Bakterien verseucht

So eklig sind Festival-Armbänder am Handgelenk

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Nun ist die Zeit der coolsten Open-Air Festivals. Zur Erinnerung bleibt das Festival-Armband am Handgelenk. Ärzte warnen vor dieser Andenken-Kultur.

Indie, Rock, Techno oder Pop - nun ist die Zeit der coolsten Open-Air Festivals. Zur Erinnerung bleibt das Festival-Armband am Handgelenk. Ein böser Fehler, wie Forscher nun herausgefunden haben.

Wer das ganze Wochenende auf einem Festival durchgetanzt hat, ist oft unschwer sofort am Handgelenk zu erkennen: an den bunten Bändern aus Kunstfaser oder Stoff. Diese Armbänder werden mit Stolz und Ehrfurcht getragen, wenn's geht den ganzen Sommer lang oder auch über mehrere Jahre. Nach einiger Zeit sehen Souveniers zwar etwas ranzig aus, doch das stört kaum einen. Doch dieser Spleen hat eine besonders eklige Seite. Mit diesen Schmuckstücken tragen die Festival-Gurus nämlich nicht nur Erinnerungen, sondern auch unfassbar viele fiese Bakterien herum.

Festival-Armbänder sind einer aktuellen Studie zufolge, mit Keimen verseucht. Wie die britische Webseite Metro.co.uk berichtet, hat Prof. Alison Cottell von der University of Surrey herausgefunden, dass diese Bänder über 20 mal mehr mit Bakterien verseucht sind als normale Klamotten.

Besonders schockierend: Vor allem die Konzentration von Staphylokokken und Mikrokokken war in diesem Fall besonders hoch. In der Regel wären Staphylokokken zwar harmlos, erklärt Cottell, aber sie könnten auch eitrige Infektionen an einfachen Schnitten und Schürfwunden verursachen. Oder, wenn sie mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommen, eine Lebensmittelvergiftung auslösen.

Für passionierte Festival-Gänger hat die Wissenschaftlerin einen Rat: Wer im Gesundheitswesen arbeitet oder Speisen zubereitet, sollte die Festival-Bänder aus hygienischen Gründen einfach abnehmen und nicht warten bis sie von selber abfallen.

Bei den untersuchten Exemplaren handelte es sich übrigens um zwei Festival-Bänder, die Fans seit dem Reading Festival 2013 getragen hatten. 

Vor einigen Wochen hatten Mikrobiologen aus der USA Bärte "von einer Handvoll mutiger Männer" unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war in einigen Fällen schockierend. 

Faszinierende Fotos! Zellen im XXL-Format

Nano-Momente 2014
„Wenn Hennen rennen!“: Es sieht aus wie ein zerzaustes Hühnchen, das von einem Windstoß an die Wand gepresst wird: Das arg mitgenommene Federvieh ist in Wirklichkeit eine Bindegewebszelle, die sich auf der faserigen Oberfläche von Alginat – einer aus Algen gewonnenen Substanz – verankert hat. Mit ihrer Aufnahme „Wenn Hennen rennen“ haben Saarbrücker und Marburger Forscher um Professor Marc Schneider den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis im bundesweiten Fotowettbewerb „Nano-Momente“ gewonnen. © Clemens Tscheka, Michael Gepp, Nico Strack und Prof. Dr. Marc Schneider /cc-NanoBioNet e.V./ Deutscher Verband Nanotechnologie e.V.
Nano-Momente 2014
„Monsterparty“: Das Foto zeigt eine Rastertransmissionselektronenmikroskopie-Aufnahme von Darmkrebszellen mit Silika-Partikeln. © Dr. Marina Pfaff /cc-NanoBioNet e.V./ Deutscher Verband Nanotechnologie e.V.
Nano-Momente 2014
„Korallen“: Die rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt Bronchialkrebszelle der Lungenzelllinie Calu-3. Sie ist als blaue, teppichartige Struktur abgebildet und von unzähligen Härchen, so genannten Mikrovilli, bedeckt. Um die Strukturen hervorzuheben wurde die Aufnahme nachträglich koloriert. © Marius Hittinger, Nicole Zumpf, Petra König, Dr. Nicole Schneider-Daum und Prof. Dr. Claus-Michael Lehr /cc-NanoBioNet e.V./ Deutscher Verband Nanotechnologie e.V.
Nano-Momente 2014
„Knochenkugel“: Der Sphäroid besteht aus 10.000 menschlichen Knochenzellen. © Metzger W et al, Cytotherapy. 2011 Sep;13(8):1000-12.
Nano-Momente 2014
"Nano-Maiskolben": Zylinderförmiger Partikel im Mikrometermaßstab aufgebaut aus Nanopartikel © Clemens Tscheka, Marius Hittinger, Pascal Schommer, Katrin Voos, Nicole Daum, Marc Schneider/cc-NanoBioNet e. V./ Deutscher Verband Nanotechnologie e. V

ml

 

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