Entzündliche Reaktion

Wenn die Hände nur noch jucken: Ist es ein allergisches Handekzem?

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Eine mit Ekzemen übersähte Hand: Oft ist es ein allergisches Handekzem, das Beschwerden verursacht.

Manche müssen wegen eines allergischen Handekzems sogar den Job wechseln. Wie die Hautkrankheit entsteht, was sie begünstigt - und was Sie tun können, erfahren Sie hier.

Bis zu vier Prozent der Deutschen sollen an einem allergischen Handekzem leiden. Dabei reagiert die Haut auf einen bestimmten Stoff mit einer Entzündung, sie beginnt zu jucken, zu nässen oder bildet Bläschen. Gefährdet sind vor allem Menschen, die regelmäßig Kontakt mit potentiell allergieauslösenden Produkten haben - wie Friseure.

So äußert sich ein allergisches Handekzem

Vor allem die Veranlagung spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des allergischen Handekzems. Die Beschwerden treten dabei meist wenige Stunden oder auch Tage nach dem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff ein. Folgende Anzeichen sind typisch für das allergische Handekzem:

  • Juckreiz
  • geschwollene Hautpartien an den Händen
  • gerötete und nässende Hautstellen
  • kleine Bläschen an den Fingerseiten und auf den Handflächen
  • im chronischen Stadium: Haut schuppt sich, bildet Krusten, reißt ein oder verdickt sich

Besonders häufig verursachen folgende Stoffe ein allergisches Handekzem:

  • Nickel
  • Duftstoffe
  • Chrommoleküle in Leder und Zement
  • Konservierungsmittel
  • Wollwachsalkohole in Pflegeprodukten
  • Antibiotische und entzündungshemmende Medikamente

Mehr zum Thema: Giftstoffe in Duschgel: So erkennen Sie an Ihrer Haut, dass Sie das Produkt wechseln sollten.

Allergisches Handekzem: Diese Verhaltensregeln und Arzneien lindern die Beschwerden

Ein allergisches Handekzem kann so ausgeprägt sein, dass sogar der Job gewechselt werden muss. Diese Gefahr besteht etwa für Friseure, Maler, Reinigungskräfte oder Menschen, die in der Metallbranche arbeiten. Ein Großteil der arbeitsbedingten Hautkrankheiten würden in diesen Berufsgruppen vorkommen, wie der Stern berichtete. Der Grund liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand: Ständiger Kontakt mit Haarfarben, Desinfektionsmitteln oder anderen allergieauslösenden Stoffen lässt die Haut reagieren.

Nur ein Arzt kann die passende Therapie empfehlen. Zuerst wird er den allergieauslösenden Stoff durch einen Epikutantest und/oder einen Provokationstest ausfindig machen. Wird der Kontakt mit dieser Substanz gemieden, verschwindet auch das allergische Handekzem. Im Akutfall kommen kortisonhaltige Cremes oder Salben zum Einsatz, die aber nicht zu lange angewendet werden dürfen. Auch Teerpräparate, Kortisontabletten, UV-A-Licht oder spezielle antientzündliche Medikamente kommen für die Therapie infrage.

Wer zu allergischem Handekzem neigt, sollte auch folgende Regeln beherzigen:

  • Schützen Sie Ihre Haut, indem Sie pH-neutrale Produkte verwenden.
  • Auch rückfettende Cremes stärken die Schutzbarriere der Haut.
  • Achten Sie beim Kauf von Hautpflegeprodukten darauf, dass diese so naturbelassen wie möglich sind.

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Lesen Sie auch: Unsichere Substanzen in Pflegeprodukten: Diese Stoffe sollten Sie tunlichst vermeiden.

jg

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