Bluthochdruck & Co.

Atemstillstand: Wenn Schlafen zur Gefahr für Ihre Gesundheit wird

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Schlafapnoe ist hierzulande ein unterschätztes Gesundheitsproblem.

Stress, Lärm, Sorgen: Ursachen für Schlafstörungen gibt es viele. Besonders gefährlich kann es allerdings werden, wenn der Atem während der Nachtruhe aussetzt.

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter unterschiedlichen Formen der sogenannten Schlafapnoe. Das hat jetzt eine bundesweite Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergeben. Vor allem bei den 55- bis 89-Jährigen hat sich die Zahl der Patienten mit nächtlichen Atemaussetzern zwischen 2006 und 2016 mehr als verdoppelt. Zuletzt waren noch rund 28.000 KKH-Versicherte dieser Altersgruppen betroffen.

Was ist Schlafapnoe?

Schlafapnoe, abgeleitet vom griechischen Wort "apnoia" für Atemlosigkeit, ist häufiger ein Männerproblem: Durchschnittlich leiden etwa doppelt so viele Männer wie Frauen darunter. Oft kämpfen Betroffene mit der sogenannten obstruktiven, also einer mechanisch bedingten Schlafapnoe.

Sie entsteht, wenn die Muskulatur der oberen Atemwege erschlafft. Das führt nicht nur zu besonders lautem Schnarchen. Viel schlimmer: Die oberen Atemwege blockieren dann für einige Sekunden fast vollständig. Solche Atemstillstände können fünf- bis zehnmal und öfter in einer Stunde auftreten und zehn Sekunden und länger dauern.

Müde, erschöpft und depressiv: So wirkt sich Schlafapnoe auf Betroffene aus

Die Folgen: Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, der Kohlendioxidgehalt steigt, es werden mehr Stresshormone ausgeschüttet. "Und das wirkt sich wiederum negativ auf Herz, Kreislauf, Lunge und Psyche aus", sagt Patric Stamm vom KKH-Serviceteam.

Die Betroffenen selbst bemerken die nächtlichen Atemaussetzer meist nicht. "Sie fühlen sich aber tagsüber oft müde und abgeschlagen, da sie nie richtig in einen erholsamen Tiefschlaf fallen", erläutert der KKH-Experte. Neben Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Kopfschmerzen können auch Depressionen und Ängste die Folge sein.

So können Sie einer Schlafapnoe vorbeugen oder Symptome lindern

Bei einer leichten obstruktiven Schlafapnoe hilft es meist schon, Lebensstil und Schlafgewohnheiten zu ändern. "Betroffene sollten möglichst auf Alkohol, Zigaretten und Schlafmittel verzichten", sagt Patric Stamm. Denn dadurch werde die Atmung zusätzlich gedämpft.

Außerdem können starkes Übergewicht sowie Anomalien im Mund- und Rachenraum wie vergrößerte Mandeln oder ein kleines Gaumensegel nächtliche Atemaussetzer hervorrufen. Auch das Schlafen auf dem Rücken kann eine Schlafapnoe begünstigen, weil die oberen Atemwege dann häufig stärker zusammenfallen als in der Seitenlage. Das ist aber selten die alleinige Ursache.

"Betroffene sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen", rät Patric Stamm. So könne etwa ein Hals-Nasen-Ohren-Mediziner kontrollieren, ob die Atemwege verengt seien. Ein Internist kann darüber hinaus klären, ob innere Organe wie Herz und Lunge erkrankt sind. Gibt es Anzeichen für eine Depression, wird der behandelnde Arzt gegebenenfalls noch einen Psychotherapeuten hinzuziehen. Auch ein Besuch im Schlaflabor kann Klarheit über Form und Ausmaß einer Schlafapnoe bringen.

Lesen Sie auch: Ist es gefährlich, wenn ich kurz vorm Einschlafen nochmal zucke?

jp

Mit diesen acht Tricks werden Sie nie wieder schlecht schlafen

Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.
Tipp 1: Wenn Sie öfter nicht einschlafen können, sollten Sie versuchen, mindestens sechs Stunden vor dem Zubettgehen keinen Kaffee mehr anzurühren. Ein heißer Kakao oder Tee entspannt dagegen sogar. Zudem ist es wichtig, dass Sie ab 21 Uhr alle digitalen Geräte, die ablenken könnten, zur Seite legen. Ein gutes Buch hilft besser, sich auf die Nachtruhe vorzubereiten. © pixabay
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen".
Tipp 2: Wenn Sie unter Schulterschmerzen leiden und sich deshalb in der Nacht hin- und her wälzen, ist es besser, wenn Sie versuchen, auf dem Rücken zu schlafen. Zudem hilft es, ein Kissen so unter die Arme zu klemmen, dass es aussieht, als würden Sie es "umarmen". © pixabay
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus.
Tipp 3: Versuchen Sie stets zur selben Zeit aufzustehen - auch am Wochenende. So gewöhnt sich der Körper an einen festen Zeitrythmus. © pixaba y
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen.
Tipp 4: Trinken Sie kurz vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr. Studien zufolge kann das Glas Wein den Schlaf stören und für weniger Tiefschlafphasen sorgen. © pixabay
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun.
Tipp 5: Wenn Sie Rückenschmerzen haben, empfiehlt es sich, ein Kissen unter Ihre Oberschenkel zu schieben, wenn Sie auf dem Bauch schlafen und unter die Beine, wenn Sie es auf dem Rücken tun. © pixabay
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -Verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan.
Tipp 6: Nackenschmerzen oder -verspannungen können ganz schön fies sein - besonders in der Nacht. Um einen erholsamen Schlaf zu fördern, ist es daher ratsam, mindestens alle zwei Jahre, das Kopfkissen auszuwechseln. Studien zufolge waren Probanden besonders von festeren Nackenstützkissen aus Latex angetan. © pixabay
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern.
Tipp 7: Wachen Sie in der Nacht manchmal auf, weil Sie plötzlich einen Wadenkrampf haben? Dann hilft Magnesium vor dem Schlafen gehen, um die Muskeln zu entspannen. Zur Soforthilfe empfiehlt sich das Massieren der betroffenen Stelle, um den Schmerz zu lindern. © pixabay
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen.
Tipp 8: Wer unter Reflux leidet, kann oftmals ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Reden Sie mit Ihrem Hausarzt über entsprechende Medikamente und schlafen Sie fortan auf der linken Seite. Am besten auf einem etwas erhöhten Kissen. © pixabay
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