Leben retten

Fast jeder Dritte hat einen Organspendeausweis

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Organspendeausweis.

Eine Entscheidung um Leben zu retten: Die Zahl der Menschen mit einem Organspendeausweis ist in Deutschland zuletzt gestiegen. Für Menschen, die auf ein Organ warten ist das eine gute Nachricht.

Das ergab eine am Mittwoch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin vorgestellte repräsentative Umfrage. Im Frühjahr 2016 besaßen demnach 32 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis. Vor drei Jahren waren es einer vergleichbaren Umfrage der BZgA zufolge lediglich 28 Prozent.

Auch die generelle Einstellung der Bürger zu einer Organspende blieb weiterhin zum überwiegenden Teil positiv. 81 Prozent standen dem Thema der aktuellen Umfrage zufolge aufgeschlossen gegenüber. 2013 - im Jahr nach Bekanntwerden des Organspendeskandals an einigen Krankenhäusern - waren es laut BZgA 78 Prozent. 2010 lag der Wert bei 79 Prozent.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) äußerte sich erfreut. Zugleich appellierte er an die Deutschen, sich in größerer Zahl als Spender zur Verfügung zu stellen. "Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen in Deutschland eine bewusste Entscheidung treffen und in einem Organspendeausweis festhalten, denn diese Entscheidung kann Leben retten."

Spender nach ihrem Tod

Neben dem Organspendeausweis spielen der Umfrage zufolge auch Patientenverfügungen eine Rolle dabei, den Willen mit Blick auf Organ- und Gewebeproben vorab zu fixieren. Neun Prozent der Befragten taten dies - entweder nur dort oder zusätzlich zum Spendeausweis.

Von den Menschen, die Anweisungen für den Fall einer potenziellen Spendesituation nach ihrem Tod hinterließen, stimmten etwa drei Viertel (74 Prozent) einer Entnahme zu. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) widersprachen. Vier Prozent übertrugen die Entscheidung anderen.

An der zum Tag der Organspende am Samstag veröffentlichen Befragung beteiligten sich laut BZgA und Gesundheitsministerium 4002 Bürger im Alter von 14 bis 75 Jahren. 2012 waren an einigen deutschen Universitätskliniken Manipulationen im Zusammenhang mit der Zuteilung von Lebertransplantaten an Patienten bekanntgeworden. Das führte zu einem massiven Vertrauensverlust in das System. Die Zahl der Organspenden ging stark zurück.

In einem Krankenhaus im Raum Bremen gab es im vergangenem Jahr eine Panne bei der Organspende, es war nicht klar ob der Spender womöglich noch lebte. 

AFP

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