepackt? Dann könnten Sie an einer Allergie leiden, die Betroffenen das Leben zur Hölle machen kann. Doch die Symptome sind so vielfältig und oft so individuell, dass es schwierig ist, die richtige Diagnose zu finden. Peter Green, Leiter des Zöliakiezentrums an der Universität von Columbia, klärt auf, worauf Sie achten müssen und was Sie dagegen tun können.

Glutenunverträglichkeit wird oft übersehen - Betroffene leiden still jahrelang

Viele seiner Patienten sprechen nämlich von einem sogenannten "Gehirnnebel", bei dem sie das Gefühl haben, nicht mehr richtig denken zu können. Green vergleicht diese kognitiven Störungen mit den gleichen Symptomen, wenn man unter einem schweren Jetlag leidet oder betrunken Auto fährt. Es bleibt ein Gefühl von Benommenheit zurück, in dem man die Umgebung nur noch verschwommen wahrnimmt.

Meist stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Betroffenen unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden, besser bekannt als Zöliakie. Dabei reagieren diese empfindlich auf enthaltenes Klebereiweiß, auch Gluten genannt.

Evolutionär nicht angepasst? Das steckt hinter Zöliakie

Green erklärt es folgendermaßen: Wenn jemand eine entsprechende genetische Veranlagung aufweist und dennoch weiterhin glutenhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, führt dies zu einer Immunreaktion im Körper. Dadurch entstehen Entzündungen, die immer weiter befeuert werden, je mehr und je länger man Weizenbrot & Co. zu sich nimmt.

Den Grund dafür erklärt Green im Buch "Gluten Exposed", bei dem er als Co-Auto mitgewirkt hat. Er geht davon aus, dass wir evolutionär nicht darauf ausgelegt sind, Weizen zu essen. Daher können einige das Klebereiweiß nicht richtig zerlegen und es verbleiben viel zu viele Aminosäuren-Moleküle im Magen, die schließlich in den Dünndarm gelangen und dort für schwere Entzündungen sorgen.

Nahrungsmitteln steigen seit Jahrzehnten an - doch noch immer tappen Forscher bei den Entwicklungsmechanismen im Dunklen.

Symptome von Zöliakie zeigen sich vielfältig

Auch wenn die Erkrankung oftmals übersehen wird, gibt es Anzeichen bei Groß und Klein, die stutzig machen sollten, so Green. Folgende Anzeichen bei Kleinkindern sind möglich:

  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsstörungen
  • Durchfall
  • Verringertes Wachstum
  • Unterernährung bei ausreichender Versorgung

Bei Erwachsenen deuten dagegen folgende Symptome darauf hin:

  • Osteoporose
  • Eisenmangel
  • Taubheitsgefühle oder unangenehmes Kribbeln in Armen und Beinen

Lesen sie auch: Kann man nach einem Zecken-Biss eine Fleischallergie entwickeln?

jp

Weitere interessante Gesundheitsthemen finden Sie auf:

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.


Es gelten die Datenschutzbestimmungen unserer Webseite.

Meistgelesen

Mann jätet Unkraut - kurz darauf will er sich am liebsten das Bein abschneiden

Mann jätet Unkraut - kurz darauf will er sich am liebsten das Bein abschneiden

Zecken entfernen: So töten Sie den Blutsauger richtig

Zecken entfernen: So töten Sie den Blutsauger richtig

Ekel-Alarm: Das soll in stillem Wasser oftmals lauern

Ekel-Alarm: Das soll in stillem Wasser oftmals lauern

Mann hat Hunderte Pickel im Gesicht – weil er das jeden Tag aß

Mann hat Hunderte Pickel im Gesicht – weil er das jeden Tag aß

Zecken-Alarm: Diese Symptome weisen auf eine Borreliose-Infektion hin

Zecken-Alarm: Diese Symptome weisen auf eine Borreliose-Infektion hin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Das könnte Sie auch interessieren