Krebsprävention

Diese Essensgewohnheit senkt Ihr Krebs-Risiko erheblich

Die Krebsforschung macht immer neue Fortschritte: Die Entstehung von Darmkrebs - auf dem Foto ist ein Stück Gewebe aus dem Dickdarm zu sehen - könnte in vielen Fällen wohl verhindert werden.
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Die Krebsforschung macht immer neue Fortschritte: Die Entstehung von Darmkrebs - auf dem Foto ist ein Stück Gewebe aus dem Dickdarm zu sehen - könnte in vielen Fällen wohl verhindert werden.

Mehrere Faktoren sind verantwortlich für die Entstehung von Krebs - eine immer wichtigere Rolle spielt dabei die Ernährung.

Sitzen ist das neue Rauchen - diesen Spruch kennen viele. Neu ist die Version "Übergewicht ist das neue Rauchen" - gemeint ist, dass Übergewicht wie auch Rauchen besonders schädlich für die Gesundheit ist. Einige relativ neue Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass Übergewicht auch ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Krebs ist.

Eigenes Krebsrisiko mithilfe eines Zehn-Punkte-Plans reduzieren

So schreibt der World Cancer Research Fund (WCRF) in seinen Empfehlungen zur Krebsprävention, dass die Ernährung neben einem aktiven Lebensstil einen besonderen Stellenwert einnimmt. Das WCRF ist ein Institut, das seinen Schwerpunkt auf die Krebsvorsorge legt. Der Zehn-Punkte-Plan der Behörde soll das Krebsrisiko sogar bis zu 40 Prozent senken.

Dieser sieht unter anderem vor, Übergewicht zu reduzieren. Dieses sei die Ursache für mindestens zwölf Krebsarten, darunter Eierstock-, Prostata-, Magen-, Mund und Rachen-, Darm-, Brust-, Gallenblasen-, Nieren-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- und Gebärmutterkrebs, wie auch der Focus berichtete. Die Prognose der Behörde ist düster: Die Wissenschaftler rechnen damit, dass die Zahl der Neuerkrankungen weltweit bis 2035 um fast 60 Prozent steigen wird. Das entspricht 24 Millionen neuen Krebserkrankungen. "Wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, werden Übergewicht und Fettleibigkeit wahrscheinlich das Rauchen als Risikofaktor Nummer eins für Krebs überholen", so die Schätzung des WCRF.  

Ihre Meinung ist gefragt:

Fertiggerichte meiden, Vollkorn und Hülsenfrüchte bevorzugen

Um das eigene Krebsrisiko zu senken, kann jeder etwas tun. Etwa im Bereich Ernährung: Der Zehn-Punkte-Plan sieht mindestens 30 Gramm Ballaststoffe und 400 Gramm pflanzliche Lebensmittel am Tag vor. Empfohlen werden vor allem Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Bohnen, Linsen und andere Hülsenfrüchte.

Ebenfalls wichtig für die Krebsprävention: so selten wie möglich zu verarbeiteten Lebensmitteln greifen. Diese sind reich an Zucker und Fett, welche Adipositas begünstigen. Nicht nur Fast-Food und Fertiggerichte zählen dazu, sondern auch Backwaren, Desserts und Süßigkeiten. Auch zuckersüße Limonaden und Säfte sollten als Genussmittel angesehen werden - und demnach nur selten konsumiert werden.

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Krebserregende Viren: Diese Erreger können Krebs auslösen

Herpesvirus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) zählt zur Gruppe der Herpesviren. Dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) zufolge gilt als sicher, dass eine Infektion mit EBV zur Entstehung von B-Zell-Lymphomen beitragen kann, einer bösartigen Erkrankung von B-Lymphozyten. Mit Lymphom werden in der Medizin bösartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. In Tumoren von T-Lymphozyten (T-Zell-Lymphome) konnte das Epstein-Barr-Virus ebenfalls nachgewiesen werden, so das dkfz. © Imago
Das Magenbakterium Helicobacter pylori
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, Magenkrebs zu fördern. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblockern äußerst erfolgreich. © dpa
HIV: Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet
Die rote Schleife soll das Thema Aids und HIV in die Mitte der Gesellschaft rücken. Eine Infektion mit sogenannten HI-Viren (humane Immundefizienzviren) kann die Krankheit Aids auslösen. Menschen mit Aids sind häufiger von Krebs betroffen, vermutlich aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert.  © Oliver Berg/dpa
Impfausweis
Hepatitis B fördert Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © Martin Wagner/Imago
Hepatitis C Viren
Gegen Hepatitis-C-Viren gibt es unglücklicherweise (noch) keinen Impfstoff. Die aggressiven Erreger zählen zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert, werden Hepatitis-C-Viren inzwischen aber auch mit weiteren Tumorarten in Zusammenhang gebracht: Auch Krebs der Gallenwege sowie das Multiple Myelom könnten durch eine Infektion begünstigt werden, heißt es.  © CAVALLINI JAMES/Imago
HPV (Humane Papillomviren)
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt Arten, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © CAVALLINI JAMES/Imago

Auf die Langzeit-Ernährungsgewohnheiten kommt es an

Wer dann noch wenig rotes Fleisch und selten Wurst isst, macht so einiges richtig: "Essen Sie nur moderate Mengen an rotem Fleisch wie Rindfleisch, Schweinefleisch und Lamm und wenig bis kein verarbeitetes Fleisch", heißt es in den Empfehlungen des WCRF. Am besten wäre jedoch der Verzicht, genauso bei Alkohol: Dieser soll maßgeblich an der Entstehung von Krebs beteiligt sein, so der World Cancer Research Fund.

"Unsere Forschung zeigt, dass es unwahrscheinlich ist, dass bestimmte Lebensmittel oder Nährstoffe Einzelfaktoren für die Entstehung oder den Schutz vor Krebs sind", sagte Giota Mitrou, Direktorin des WCRF für Forschungsfinanzierung und Außenbeziehungen. Vielmehr würden verschiedene Ernährungs- und Bewegungsmuster im Laufe des Lebens Menschen mehr oder weniger anfällig für Krebs machen.

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