Killer-Virus

Die Ebola-Epidemie 2014/15: eine Chronologie

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits mehr als ein Dutzend Ebola-Ausbrüche in Afrika verzeichnet. Die letzte Epidemie war dabei die mit weitem Abstand verheerendste.

Die Ebolafieber-Epidemie in Westafrika 2014/15 war die bisher verheerendste der Geschichte. Mehr als 11.300 Menschen fielen der Fieberkrankheit zum Opfer. Ein Rückblick:

Zwei Jahre nach Ausbruch der bisher größten Ebola-Epidemie in in den drei westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone will nun die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als letztes der drei betroffenen Länder Liberia für ebolafrei erklären.

Was bedeutet ebolafrei?

Ein betroffenes Land wird für ebolafrei erklärt, wenn es 42 Tage - die doppelte Zeitspanne der maximalen Inkubationszeitraums - keine neuen Fälle gegeben hat.

Das Ebola-Virus ist hoch ansteckend. Warum eine Ebola-Infektion so gefährlich ist, lesen Sie hier. 

Chronologie der Ebola-Epidemie
Dezember 2013 Die Seuche bricht im westafrikanischen Guinea aus und verbreitet sich in den Nachbarländern Sierra Leone und Liberia.
23. März 2014 In Guinea sind laut einem Radiobericht etwa 60 Menschen an Ebola gestorben, es gibt fast 100 Infizierte.
23. Juni 2014 Experten warnen, die Epidemie sei außer Kontrolle.
31. Juli 2014 Sierra Leone erklärt den nationalen Notstand.
4. August 2014 Ebola breitet sich in Nigeria aus.
8. August 2014 Die WHO stuft die Ebola-Epidemie als Internationalen Gesundheitsnotfall ein. Nigeria ruft den nationalen Notstand aus.
11. August 2014 Die Zahl der Toten steigt laut WHO auf mehr als 1000.
29. August 2014 Im Senegal wird ein Ebola-Patient identifiziert.
10. Oktober 2014 Zum ersten Mal steckt sich ein Mensch in den USA bei einem anderen Menschen mit Ebola an. Die Krankenschwester hatte sich bei einem Patienten infiziert.
7. November 2015 Die WHO erklärt die Ebola-Ausbreitung in Sierra Leone für beendet. Guinea folgt am 29. Dezember. Sofern bis zum 14. Januar 2016 kein neuer Fall auftritt, wird auch Liberia für ebolafrei erklärt.
14. Januar 2016 WHO erklärt Ebola-Epidemie in Westafrika für beendet.
Zwei Jahre nach Ausbruch der Krankheit sei nun auch Liberia Ebola-frei, teilte die WHO am Donnerstag in Genf mit.
  • Die Übertragungswege von Ebola: Blut und andere Körperflüssigkeiten von Erkrankten sind die Hauptinfektionsquellen für Ebola. Die wichtigsten Fakten lesen Sie hier.

Ebola: So funktioniert der gelbe Schutzanzug

Schutzkleidung gegen Ebola
Für Pfleger und Ärzte von Ebola-Patienten ist vor allem eines wichtig: Schutz vor Ansteckung. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Ebola-Helfer tragen neben dem gelben Schutzanzug Atemmaske, Schutzbrille, Schuhüberzieher und zwei Paar Handschuhe, die übereinander getragen werden. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Eine Bedienungsanleitung zum Anziehen eines Schutzanzuges. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Zu Demonstrationszwecken zieht ein Arbeiter der Firma Dach einen Ebola-Schutzanzug an. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Der gelbe Overall Typ 3 ist komplett flüssigkeitsdicht. Das Ebola-Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten wie beispielsweise auch Schweiß oder Erbrochenes übertragen. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Ein Karton mit Ebola-Schutzkleidung. Mit einem gelben Anzug vom flüssigkeitsdichten Typ 3 kostet ein Paket rund 36 Euro. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Das Tragen der Ebola-Schutzkleidung ist unangenehm: Wegen des zeltartigen Stoffes kann die Haut nicht atmen, darunter wird es schnell warm und feucht. Eine Tragezeit von 90 Minuten wird empfohlen. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Mit Masken und Spezialanzügen schützen sich Pflegekräfte auf der "Station 68" am Uniklinikum in Frankfurt am Main (Hessen) während einer Simulationsübung (August) vor einer Ansteckung mit gefährlichen Keimen. © dpa
Schutzkleidung gegen Ebola
Am 3. Oktober 2014 wird ein an Ebola erkrankter Patient mit einem speziellen Krankenwagen in die Isolierstation der Uniklinik in Frankfurt am Main (Hessen) gebracht. © dpa


dpa

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