Sommerqualen

Macht die Hitze wirklich dicke Beine?

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Schlanke Beine sind ein Blickfang.

Draußen ist es endlich Sommer, doch die steigenden Temperaturen haben bei vielen auch fiese Nebenwirkungen: Füße und Beine schwellen an. Ist die Hitze wirklich schuld daran? 

Extreme Temperaturen setzen dem Körper ganz schön zu. Hitze belastet den Körper. Schnell ist das vor allem an den Beinen zu merken. Es kann ziemlich unangenehm sein, wenn die Waden spannen und die Knöchel geschwollen sind.

Der Grund: Um den Körper konstant auf seiner Betriebstemperatur von 37 Grad zu halten, leitet er überschüssige Wärme nach außen ab. Die Gefäße weiten sich, die Blutzirkulation verlangsamt sich. In den Beinvenen staut sich leichter das Blut, gleichzeitig werden die Venenwände durchlässiger. Flüssigkeit kann dann ins umliegende Gewebe eindringen und schon schwellen die Beine an. Besonders, wenn Frauen dazu noch unter einem schwachen Bindegewebe leiden.

Um den Blutfluss zu fördern und die Schwellungen zu lindern, hilft es die Beine zu kühlen und hochzulegen. Durch die Kälte ziehen sich die Venen zusammen und das Blut fließt wieder besser.

Stützstrümpfe können bei leichten Beschwerden die Tätigkeit der Venen erleichtern. Bei größeren oder langanhaltenden Problemen ist es jedoch ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Auch wenn die Beine plötzlich anschwellen.

Wer jedoch an einem schlechten Bindegewebe oder auch Krampfadern leidet, sollte im Sommer die pralle Sonne grundsätzlich vermeiden.

Krampfadern: Das sollten Sie wissen

Krampfadern
Makellose Beine sind ein Traum jeder Frau. Wer will schon blaue Stellen. Doch bei Frauen und auch bei Männern verändern sich im Laufe des Lebens die Venen. Krampfadern (Varizen) können entstehen.  © obs medi GmbH & Co.KG
Venenschwäche
Bewegungsmangel, Übergewicht und "Stehberufe" begünstigen die Entwicklung von Krampfadern. Für die Venenklappe in den Beinen ist das nämlich Schwerstarbeit. Kleine bläuliche Besenreiser unter der Haut sind erste Anzeichen einer Venenschwäche. © BGW
Die Beine fühlen sich schwer an, sind angeschwollen, kribbeln oder jucken, Wadenkrämpfe stören den Schlaf. Diese Symptome treten auf, wenn sich das Blut in den Beinen staut, weil die Venen mit dem Rücktransport zum Herzen überlastet sind. © obs Junge Hansa
Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, versackt das Blut in den Beinen. Die Folge: Die Venen leiern aus, es kommt zu Krampfadern. © obs medi Bayreuth
Flugreisen sind für Menschen mit Venenerkrankungen problematisch. Durch langes Sitzen mit angewinkelten Beinen wird der Blutfluss in den Venen langsamer. Es lauert die Gefahr einer Venenentzündung oder Thrombose. Die schwerste Komplikation bei einer tiefen Beinvenenthrombose ist die Lungenembolie. © obs
Wer lange sitzt sollte jede halbe Stunde die Füße im Fußgelenk zehnmal auf und ab bewegt und im Kreis gedreht werden. Außerdem raten Experten möglichst oft aufzustehen, umherzugehen und Kompressionsstrümpfe zu tragen.  © obs medi Bayr euth
Medizinische Kompressionsstrümpfe verringern den Durchmesser der Beinvenen. Die innenliegenden Venenklappen schließen wieder, das Blut fließt besser und schneller zum Herzen. © obs medi GmbH
Bei Venenleiden, wie schweren, müden Beinen, Krampfadern oder nach einer Thrombose, sind medizinische Kompressionsstrümpfe die Basistherapie. © obs mediven
Je nachdem wie weit stark die Krampfadern sind, können sie operativ behandelt werden: Veröden, Verschweißen oder Ziehen sind mögliche Therapien. Beim Veröden wird ein Wirkstoff direkt in die Vene gespritzt. Sie entzündet sich, verschließt sich und wird vom Körper abgebaut. © dpa
Beim Verschweißen wird eine Spezialfaser in die Vene eingeführt und per Radiowellen oder per Laserstrahlen erwärmt. Sie sterben ab und werden innerhalb von einigen Monaten abgebaut. Allerdings muss der Patient die Behandlung selbst bezahlen. Pro Stammvene kostet das rund 1300 Euro. © obs
Als beste und älteste Methode, Krampfadern beizukommen, gilt das Venenstripping. Dabei werden die kranken Venen minimalinvasiv und bei örtlicher Betäubung aus dem Bein gezogen. Welches Verfahren besten geeignet ist sollten Sie mit einem Facharzt für Venenleiden, dem Phlebologen, abklären. © obs
Tanzen, Laufen, Beine hochlegen - alles was den Abfluss in den Venen fördert, ist gut für die Beine. © dpa
Kneipp-Bund e.V.
Kalte Wassergüsse beschleunigen den Blutfluss in den Venen und regen den Kreislauf an. Regelmäßige Fußbäder fördern das Wohlbefinden, härten ab und können Krampfadern vorbeugen. © Kneipp-Bund e.V.

ml

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