Chlamydien, Warzen, Dermatitis

Diese Krankheiten können Sie sich beim Freibad-Besuch einfangen

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In Becken von Freibädern lauern viele Keime und Bakterien.

Eigentlich ist ein Freibad-Besuch als wohltuende Abkühlung gedacht – doch im Becken lauern oft fiese Keime und Bakterien, die Krankheiten auslösen können.

Manchmal hilft alles Chlor nichts: Zahlreiche Bakterien und Keime tummeln sich in deutschen Freibädern und sorgen für fiese Ausschläge und Augenrötungen. Denn das warme Wasser ist ein perfekter Nährboden für Pilze, Parasiten und andere Krankheitserreger. Vor allem an den Schleimhäuten sorgen diese für lästige Entzündungen – und am ehesten trifft es kleine Kinder.

Christopher Ohl, Professor für Infektionskrankheiten vom Wake Forest Baptist Medical Center, warnt davor, Wasser aus dem Pool zu schlucken. Es lässt sich zwar manchmal nicht vermeiden, doch die meisten Bakterien gelangen über diesen Weg in den Körper. Hier finden Sie heraus, welche Krankheiten im Becken lauern:

Bindehautentzündung durch Keime und Bakterien

Eine der häufigsten Entzündungen, die sie sich im Freibad einfangen können, sind die an der Bindehaut – auch Schwimmbad-Konjunktivitis genannt. Die Augen werden rot und beginnen zu tränen, da das Chlor den schützenden Tränenfilm angreift und somit den Weg für Keime und Bakterien freimacht. Wie der Focus berichtet, stellen Augentropfen mit Tränenersatzflüssigkeit eine kleine Hilfe dar. Wenn sich die Entzündung nach 24 Stunden nicht bessert, ist allerdings ein Arztbesuch angesagt.

Als Präventionsmaßnahme sollten Sie eine Schwimmbrille tragen und auf Kontaktlinsen verzichten. Auf diesen können sich nämlich Keime und Pilze festsetzen und ebenfalls fiese Infektionen auslösen.

Keime im Freibad: Ohrenentzündung

Auch als Otitis externa bekannt, sorgt die Schwimmbad-Ohrenentzündung für brennende und schmerzende Gehörgänge. Es handelt sich allerdings nicht um eine klassische Mittelohrentzündung, da nur die äußeren Gehörgänge betroffen sind. Die Entzündung wird durch Keime wie Pseudomonas aeruginosa hervorgerufen und sollte – falls nach 24 Stunden noch nicht abgeklungen – von einem HNO-Arzt untersucht werden.

Sie können der Krankheit aber ganz leicht vorbeugen, indem Sie sich die Ohren mit Wasser ausspülen und mit einer Fettcreme einreiben.

Auch Chlamydien tummeln sich im Wasser

Die Geschlechtskrankheit selbst können Sie sich über das Wasser zwar nicht einfangen, doch eine Unterform der Infektion (Serotypen A bis C) können schwere Augenentzündungen auslösen.

Whirlpool-Dermatitis

Der Name ist hier Programm: Denn besonders anfällig für Whirlpool-Dermatitis ist man in kleinen Becken. Meistens treten die ersten Symptome des Ausschlags ein bis vier Tage nach Freibad-Besuch auf und klingen nach zwei Wochen wieder ab.

Zur Vorbeugung lohnt sich nach dem Baden eine gründliche Dusche und das Einreiben des Körpers mit einer Feuchtigkeitscreme.

Warzen nach Freibad-Besuch

Oft entdeckt man Wochen nach dem Freibad-Besuch winzige Warzen auf der Haut – sogenannte Dellwarzen -, die zwar harmlos sind, sich aber recht schnell vermehren. Das können Sie vermeiden, indem Sie vor dem Schwimmen die Haut gut eincremen. Das Molluscum contagiosum-Virus, das die Warzen auslöst, findet nämlich besonders bei trockener Haut Zugang.

Durchfall und Erbrechen

Wer mit Übelkeit und Erbrechen nach Hause fährt, hat sich vermutlich Coli-Bakterien oder Kryptosporidien eingefangen – vor allem letztere lassen sich nicht durch Chlor abtöten, sondern nur mithilfe von UV- oder Ozonbehandlungen.

Sie gelangen über Fakälien ins Wasser, die vor allem durch Kinder ins Becken getragen werden. Eine Infektion lässt sich kaum vermeiden, selbst wenn Sie kein Wasser schlucken. Coli-Bakterien sind außerdem Auslöser für Scheideninfektionen oder Blasenentzündung – ziehen Sie deshalb sich nach dem Badebesuch schnell um, da sich im feuchten Badeanzug die Keime besonders gut vermehren können.

Hier erfahren Sie außerdem, warum Frauen gerade im Sommer für Scheidenpilz anfällig sind. Was bedeutet es eigentlich, wenn es im Freibad besonders stark nach Chlro riecht?

Von Franziska Kaindl

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