A,B, AB oder 0

Was die Blutgruppe über Ihr Gehirn verrät

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Ein Tropfen Blut verrät viel über unsere Gesundheit.

Blut, ist nicht gleich Blut. Es gibt vier Blutgruppen A,B, AB oder 0. Sie sind bei einer Bluttransfusionen wichtig. Aber auch für unser Gehirn, wie Forscher nun herausgefunden haben.

Schon ein Tropfen Blut kann viel über unsere Gesundheit verraten, das ist mittlerweile bekannt. Doch Blut, vor allem die Blutgruppe, verrät noch mehr. Denn sie kann die Entwicklung des Nervensystems, also unser Gehirn, beeinflussen, berichtet das Onlinemagazin Medicaldaily. Sogar wie das Gehirn altert könne sich anhand der Blutgruppe vorhersagen lassen.

Zu diesem Ergebnis sind demnach Neurowissenschaftler der Universität Sheffield gekommen. Im Rahmen einer aktuellen Studie wurden die Gehirne von 184 Erwachsenen mit verschiedenen Blutgruppen im MRI durchleuchtet. Die wichtigsten vier Blutgruppen sind A,B, AB, 0, positiv und negativ. Die Struktur der roten Blutkörperchen bestimmt die Blutgruppe.

Im Fokus der Forscher stand dabei die sogenannte graue Substanz im Gehirn. Die graue Substanz bestimmt zum Teil die Intelligenz eines Menschen. Sie ist für Gedächtnis und Denken mitverantwortlich.

Bei den Untersuchungen zeigten sich Unterschiede im Volumen: Probanden mit der Blutgruppe A,B, AB hatten offensichtlich weniger graue Masse als die Blutgruppe 0. Vor allem in den Hirnregionen, die bei einer Alzheimer Erkrankung als erstes schrumpfen.

Die Ergebnisse lassen aber bislang noch keine Schlüsse über eine drohende Demenz zu. Sie würden nur zeigen, dass es eine Differenz am Gehirnvolumen gäbe. Weitere Studien müssten nun zeigen, warum und wie Blutgruppen das  Nervensystems beeinflussen. 

Durch Meditation kann graue Substanz im Gehirn wachsen. Dieser Effekt könnte das Gehirn vor dem Altern schützen. Wissenschaftliche Belege stehen allerdings noch aus, denn neben dem Meditieren haben der Lebensstil und die Gene einen Einfluss auf den Alterungsprozess. 

Das Ergebnis der aktuellen Studie wurde im Fachmagazin Brain Research Bulletin veröffentlicht.

Blut - Saft des Lebens

Blut
Ein Tropfen Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser, roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozythen). Vier bis sechs Liter Blut pulsieren ohne Pause durch den Körper eines erwachsenen Menschen. © dpa
Blut
Der österreichische Immunologe Karl Landsteiner stellte 1901 das Blutgruppen ABO-System vor. Er konnte vier klassischen Blutgruppen A, B, AB und 0 benennen. Danach lässt sich heute genau feststellen, ob ein Blutspender wirklich zum Empfänger passt. Der Körper das Blut verträgt. © dpa
Ein Mensch mit der Blutgruppe A hat auf seinen roten Blutkörpern (Erythrozyten-Oberfläche) das Antigen A, während bei Gruppe B das entsprechend Antigen B vorhanden ist. Blutgruppe AB bedeutet beide Antigene. Menschen der Blutgruppe 0 haben weder das A- noch das B-Antigen.
Ein Mensch mit der Blutgruppe A hat auf seinen roten Blutkörpern (Erythrozyten-Oberfläche) das Antigen A, während bei Gruppe B das entsprechend Antigen B vorhanden ist. Blutgruppe AB bedeutet beide Antigene. Menschen der Blutgruppe 0 haben weder das A- noch das B-Antigen. © dpa
Blut
Der sogenannten Rhesusfaktor bestimmt auch ein weiteres Antigen auf den roten Blutkörperchen: das Blut rhesuspositiv also mit Antigen oder rhesusnegativ ohne Antigen. © dpa
Blut
Die Blutgruppen kommen unteschiedlich häufig in Mitteleuropa vor. Gruppe A: 44,5 Prozent, B: 10,5 Prozent. AB: 4,5 Prozent. 0: 40 Prozent. 85 Prozent der europäischen Bevölkerung sind rhesuspositiv, weshalb es einen ständigen Mangel an rhesusnegativem Spenderblut gibt. © dpa
Blut
Als Universalspender gelten Menschen mit der Blutgruppe 0. Ihr Blut kann von allen anderen Gruppen empfangen werden. © dpa
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Universalempfänger sind dem entsprechend Menschen der Gruppe AB, da ihnen zur Not auch Blut der Gruppen A, B und 0 übertragen werden kann. © dpa
Blut
Die roten Blutkörperchen werden im roten Knochenmark gebildet. Sie leben etwa vier Monate und werden dann in der Milz abgebaut. Fließt das Blut an der Lunge vorbei, nehmen sie dort den Sauerstoff auf und bringen ihn zu allen Zellen des Körpers. Das Kohlenstoffdioxid bringen sie wieder zurück zur Lunge. © dpa
Blut
Die weißen Blutkörperchen sind Immunzellen und die Polizei des Körpers. Sie im Knochenmark gebildet. Auch die Blutplättchen entstehen im Knochenmark. Sie sind für die Blutgerinnung verantwortlich.    © dpa
Blut
Blutspenden kann jeder gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 59 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm. Da Blut nicht künstlich erzeugt werden, ist das Blutspenden wichtig. Bei einer Blutspende werden dem Körper 0,5 Liter Blut entnommen. © dpa
Blut
Blutplasma kann im Labor durch Zentrifugieren von Blut gewonnen werden. Es besteht zu 90 Prozent aus Wasser. In der leicht gelblichen Flüssigkeit sind Eiweißstoffe, Hormone, Fette, Zucker, Mineralstoffe und Vitamine gelöst. © dpa

ml

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